Smart Home: Der Traum vom vernetzten Haus

Smart Home: Der Traum vom vernetzten Haus

Es ist so weit: Der jahrelange Traum vom vernetzten Haus wird Realität. Bekannte Hersteller für Haushaltsgeräte bieten ebenso Produkte und Konzepte wie junge dynamische Startups, um die gesamte Technik im Haushalt von zentraler Stelle aus zu verwalten – wenn es sein muss, auch von unterwegs.

Kürzlich erhielt der Autor dieser Zeilen Post aus Lettland: Ein dortiges Startup hat einen weiteren Baustein für die immer dichter werdende Mauer der Heimvernetzung gebacken und wollte ihm ein Testgerät anbieten. Das Konzept, das aus drei Komponenten besteht, erlaubt es, das Thermostat am Heizkörper gegen ein solches auszutauschen, das sich mit dem Smartphone ansteuern lässt. Wir sagten zu und erhielten wenige Wochen später das Starter Kit, bestehend aus einem Router, einer App und dem Austausch-Thermostat.

Wenn Pflanzen twittern

Als wir dieses in Augenschein nahmen, fiel der Schriftzug „Siemens“ ins Auge. Das kleine Startup hat sich Teile der Hardware beim großen Industrieausrüster eingekauft. Und es zeigte sich erneut, dass derzeit Groß und Klein unterwegs sind, um nach dem mobilen Internet den Trend der Connected Devices anzugehen: technische Geräte, die sich von überall aus steuern lassen.

Lösungen gibt es mittlerweile so zahlreich, dass man sich schwer tut, noch den Überblick zu behalten. Was darf es bitte sein? Das Licht per Smartphone ein- und ausschalten? Kein Problem mit Lösungen wie Belkin WeMo oder Brightup aus Hamburg. Freunden und Bekannten oder dem Klempner für einen Tag Zugang zur Wohnung gewähren? Möglich, mit intelligenten Türschlössern wie Lockitron. Die Pflanzen twittern lassen, wenn die Gießkanne mal wieder vorbei schauen sollte? Längst drin mit Gadgets wie Koubachi oder Parrot Flower Power.

Kaum noch etwas, was heute nicht smart ist. Wo sich einzelne Geräte nicht von Haus aus per Zigbee, Z-Wave oder DLNA vernetzen lassen, lassen sich diese mit WLAN-fähigen Steckdosen wie von Parce aus München nachrüsten. Mittlerweile steht in diesem Vernetzungstrend der Mensch im Mittelpunkt.

Vernetztes Haus, vernetzter Mensch

Nicht nur, dass es mit intelligenten Armbändern wie von Jawbone, Samsung, Sony oder Fitbit seine sportliche Leistung messen kann. Er kann auch seine Schlafqualität überwachen, sich morgens automatisch mit künstlichem Tageslicht wecken lassen oder auch – und hier wird es langsam ein wenig absurd – mit Hilfe von Gadgets überprüfen lassen, ob er genug trinkt, gesund isst oder sich fachmännisch die Zähne putzt. Zahnbürstenanbieter Oral-B stellte hier jüngst in Zusammenarbeit mit Braun eine Bluetooth-fähige Zahnbürste vor.

Doch auch Lebensbereiche, an die man hier gar nicht denkt, gehören zum Thema Heimvernetzung: wie schafft man es etwa, die Musik, die gerade im Wohnzimmer läuft, in die Küche zu übertragen? Oder das Programm auf dem Satelliten-Receiver vom Fernseher auf das Tablet zu streamen?

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