Mit WiFi-Sensing kannst du auch ohne Kamera Objekte im Raum erfassen. Künstliche Intelligenz analysiert, wo die WLAN-Strahlung zwischen Router und Empfangsgerät durch ein Objekt unterbrochen wird. Du brauchst also zukünftig nur noch einen Router, um einen Einbruch im Haus zu erkennen!
Wie funktioniert WiFi-Sensing?
WiFi-Sensing basiert auf einer Zusammenarbeit zwischen dem Router, der erfasst ob der das WLAN-Signal frei durch den Raum gelangt und einer KI, die aus den gesammelten Informationen Schlüsse zieht.
Neben dem Router benötigst du weitere WLAN-fähige Geräte wie Smart-Speaker, Fernseher, Tablets, Computer oder Smartphones. Befinden sich Menschen, Tiere oder Objekte zwischen dem Router und dem Endgerät, reflektieren oder absorbieren diese die WiFi-Strahlung. Das kann der Router erkennen und die KI verarbeitet diese Daten, um herauszufinden, um was es sich handeln könnte.
Was ist der Vorteil von WiFi-Sensing?
Du benötigst für viele Aufgaben im Bereich Smarthome zukünftig keine Kamera mehr, denn der Router kann so selbstständig erkennen, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Er kann also Einbrüche erkennen, bei Abwesenheit des Bewohners die Heizung herunterdrehen oder auch erkennen, ob jemand im Haus gestürzt ist.
Ein weiterer Vorteil ist der Datenschutz – WiFi-Sensing zeichnet keine Bilder oder Audios auf und kann keine Rückschlüsse darauf ziehen, welche Person sich im Raum bewegt. Nur dass sich eine oder mehrere Personen im Raum befinden. So „ahnt“ der Router eben auch, dass es sich um einen Einbrecher halten könnte, wenn eigentlich gerade keine Person in deiner Wohnung sein sollte.
Außerdem kann WiFi-Sensing im Gegensatz zu Kameras durch Wände und um die Ecke blicken!
Was brauchst du für WiFi-Sensing?
Du brauchst für WiFi-Sensing einen kompatiblen Router. Den möchte die Deutsche Telekom als eine der ersten bald auf den Markt bringen. Wann genau, hat sie allerdings auch auf dem Mobile World Congress Anfang März 2025 noch nicht verraten, es sollte allerdings noch 2025 der Fall sein.
Anschließend kannst du auch ohne eine Kamera dank WiFi-Sensing bewegungsbasierte Aktionen in deinem Smarthome auslösen. Einen Alarm starten, wenn der Router einen Einbruch erkennt, oder eine Person gestürzt sein könnte, die Lichter ausschalten und die Heizung herunterdrehen, wenn sich niemand mehr im Haus befindet oder dich darüber informieren lassen, dass dein Kind heimgekommen ist.
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Ist WiFi-Sensing gefährlich?
Nein, WiFi-Sensing ist nicht gefährlich. Natürlich kann die künstliche Intelligenz Fehler machen und Fehlinterpretationen liefern. Deswegen sollte die Technik niemals für sicherheitsrelevante Funktionen eingesetzt werden, wie die Haustüre zu öffnen. Aber das gilt für alle anderen Sensoren im Smarthomebereich ebenso – umso sicherheitskritischer die ausgeführte Aktion ist, desto präziser sollte der Sensor sein. Die Entscheidung, was aus den gesammelten Informationen folgt, sollte am Ende ein Mensch – du! – treffen.
Fazit
WiFi-Sensing wirkt wie eine überfällige Technologie – die WLAN-Strahlung ist sowieso schon im ganzen Haus. Die Informationen, die sich daraus ziehen lassen, wo Objekte die Strahlung unterbrechen, zu nutzen, um Bewegungsmuster zu erkennen, ist so einfach wie genial.
