Die Fitbit Ionic läuft erstmals unter dem Betriebssystem Fitbit OS. (Bild: Fitbit)

Fitbit Ionic: Was unterscheidet die Smartwatch eigentlich von einem Fitness-Tracker?

Eine neue Smartwatch von Fitbit ist da: Die Ionic soll es mit der Apple Watch aufnehmen. Die Frage ist nur: Was unterscheidet die Ionic eigentlich von ähnlichen Modellen aus gleichem Hause und wo fängt die Bezeichnung „Smartwatch“ an und wo hört sie auf?

Na endlich! Fitbit, Pionier der Fitness- und Activity-Tracker, hat in dieser Woche eine neue Smartwatch vorgestellt. Die Fitbit Ionic entstand zusammen mit dem einst übernommenen Team der ersten Smartwatch Pebble. Und laut nicht wenigen Medien ist es die erste Smartwatch aus dem Hause Fitbit. Die Frage ist nur: Stimmt das überhaupt?

Fitbit-Produktlinie

Fitbit-Produktlinie

Denn besonders bei Fitbit verschwimmen die Unterschiede stark, zumal viele der Fitness-Tracker sich als Armband tragen lassen und ein Display besitzen. Die Fitbit Blaze, die Kollege Peter Giesecke vergangene Woche hier getestet hat, sieht einer Smartwatch denn auch recht ähnlich. Fitbit vermarket sie wahlweise als „Fitnesswatch“, zählt sie auf der offiziellen Homepage allerdings auch zu den Smartwatches:

Und auch in anderen Lebensbereichen sind die Übergänge fließend. Peter hat kürzlich für euch ermittelt, dass einige Krankenkassen Fitness-Gadgets finanziell unterstützen, Activity Tracker genauso wie Smartwatches. Wo also ist der Unterschied?

Fangen wir mal oben an: Was kann das schmucke neue Modell der Kalifornier, die Fitbit Ionic, die auch als Smartwatch firmieren darf?

Fitbit Ionic: Nur echt, wo „Smartwatch“ draufsteht?

Fitbit Ionic

Fitbit Ionic

  • Zugang zu Apps aus dem eigenen Fitbit App Store
  • Mobile-Payment-Funktion: Bezahlen mit der Fitbit Ionic dank integriertem NFC-Chip
  • Uhrenanzeige (Watchfaces) frei anpassbar, eigene erstellbar
  • PurePulse-Herzfrequenzmesser
  • Benachrichtigungen auf dem Display
  • Speichert Musik auf dem Gerät
  • Verfügt über einen GPS-Sensor für Strecke und Tempo
  • Insgesamt 8 Sensoren in der Uhr
  • Touchscreen mit einer Helligkeit von 1000 Nits und Gorilla Glass 3
  • Wasserfest bis 50 Meter, auch zum Schwimmen geeignet
  • Kompatibel mit dem iPhone, Android- und Windows-Geräten
  • Verschiedene Armbänder zur individuellen Anpassbarkeit
  • Möglichkeit, Bluetooth-Kopfhörer mit der Uhr zu koppeln
  • Akkulaufzeit: Bis zu vier Tage
  • Preis: UVP 349 Euro

Wo die Fitbit Ionic der Apple Watch sicherlich Konkurrenz machen soll und wird, ist die Akkulaufzeit: Bis zu vier Tage soll man mit einer Akkuladung auskommen. Die Apple Watch schafft kaum mehr als einen Tag.

Fitbit Blaze: Was kann die Fitnesswatch?

Fitbit Blaze

Fitbit Blaze

Die Fitbit Blaze sieht aus wie eine Smartwatch und kann vieles, was auch die Fitbit Ionic kann. Wir gehen einmal kurz durch, wie sie sich von der Fitbit Ionic unterscheidet:

  • Auch die Fitbit Blaze hat einen Touchscreen; dieser ist allerdings deutlich kleiner als der in der Fitbit Ionic und löst geringer auf
  • Hier sind „nur“ sechs Sensoren integriert, GPS ist auch hier dabei, aber kein NFC
  • Besitzt keine eigenen Apps und bietet auch keinen Zugriff auf den Fitbit App Store
  • PurePulse-Herzfrequenzmesser
  • Watchfaces nicht frei anpassbar, aber einige zur Auswahl
  • Laut Fitbit ist die Blaze „schweiß-, regen- und spritzwasserdicht, sollte jedoch nicht beim Schwimmen getragen werden“ und auch vor dem Duschen besser abgelegt werden.
  • Kann Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen und Anrufe entgegennehmen.
  • Verschiedene Armbänder zur individuellen Anpassbarkeit, wenn auch weniger als für die Fitbit Ionic
  • Kompatibel mit dem iPhone, Android- und Windows-Geräten
  • Preis: UVP ab 199 Euro

Man kann hier schon einmal festhalten, dass die Fitbit Blaze weniger kann als die Fitbit Ionic. Aber aufgrund ihres Funktionsumfangs darf man sie getrost ebenfalls „Smartwatch“ nennen.

Fitbit Charge 2: Mit einer Smartwatch zu vergleichen?

Fitbit Charge 2

Fitbit Charge 2

Die Fitbit Charge 2 kommt den beiden Uhren aus eigenem Hause am nächsten: Sie wird ums Handgelenk getragen, hat einen Herzfrequenzmesser und ein Display. Aber dürfte sie sich objektiv betrachtet auch in die Kategorie Smartwatch einordnen lassen?

  • Auch die Fitbit Charge 2 verwendet einen Touchscreen, sogar mit OLED-Technik
  • PurePulse-Herzfrequenzmessung gibt es auch hier; GPS nur in Verbindung mit einem Smartphone
  • Armbänder lassen sich austauschen, die Uhr sich damit individualisieren.
  • Kann Benachrichtigungen vom Smartphone anzeigen und Anrufe entgegennehmen.
  • 4 Sensoren integriert
  • Bis zu 5 Tage Akkulaufzeit
  • Keine eigenen Apps, keine frei anpassbaren Watchfaces, aber einige zur Auswahl
  • Wie bei der Fitbit Blaze gilt laut Hersteller: die Fitbit Charge 2 ist „schweiß-, regen- und spritzwasserdicht, sollte jedoch nicht beim Schwimmen getragen werden“ und auch vor dem Duschen besser abgelegt werden.
  • Preis: UVP 159 Euro

Ja, die Fitbit Charge 2 hat im Vergleich zu den anderen beiden Geräten natürlich die einfachste Ausstattung. Aber Eigenschaften wie anpassbare Watchfaces, Armbänder, ein Touchscreen und die Möglichkeit, Benachrichtigungen vom Smartphone anzuzeigen, rücken sie zumindest in die Nähe einer Smartwatch.

Fitbit Ionic, Blaze und Charge 2 im Vergleich

Hier noch einmal die wichtigsten Kriterien im Vergleich. Dass alle drei Modelle umfangreiche Fitness-Funktionen besitzen, haben wir nicht gesonders aufgeführt, das versteht sich von selbst.

Fitbit-Watches im Vergleich

Fitbit-Watches im Vergleich

Fazit: Das also macht eine echte Smartwatch aus

Fitbit hat uns hier gezeigt: Eine echte Smartwatch sieht einer gewöhnlichen Armbanduhr schon am ähnlichsten. Dass sie einen Touchscreen hat, ist selbstverständlich und auch Sensoren und Chips wie ein GPS-Sensor sollten von Haus aus integriert sein.

Der Hauptunterschied aber liegt in den Apps: Eine richtige Smartwatch wie die Fitbit Ionic kann man individuell anpassen, nach Lust und Laune Apps darauf installieren oder wieder löschen. Und das Gerät lässt sich mit Armbändern so individuell anpassen, dass man sie zwar auch als Fitness-Armband verwenden, sie mit den passenden Armbändern aber auch klar zur Armbanduhr deklarieren kann. Das geht anders herum nicht.

Aber jede Jeck es anders, wie man hier im Rheinland sagt. Die einen lieben Smartwatches, den anderen reichen die Funktionen eines Fitnesstrackers. Hauptsache, ihr bewegt euch! 😉

Übrigens: Noch in dieser Woche suchen wir hier auf dem Trendblog Tester für die Fitbit Alta HR. Das ist aber dann nun wirklich ein Fitnesstracker und keine Smartwatch. Oder?

Beitragsbild: Fitbit

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*