Welche Sensoren brauche ich fürs Smart Home? Und wozu sind sie gut?

Ohne Sensoren ist ein Smart Home nicht intelligent. Doch mittlerweile gibt es zahlreiche dieser „Messfühler“. Wir verraten dir, welche Sensoren du wirklich benötigst.

Welche Sensoren brauche ich fürs Smart Home? Und wozu sind sie gut?
Welche Sensoren brauchst du wirklich? (Foto: Sven Wernicke)

Sensoren lassen sich als „Sinnesorgane“ deines Smart Home bezeichnen. Sie nehmen für dich und deine Wohnung relevante Informationen wahr, die zum Beispiel eine Smart-Home-Basisstation auswerten und für Automatisierungen verwenden kann. Nur durch Sensoren können deine Wohnung oder dein Haus selbstständig auf Veränderungen reagieren und Aktionen in deinem Interesse ausführen. Längst sind zahllose Sensoren erhältlich, doch nicht alle benötigst du. Vor allem nicht zum Start. Verschaffen wir uns einen Überblick…

Das Wichtigste in Kürze

  • Es sind viele Sensoren zum Messen fürs Smart Home erhältlich, doch nicht alle benötigst du.
  • Sensoren helfen dir dabei, deine Wohnung zu schützen und deine Lebensqualität zu erhöhen.
  • Zu Beginn empfehlen wir dir Bewegungsmelder, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren, Schalter und Schaltsteckdosen.

Was decken Sensoren fürs Smart Home ab?

Schaltest du das Licht im Wohnzimmer über eine Smartphone-App ein und aus, handelt es sich nicht gleich um ein Smart Home. Die Königsdisziplin ist es vielmehr, durch Sensoren eine intelligente Wohnung zu schaffen, die sich genau so verhält, wie du es wünschst. Und das im besten Fall ohne dein Zutun. Selbst erstellte Automatisierungen bzw. Routinen schützen dich, steigern dein Wohlbefinden und erhöhen den Komfort in den eigenen vier Wänden.

Auch wenn jeder Hersteller seine eigene Sortierung vornimmt, kannst du die Sensoren fürs Smart Home in zwei grundlegende Bereiche unterteilen:

  • Schutz & Sicherheit
  • Energie & Klima

Viele der erhältlichen Sensoren lassen sich mannigfaltig einsetzen, unter anderem für Sicherheit und Klima gleichermaßen. Ebenso kann ein Sensor mehrere Funktionen besitzen, etwa ein Bewegungssensor als Teil einer Alarmanlage, und für das intelligente Ein- und Ausschalten von Licht zuständig sein.

Apropos: Lampen, LED-Lichtstreifen und Co. sind zwar in der Regel Bestandteil des Smart Home, selbst aber nur in den seltensten Fällen intelligent. Doch es gibt Ausnahmen wie beispielsweise WiZ Spacesense oder Hue MotionAware. Beide Lösungen verwandeln Lampen durch das WLAN- oder Zigbee-Funknetz in Bewegungsmelder und damit gewissermaßen in Sensoren.

Auch (Überwachungs-)Kameras verfügen über Bild- bzw. Licht-Sensoren und können dadurch Bewegungen erkennen. Sie zählen in dieser Auflistung nicht als herkömmliche Sensoren.

Gut zu wissen: Sensoren miteinander verbinden

Bei den von uns getesteten Sensoren des Herstellers TP-Link mit seiner Tapo-Reihe sind die Geräte über eine Basisstation miteinander verbunden. Diese bringt alle gesammelten Daten zusammen und ermöglicht so bequem über die dazugehörige Smartphone-App das Erstellen individueller Automationen bzw. Routinen. Auf diese Weise kannst du einen Bewegungssensor mit einer Schaltsteckdose oder einen Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor mit einem Relaisschalter kombinieren. In unserem Fall nutzen wir die mächtige Tapo H500 Smart Homebase, die auch die Verwaltung mehrerer Überwachungskameras erlaubt.

Beispiel für eine Smart-Home-Zentrale: Die Tapo H500 von TP-Link. (Foto: Sven Wernicke)
Beispiel für eine Smart-Home-Zentrale: Die Tapo H500 von TP-Link. (Foto: Sven Wernicke)

Andere Anbieter haben ähnliche Konzepte parat. Ebenfalls sind offene Smart-Home-Systeme wie Home Assistant verfügbar, die das Kombinieren mehrerer Funkstandards (Thread, Zigbee, WLAN, Bluetooth) und Produkte vieler Hersteller erlauben. Solche Plattformen könnten allerdings Einsteiger:innen überfordern, da speziell das Einrichten doch sehr viel komplexer ist als etwa eine Lösung wie Tapo.

Tipp: Achte beim Kauf auf das Matter-Logo, damit deine Sensoren auch in Zukunft mit Systemen anderer Anbieter kompatibel sind.

Schutz & Sicherheit: Die wichtigsten Sensoren

Der Schutz des Eigentums und das Erzeugen eines Sicherheitsgefühls sind wichtige Gründe, sich für ein Smart Home zu entscheiden. Denn mithilfe entsprechender Sensoren kannst du dich bei einem Einbruch informieren oder eine Alarmanlage ertönen lassen. Die in diesem Segment wichtigsten Sensoren sind…

Kontakt-Sensor (Tür-/Fensterkontakt)

Ein Kontakt-Sensor, oft auch Smart Contact Sensor oder Tür-/Fensterkontakt-Sensor genannt, besteht normalerweise aus zwei leicht magnetischen Komponenten. Diese befestigst du an Fenstern oder Türen, die sich öffnen lassen. Sobald die Entfernung beider Teile zu groß ist bzw. die magnetische Verbindung unterbricht, kann dein Smart Home reagieren.

Hier im Bild: Der Kontaktsensor von Tapo, der T310. Sensoren anderer Hersteller besitzen einen fast identischen Aufbau. (Foto: Sven Wernicke)
Hier im Bild: Der Kontaktsensor von Tapo, der T310. Sensoren anderer Hersteller besitzen einen fast identischen Aufbau. (Foto: Sven Wernicke)

Anwendungsbeispiele: Öffnet sich ungewollt eine Tür oder ein Fenster, löst im Smart Home automatisch ein Alarm aus, bei dem dich das System ebenfalls benachrichtigt. Alternativ nutzt du einen solchen Sensor, um dich informieren zu lassen. Beispielsweise, wenn du zu lange lüftest. Oder die Heizung schaltet sich automatisch ab, wenn die Fenster geöffnet sind.

Wann du ihn dringend brauchst: Zum Schutz vor Einbruch in dein Eigenheim.

Smarter Rauchmelder

Meist kommt bei einem Rauchmelder eine Infrarot-LED zum Einsatz, die einen Lichtstrahl im Inneren des Geräts aussendet. Dringen Rauchpartikel ein, streut sich das Licht und trifft auf eine Fotodiode. Dies führt zum Auslösen eines Alarms. Während der klassische Rauchmelder in der Wohnung höchstens die Nachbarn über eine Rauchentwicklung und ggf. Feuer informiert, ist ein smarter Rauchmelder vielseitiger. Er kann dich sofort benachrichtigen – egal, wo du dich gerade befindest. Wichtig: Der Rauchmelder sollte die in Deutschland nötigen Kennzeichnungen besitzen (u.a. DIN EN 14604, CE-Zeichen, optional Q-Siegel).

Smarte Rauchmelder wie der Nedis WIFIDS20WT3 SmartLife ersetzen herkömmliche Rauchmelder. (Foto: Nedis)
Smarte Rauchmelder wie der Nedis WIFIDS20WT3 SmartLife ersetzen herkömmliche Rauchmelder. (Foto: Nedis)

Anwendungsbeispiele: Ist ein smarter Rauchmelder mit dem Rest des Smart Homes verbunden, können durch Automatisierungen auch Lampen aktiviert oder gar Fenster geöffnet werden. Besitzt du Überwachungskameras, überprüfst du aus der Ferne zusätzlich die Lage zu Hause und rufst ggf. so schneller die Feuerwehr.

Wann du ihn dringend brauchst: Wenn es dir besonders wichtig ist, von jedem Ort der Welt über eine Rauchentwicklung daheim benachrichtigt zu werden.

Wassermelder

Ein Wassermelder ist in der Lage, durch vorhandene Sonden auffällige Feuchtigkeit zu erkennen. Der von uns ausprobierte Tapo T300 Wasserlecksensor setzt zusätzlich auf einen bis zu 90 db lauten Alarm – für den Fall des Falls. Sofern vernetzt, kann mithilfe des Wassermelder auch eine Benachrichtigung zu dir aufs Smartphone gelangen.

Ein Wassermelder wie der Tapo T300 kann auch in Küche oder Bad sinnvoll sein. (Foto: Sven Wernicke)
Ein Wassermelder wie der Tapo T300 kann auch in Küche oder Bad sinnvoll sein. (Foto: Sven Wernicke)

Anwendungsbeispiele: Ein Wassermelder ist nicht nur im Keller bei den Wasserleitungen sinnvoll, sondern durchaus auch in der Nähe des Geschirrspülers, der Waschmaschine, der Badewanne oder an Orten, wo Flüssigkeiten austreten können. Im Eigenheim kann ein rechtzeitiges Informieren große Schäden am Gebäude verhindern.

Wann du ihn dringend brauchst: Wenn du dein Haus vor möglichen Wasserschäden schützen möchtest.

Bewegungsmelder

Ein regulärer Bewegungsmelder, oft als Bewegungssensor oder Motion Sensor bezeichnet, sendet in einem großen Blickwinkel (häufig über 100 Grad) Infrarotlicht aus. Dadurch lassen sich Temperaturunterschiede erfassen, beispielsweise wenn jemand am Sensor vorbeigeht. Das klappt auch in mehreren Metern Entfernung. Der Tapo T100 Bewegungssensor funktioniert bis zu 7 Metern.

Ein Beispiel für einen Bewegungsmelder - hier im Bild der Tapo T-100, den wir getestet haben. (Foto: Sven Wernicke)
Ein Beispiel für einen Bewegungsmelder – hier im Bild der Tapo T-100, den wir getestet haben. (Foto: Sven Wernicke)

Anwendungsbeispiele: Lass das Licht anschalten, wenn das System eine Bewegung erkennt. Aber auch das Auslösen eines Alarms oder das Versenden einer Benachrichtigung ist (optional in Kombination) möglich. Für Außenbereiche geeignete Bewegungsmelder schützen dein Haus vor unerwünschten Besuchen.

Wann du ihn dringend brauchst: Zur intelligenten Lichtsteuerung und zum Feststellen von Bewegungen im oder am Haus.

Bewegungsmelder vs. Präsenzmelder

Wer’s präziser möchte, entscheidet sich nicht für einen Bewegungsmelder mit Infrarot-Licht, sondern für einen Präsenzmelder. Der setzt Millimeterwellen-Radar (mmWave) ein und kann damit jede noch so kleine Bewegung erkennen – teils sogar von mehreren Personen in großen Räumen. Sogar das Tippen auf der Tastatur oder das langsame Aufstehen aus dem Bett stellt ein solcher Präsenzsensor fest.

Ein Präsenzmelder wie der von Homematic IP ist im Vergleich zu einem normalen Bewegungsmelder teurer. (Foto: Homematic IP)
Ein Präsenzmelder wie der von Homematic IP ist im Vergleich zu einem normalen Bewegungsmelder teurer. (Foto: Homematic IP)

Integriert ins Smart Home, profitierst du also von einer höheren Genauigkeit. Auch kann ein Präsenzmelder erkennen, wenn du noch im Raum bist, dich aber nahezu nicht bewegst. Das kann für eine intelligente Lichtsteuerung sinnvoll sein. Allerdings kosten solche Sensoren gegenwärtig deutlich mehr als gewöhnliche Bewegungsmelder, sie sind nicht ideal für den Außenbereich und lassen sich nicht in jedes Smart-Home-Konzept gleichermaßen integrieren. Ein Homematic IP Präsenzmelder beispielsweise funktioniert ausschließlich mit Homematic IP (bzw. über offene Smart-Home-Plattformen wie Home Assistant).

Glasbruch- und Vibrationssensor

Dieser Sensor stellt Vibrationen fest, vorzugsweise zerbrechendes Glas. Dadurch gilt er als Alternative zum Kontakt-Sensor.

Neben kleinen Sensoren, die direkt ans Glas montiert werden, kannst du mit einem wie dem Egardia Glasbruchmelder ganze Räume schützen. (Foto: Egardia)
Neben kleinen Sensoren, die direkt ans Glas montiert werden, kannst du mit einem wie dem Egardia Glasbruchmelder ganze Räume schützen. (Foto: Egardia)

Anwendungsbeispiele: Nicht nur bei zerstörten Glasfenstern kannst du den Vibrationssensor einsetzen, sondern auch für andere Zwecke zweckentfremden. Im besten Fall findest du mit ihm heraus, wann eine Waschmaschine oder ein Trockner fertig sind.

Wann du ihn dringend brauchst: Wenn du einen Kontakt-Sensor nicht anbringen kannst und du dich bei Glasbruch am Fenster informieren lassen möchtest

Kohlenmonoxid-Sensor

Ein Kohlenmonoxid-Sensor misst die CO-Konzentration in der Luft durch das Ausführen einer chemischen Reaktion direkt im Gerät. Diese erzeugt ein auswertbares, elektrisches Signal. Ein solcher CO-Melder hat einen eigenen Alarm; smarte Varianten sind ans Smart Home angebunden und glänzen mit weiteren Funktionen wie App-Benachrichtigungen.

Anwendungsbeispiele: In der Nähe von Öfen, Kaminen, Gasthermen oder Grills. Das geruchlose Kohlenmonoxid kann zum Tod führen, entsprechend ist ein Kohlenmonoxid-Melder an diesen Orten besonders nützlich.

Wann du ihn dringend brauchst: Möchtest du dich vor dem gefährlichen Gas schützen und besitzt eine entsprechende Heizanlage.

Energie & Klima: Sinnvolle Sensoren fürs Smart Home

Sensoren helfen dabei, Energie im Smart Home zu sparen und die Qualität der Luft im Auge zu behalten. Und es ist natürlich klar: Du kannst mit ihnen smarte Heizungsthermostate steuern, Rollläden kontrollieren oder gar Fenster öffnen und schließen. Das setzt entsprechende Veränderungen an der Wohnung oder am Haus voraus. Unter anderem wären dann elektrische Fensterantriebe, neue Thermostate oder smarte Rollladengurtantriebe nötig. Und damit diese Systeme sinnvoll agieren können, benötigst du die Daten dieser Sensoren:

Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor

Heutzutage ist es üblich, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensoren in einem Gerät zu kombinieren. Das erscheint sinnvoll, denn beide Informationen sind für ein gutes Raumklima unerlässlich. Zu hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt etwa eine Schimmelbildung und wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden. Technisch basieren diese Sensoren auf dem Messen von Widerstandsveränderungen oder der Reaktion von bestimmten Materialien auf Wasserdampf. Dass beide Sensoren in einem Gehäuse stecken, hat weitere Vorteile: Du sparst Platz und Geld.

Ein Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, hier im Bild der Tapo T310, ist sehr klein und damit überall in der Wohnung installierbar. (Foto: Sven Wernicke)
Ein Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit, hier im Bild der Tapo T310, ist sehr klein und damit überall in der Wohnung installierbar. (Foto: Sven Wernicke)

Anwendungsbeispiele: Lass dich regelmäßig informieren, sobald du lüften solltest. Auch das Koppeln mit smarten Entfeuchtern (im Keller) kann praktisch sein. Ein smartes Thermometer lässt sich hervorragend mit Heizungsthermostaten zusammenbringen.

Wann du ihn dringend brauchst: Mindestens ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor gehört zu den essenziellen Sensoren im Smart Home.

Sensor als attraktives Display

Erste Hersteller vereinigen Sensoren mit nützlichen Bildschirmen. Am Tapo T315 Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor liest du direkt auf dem integrierten Display beide Werte ab und lässt dir in Form eines Emojis anzeigen, ob die Luftqualität okay ist. Das funktioniert sogar ohne Hub, dann dient der Sensor nur zu Informationszwecken.

tapo t315
tapo t315

Auch andere Hersteller bieten ähnliche Gadgets an, beispielsweise Fritz! mit dem FritzDECT 440 Thermostat. Für dieses benötigst du allerdings eine Fritzbox als Router.

Luftqualitäts-Sensor

Dürfen es ein paar Daten mehr sein? Ein Luftqualitäts-Sensor besteht üblicherweise aus vielen Sensoren, die mehr als nur die Luftfeuchtigkeit messen. Der air-Q pro vereint 13 Sensoren, um so Feinstaub, Formaldehyd, Stickstoffdioxid, Ozon, VOC-Gase, Luftdruck oder gar Lärm festzustellen. Entsprechend kostspielig sind solche Lösungen.

Luftqualitäts-Sensoren sind sehr kostspielig. (Foto: air-Q)
Luftqualitäts-Sensoren sind sehr teuer. (Foto: air-Q)

Anwendungsbeispiele: Sollte sich ein solcher Luftanalysator ins Smart Home einbinden lassen, kannst du Routinen basierend auf dir wichtigen Daten erstellen. Lass dich informieren, wenn bestimmte Werte einen bedrohlichen Status erreichen, oder löse automatisiert einen Alarm aus.

Wann du ihn dringend brauchst: Wenn du eine umfassende Luftanalyse zum Beispiel für Arbeit oder Freizeit benötigst.

Wetter- und Außensensor

Der Wettersensor wird auch häufig als Wetterstation bezeichnet und vereint ebenfalls mehrere Sensoren in einem Gerät. Wichtige Daten wie Temperatur, Wind, Regen und Luftfeuchtigkeit im Außenbereich kannst du so erhalten.

Die Wetterstation von Homematic IP eignet sich für anspruchsvolle Anwender:innen. (Foto: Homematic IP)
Die Wetterstation von Homematic IP eignet sich für anspruchsvolle Anwender:innen. (Foto: Homematic IP)

Anwendungsbeispiele: Lass bei aufkommendem Regen die Markise automatisch einfahren und dich bei einem Unwetter informieren. Hohe Windgeschwindigkeiten in Kombination mit einem Alarm schlagenden Vibrationssensor können auf einen Sturmschaden am Haus hinweisen.

Wann du ihn dringend brauchst: Kannst du von Wetterdaten nicht genug bekommen und möchtest dein Eigentum außerhalb der Wohnung vor Schäden schützen, ist eine Wetterstation die Lösung.

Was sind Multisensoren?

Es ist oftmals nicht nötig, Ausschau nach Sensoren für ein einziges Messergebnis zu halten. Lichtsensoren sind selten geworden. Stattdessen etablieren sich zunehmend Multisensoren, die mehrere Sensoren vereinen. Ein Bewegungsmelder enthält daher häufig einen Lichtsensor oder einen Temperatur-Messer (z.B. Philips Hue Outdoor Motion Sensor).

Achte beim Kauf der favorisierten Sensoren darauf, dass diese im besten Fall weitere Features und Mess-Optionen mitbringen.

Bewegungs- und Präsenzmelder

Mit einem Bewegungsmelder, egal welche Technologie diesem zugrunde liegt, ist auf einfache Weise dabei behilflich, im Alltag Energie zu sparen. Wie bei „Schutz & Sicherheit“ spielt er auch bei „Energie & Klima“ eine wichtige Rolle.

Anwendungsbeispiele: Licht schaltet sich automatisch ein, sobald du ein Zimmer oder den Flur betrittst. Es schaltet sich ab, wenn sich garantiert niemand mehr im Raum befindet. Ein Präsenzsensor erkennt Personen im Raum: Ausschließlich dann wird das Heizungsthermostat aktiv.

Wann du ihn dringend brauchst: Ein Bewegungsmelder ist bei smartem Licht ein essenzieller Bestandteil des Smart Home.

Lichtsensor

Der Lichtsensor misst die Intensität des Umgebungslichts – meist durch Verwendung eines fotoelektrischen Effekts oder basierend auf dem Fotowiderstand. Je stärker das Licht, desto geringer ist der Widerstand – und genau dies kann man messen. Ein Lichtsensor wird oft mit einem Dämmerungssensor gleichgesetzt, dabei ist das Messen der Dämmerung eine Anwendungsmöglichkeit des Sensors. Einzeln gibt es Lichtsensoren höchstens für Bastler:innen zu kaufen, sie sind bei sofort einsatzbereiten Produkten vorwiegend Bestandteil eines Bewegungsmelders.

Anwendungsbeispiele: Lass bei starker Sonneneinstrahlung die Rollläden herunterfahren, um so die Räume kühl zu halten. Sobald das Licht nachlässt und die Dämmerung hereinbricht, schaltet sich die Außenbeleuchtung ein.

Wann du ihn dringend brauchst: Wenn ein Bewegungssensor nicht die gewünschten Effekte bei der Lichtsteuerung erzielt und die gemessene Temperatur nicht aussagekräftig genug ist, ob man die Rollläden hoch- oder herunterfahren soll.

Keine Sensoren: Schalter und Schaltsteckdosen

Sensoren helfen dabei, den Komfort im Smart Home zu erhöhen. Sie selbst dienen allerdings fast immer dem Messen. Schalter oder Taster sind dagegen Aktoren, können aber Sensoren sein, die den Zustand „gedrückt“ und „nicht gedrückt“ kennen. In jedem Fall sind sie Teil des intelligenten Zuhauses und unabdingbar, möchtest du deine Geräte nicht nur via Sprachsteuerung bedienen. Auch auf smarte Steckdosen möchten wir nicht verzichten.

Smarter Schalter

Erst einmal handelt es sich bei einem smarten Schalter um einen physischen Knopf, den du individuell belegst. Manche Lösungen verfügen über mehrere Tasten, einen Touchscreen oder einen Drehregler. Der Vorteil: Du bist nicht auf eine Smartphone-App oder einen Sprachassistenten angewiesen.

Schalter gibt es von vielen Herstellern. Hier wieder eine Lösung von TP-Link: Der Tapo S200B lässt sich individuell programmieren. (Foto: TP-Link)
Schalter gibt es von vielen Herstellern. Hier wieder eine Lösung von TP-Link: Der Tapo S200B lässt sich individuell programmieren. (Foto: TP-Link)

Anwendungsbeispiele: Schalte auf Knopfdruck Lampen ein, aktiviere die Alarmanlage oder stelle die Heizung ab.

Wann du ihn unbedingt brauchst: Unverzichtbar in jedem Smart Home.

Smarte (Energiemess-)Schaltsteckdose

Das Messen des Energieverbrauchs verlangt keinen Sensor, denn letztlich ist das eine simple Berechnung. Smarte Steckdosen mit einer entsprechenden Funktion erlauben nicht nur eine Überwachung des Stromverbrauchs, sondern sie ermöglichen auch die Steuerung elektrischer Geräte. Automatisierungen sind mit der zusätzlichen Auswertung von Sensordaten denkbar.

Gerade Schaltsteckdosen mit Wi-Fi sind heutzutage sehr preisgünstig. (Foto: TP-Link / Tapo)
Gerade Schaltsteckdosen mit Wi-Fi, zum Beispiel die Tapo P110, sind heutzutage sehr preisgünstig. (Foto: TP-Link / Tapo)

Anwendungsbeispiele: Misst ein Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor zu niedrige oder hohe Werte, schaltet sich ein Luftentfeuchter oder eine Infrarotheizung ein/aus. Schaltsteckdosen sind perfekt geeignet, um herkömmliche Geräte smart(er) zu machen.

Wann du sie dringend brauchst: Unverzichtbar in jedem Smart Home

Fazit: Welche Sensoren brauche ich im Smart Home?

Sicherlich existieren weitere Sensoren, die dir das Leben im Smart Home erleichtern wollen. In jedem Fall ist es sehr individuell, welche Sensoren du in deiner intelligenten Wohnung wirklich brauchst. Erfahrungsgemäß halten wir diese für am sinnvollsten, gerade zum Start:

  • Smarte Schaltsteckdose: Sorgt für das erste Aha-Erlebnis und ist mit Energieverbrauch-Messung vielseitig einsetzbar.
  • Smarter Schalter: Nicht alles muss und sollte automatisiert sein. Nutze programmierbare Schalter für Individualität und Flexibilität.
  • Bewegungssensor: Sinnvolle Einsatzgebiete sind Räume, durch die man nur schnell läuft (Flur). Hier kann ein Bewegungssensor besonders hilfreich sein, den Komfort zu steigern und Energie zu sparen.
  • Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor: Er liefert wichtige und für den Alltag relevante Informationen, mit denen man sofort etwas anfangen kann.

Du kannst dir sicher sein: Hast du die ersten Sensoren eingerichtet, folgen schnell weitere. Und damit verbunden sind zig neue Einsatzgebiete, Automatisierungen und „Spielereien“, die das Leben etwas angenehmer gestalten.

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