Der Funkstandard Z-Wave ist im Moment weit verbreitet

Z-Wave: Standard für das perfekte Smart Home

Geht es um Smart Home bzw. Heimautomation, fällt zwangsläufig der Begriff Z-Wave. Hierbei handelt es sich um einen internationalen Standard, der eine drahtlose Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten auch unterschiedlicher Hersteller ermöglicht. Wie relevant ist dieser für Konsumenten?

Schon seit vielen Jahren

Alles mit dem Telefon steuern. (Foto: Euronics)

Alles mit dem Telefon steuern. (Foto: Euronics)

Z-Wave wurde bereits 2001 von zwei Ingenieuren entwickelt und von dem dänischen Konzern Zen-Sys übernommen. Vier Jahre später wurde die Z-Wave-Allianz gegründet, die seitdem versucht, diesen Standard zu etablieren und Herstellern schmackhaft zu machen. Denn nur mit gemeinsamen Richtlinien können beispielsweise LED-Systeme und Schalter verschiedener Produzenten miteinander „kommunizieren“. Mittlerweile greifen über 300 Unternehmen auf Z-Wave zurück.

Über 1200 von der Z-Wave Allianz zertifizierte Produkte existieren derzeit. Stets dabei ist ein spezieller Z-Wave-Chip, den alle Lizenznehmer in ihre Geräte verbauen. Dieser enthält einen Funk-Transceiver, der Informationsaustausch nach Z-Wave-Vorgaben ermöglicht. Eine Steuersoftware ermöglicht die Programmierung des SoCs.

Doch letztlich ist das alles für den Verbraucher nicht weiter von großer Relevanz. Auch nicht unbedingt, dass die Funkfrequenzen zwischen 850 und 950 MHz verwendet werden, die gegenüber einem 2,4GHz-Netz (z.B. WIFI) eine bessere Wand-Durchdringung und geringere Verluste durch Reflexionen bieten – allerdings auf Kosten der Datenübertragungsraten, Vielmehr zählt, was man mit Z-Wave „anstellen“ kann.

Kommunikation

Z-Wave-Geräte besitzen einen geringen Energieverbrauch und eine hohe Sicherheit bei der Kommunikation. Der Standard gewährleistet die Interoperabilität zwischen den Devices. Bewusst muss Käufern entsprechender Hardware sein, dass die Bezeichnung „Z-Wave“ für Kompatibilität steht. Zugleich bedeutet das auch: Konkurrierende Formate wie ZigBee können nicht ohne weiteres in das eigene Smart Home integriert werden, wenn man sonst auf Z-Wave setzt.

Mit Z-Wave lässt sich bereits jetzt sehr viel realisieren. Programmierbare Heizkörperthermostate, Bewegungssensoren, Steckdosen, Jalousiensteuerungen, Unterputz-Schalter und viele andere Komponenten eignen sich besonders für Häuslebauer und diejenigen, die ihr Eigenheim beispielsweise mit dem Smartphone oder Tablet steuern wollen – zum Beispiel über das Internet. Auch Funkverbindungen zu NAS-Systemen können mittlerweile hergestellt werden.

Für das Eigenheim

Sicherlich ist Z-Wave vielfältig einsetzbar, einen praktischen Nutzen erhält man in erster Linie bei der grundlegenden Smart Home-Kontrolle, also über Steckdosen, Schalter und Schlösser. Das Nachrüsten einer Mietwohnung ist zwar möglich, für Besitzer von Häusern aber gewiss reizvoller. Und allein der Gedanke, dass man dank einer Steuerzentrale über das Mobiltelefon oder gar den PC Zugriff auf alle elektrischen Elemente im Gebäude erhält, dürfte viele dazu bewegen, sich näher mit der Heimautomation zu beschäftigen. Z-Wave ist hier eine gute Orientierung dafür, was miteinander funktioniert. Und was eben nicht.

Weitere Details findet man beispielsweise auf der Webseite der Z-Wave Alliance.

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