HTC U 11: Empfindliches Spitzen-Smartphone mit mehreren Sprachassistenten

Auf der Suche nach Alleinstellungsmerkmalen fand HTC für das neue Spitzen-Smartphone U 11 ein druckempfindliches Gehäuse und nicht nur einen Sprachassistenten, sondern gleich zwei.

Keine Frage: HTC setzt beim U 11 auf spannende Hardware. Verbaut wird der Snapdragon 835, der aktuelle Top-Prozessor aus dem Hause Qualcomm. Mehr Geschwindigkeit im mobilen Sektor? Geht kaum. Hinzu gesellen sich 4GB RAM und 64GB flotter Flash-Speicher (UFS 2.1), der mittels microSD-Karte erweitert werden kann. Das 5,5 Zoll große Display erhält eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln. Der Bildschirm ist an allen Seiten abgerundet und leicht gebogen – das erinnert gewiss nicht zufällig an das Samsung Galaxy S7. Angenehm klingt zumindest die ebenfalls abgerundete Rückseite, die für einen besseren Halt sorgen möchte. Und optisch macht diese dank einer speziellen Fertigung der Glas-Oberfläche (Optical Spectrum Hybrid Deposition) einen imposanten Eindruck.

Ein klassisches und doch modernes Gewand. (Foto: HTC)

Ein klassisches und doch modernes Gewand. (Foto: HTC)

Die beste Smartphone-Kamera?!

Die 16 Megapixel Frontkamera und die 12 Megapixel Hauptcam mit OIS sowie EIS sollten keine Wünsche offen lassen. Mit einem DxO Mobile Score von 90 Punkten übertrumpft man im Bereich der Bildqualität sogar das Google Pixel und das Galaxy S8 um einen bzw. zwei Punkte.  Bei der Akustik erhaltet ihr wieder hochwertigen sowie verbesserten BoomSound mitsamt Active Noise Cancelling-Funktionalität und HigRes-Audio. Ein Headset für den USB-Type-C-Port liegt bei, einen Adapter für 3,5mm Klingenanschluss gibt’s auch dazu.

Die Besonderheiten des HTC U 11

Und wo sind nun die Besonderheiten? Eine ist schon ungewöhnlich: So besitzt das HTC U 11 einen berührungsempfindlichen Rahmen. Drückt diesen, schon startet die Kamera des Smartphones. In den Einstellungen lassen sich Sensibilität und Anwendungen auswählen. So könnt ihr auch die integrierten Sprachassistenten durch einmaliges oder mehrmaliges Drücken aktivieren. HTC bietet nicht nur Google Assistant, sondern auch Alexa. Wozu sich für einen Dienst entscheiden, wenn man auch beide haben kann? Ob das wirklich sinnvoll ist? Das muss die Praxis entscheiden – das gilt auch für den Rahmen und die neue Art der Bedienung. Etwas skeptisch bin ich schon, schließlich trage ich mein Smartphone stets in der Hosentasche. Kann ich durch unbeabsichtigten Druck auf das Gerät womöglich Assistenten aktivieren oder Apps starten? Das wäre suboptimal.

Ein weiteres Problem, das ich sehe: 749 Euro wird das HTC U 11 hierzulande kosten. In den Farben Amazing Silver, Sapphire Blue, Brilliant Black und Ice White ist es ab 1. Juni 2017 erhältlich. Im Vergleich zu den Highend-Mitbewerbern mag der Preis angemessen sein, nur ich sehe langsam kaum noch einen Grund, so viel Geld für ein Mobiltelefon auszugeben. Dafür müssen die Alleinstellungsmerkmale schon stark genug sein – und hier sehe ich etwas zu wenig. Druckempfindlicher Rahmen und Spitzenkomponenten – nett, keine Frage. Ob das reicht, das müssen die ersten Tests zeigen. So oder so: Allein schon die offizielle Webseite weckt irgendwie Begehrlichkeiten….

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