BQ Aquaris X Pro

Neue BQ-Smartphones Aquaris X (Pro): Die Details machen den Unterschied

Lange Akkulaufzeiten und gute Kamerabilder, das wollen viele Nutzer von ihrem Smartphone. BQ verspricht dies mit dem Aquaris X und dem Aquaris X Pro, spart dafür aber an Stellen, die nicht ganz so wichtig sind.

Da neue Smartphones immer ähnlicher werden, erscheinen auf meinem Radar automatisch die Hersteller, die etwas anders machen. BQ zum Beispiel. Das spanische Unternehmen hat gerade zwei neue Geräte vorgestellt: das BQ Aquaris X und das BQ Aquaris X Pro. Die Unterschiede zum Mainstream sind nicht groß und revolutionär, aber doch an genau den Stellen, die mir persönlich wichtig sind. Eines der beiden Geräte könnte durchaus auf meine Wunschliste rücken.

Ein gutes Bild abgeben

Es sind die Bildsensoren, die beide Smartphones von anderen unterscheiden, aber auch untereinander. Sogar bei schlechten Lichtverhältnissen sollen sie gute Aufnahmen ermöglichen. Das BQ Aquaris X Pro ist mit Samsungs 2L7-Sensor ausgestattet. BQ kombiniert hier eine 12-Megapixel-Kamera mit einem Dual-Pixel-Sensor, einer Blende von f/1.8 und einer Pixelgröße von 1,4 µm. Die Funktion Dual PhotoDiode nutzt zudem alle Pixel des Sensors zur Phasenerkennung und soll dadurch eine stabilere Fokussierung erreichen. Beim Aquaris X setzt BQ erneut auf den Sony-Sensor iMX298.

Äußerlich sind BQ Aquaris X (hier) und BQ Aquaris X Pro (oben) kaum zu unterscheiden (Bild: BQ)

Äußerlich sind BQ Aquaris X (hier) und BQ Aquaris X Pro (oben) kaum zu unterscheiden (Bild: BQ)

Beide Modelle verfügen über einen Dual-Tone-Blitz und erlauben Videoaufnahmen in 4K-Auflösung. Hinzu kommen noch der Video-Stabilisator Vidhance, Slow Motion, ein Panorama-Modus und die Möglichkeit, einiges manuell einzustellen. Auf der Vorderseite findet sich eine 8-Megapixel-Kamera mit Samsung-Sensor und Blitzlicht.

Laufzeit-optimiert

Auch wenn BQ auf seinen Smartphones Android nicht mit einer eigenen Oberfläche überzieht und daher schnell Updates liefern kann, gibt es eine wichtige Ergänzung: eine eigene Kamera-App. Sie beherrscht die Verarbeitung von mehreren Bildern und die Auslöseverzögerung ZSL (Zero Shutter Lack). Zusammen sollen diese Funktionen dazu führen, dass die Aufnahmen mehr Schärfe erhalten (bei weniger Rauschen) und auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch gut gelingen.

Unterschiedliche Rückseiten von BQ Aquaris X Pro (links, Glas) und BQ Aquaris X (rechts, Polycarbonat): Nur ein Schimmer oder auch die Haptik? (Bilder: BQ)

Unterschiedliche Rückseiten von BQ Aquaris X Pro (links, Glas) und BQ Aquaris X (rechts, Polycarbonat): Nur ein Schimmer oder auch die Haptik? (Bilder: BQ)

Doch nun dazu, wie BQ grundsätzlich seine Smartphones ausstattet: Es muss nicht immer der beste und schnellste Prozessor sein. In beiden Smartphones steckt ein Snapdragon 626 (acht Kerne, 2,2 GHz, Adreno 506). Das ist für die meisten Anwendungen bereits überdimensioniert, spart aber Energie im Vergleich zu aktuellen Snapdragon-Chips der 8xx-Serie. Zudem steckt in beiden Geräten ein mächtiger 3.100-mAh-Akku. Eine einzige Ladung wird lange reichen. Und wenn das Gerät doch an die Steckdose muss, geht es nun fixer. BQ setzt erstmals auf die Schnellladetechnik Quick Charge 3.0 – und das per USB-C. Im Aquaris X stecken 3 GB RAM und 32 GB Flashspeicher, im Aquaris X Pro 4 GB und 64 GB bzw. 128 GB.

Schön praktisch

Das Plus im Namen soll nicht zwei verschieden große Smartphones unterscheiden, sondern zwei Ausstattungen. In beiden Fällen misst das Display 5,2 Zoll, das damit größer geworden ist als beim Vorgänger Aquaris X5 Plus, aber immer noch nicht so groß, wie bei einem Großteil der Konkurrenz. Dort haben die Spitzenmodelle oft größere Bildschirme, 5,2 Zoll findet sich dann erst in den Serien mit abgespeckter Technik. Die Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln, Bildverbesserung per Quantum Colour+ sowie eine Helligkeit von bis zu 650 Nits soll bei den neuen BQ-Smartphones ein besseres Bild liefern als bei vergleichbaren Geräten.

Die Vorderseite wurde mit 2.5D-Glas überzogen, die Rückseite des Aquaris X Pro besteht aus 3D-Glas. Damit verjüngt sich das Gerät links wie rechts, vorne wie hinten. Egal, ob es auf der Front- oder auf der Rückseite liegt, es kann bequem vom Tisch aufgehoben werden. Einen Kamerabuckel gibt es nicht. An der Glasrückseite würde ich mich persönlich stören. Ich mag es nicht, wenn mir das Smartphone zu leicht aus der Hand rutscht. Beim Aquaris X ist die Rückseite aus Polycarbonat mit einer Beschichtung des schwedischen Unternehmens Beckers, weshalb meine Wahl auf dieses Modell fallen würde. Aber auch hier würde ich vor einem Kauf erst in einen Euronics-Markt gehen und mich mit der Haptik persönlich vertraut machen. Auf der Rückseite befindet sich auch der Fingerabdrucksensor. Das Aquaris X gibt es in Mineral Black und Pearl Rose, das Aquaris X Pro in Midnight Black und Glaze White.

Kann sich hören lassen

Auch um den richtigen Sound sorgt sich BQ. Der Lautsprecher wurde mit dem Verstärker TFA9896 von NXP ausgestattet. Bei beiden Modellen bieten die Kopfhörer laut Hersteller HiFi-Qualität. Auch bei höchster Lautstärke sollen sie einen Verzerrungsgrad von unter 0,0006 Prozent beim Aquaris X und 0,0002 Prozent beim Aquaris X Pro aufweisen. Für das Aquaris X Pro wurde der ESS91118 Wandler und Verstärker gewählt. BQ integriert auch zum ersten Mal den Bluetooth-Audio-Codec aptX, der die Latenz und den Qualitätsverlust reduziert, der für traditionelle Codecs typisch ist.

Mit dieser Ausstattung gehören beide Smartphones in die obere Mittelklasse, doch ich halte solche Einordnungen immer weniger geeignet, um die Unterschiede zwischen einzelnen Geräten aufzuzeigen. Oft sind es Kleinigkeiten, die entscheiden, ob es zu einem passt oder nicht. Das BQ Aquaris X erscheint im Mai und soll 299,90 Euro kosten. Das BQ Aquaris X wird im Juni in zwei Versionen folgen, mit 64 GB Speicher für 379,90 Euro und mit 128 GB für 419,90 Euro.

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