Philips Hue Essential im Test: Das sind die Unterschiede zu den „normalen“ Lampen

Günstiger – aber nicht wirklich schlechter: Mit Hue Essential ist der Einstieg ins smarte Lichtsystem von Signify preislich attraktiv, die Nachteile derweil gering, wie unser Praxistest zeigt.

Philips Hue Essential im Test: Das sind die Unterschiede zu den „normalen“ Lampen
Diverse Essential-Lampen sind bereits erhältlich. (Foto: Sven Wernicke)

Signify macht kein Geheimnis daraus: Philips Hue ist kostspielig. Doch Qualität hat ihren Preis. Das hat der Hersteller oft genug unter Beweis gestellt. Andererseits schlafen die Mitbewerber nicht und bieten längst billigere Alternativen. Mit der auf WLAN statt Zigbee aufbauenden Marke WiZ hat sogar Signify sogar einen eigen, nicht minder spannenden Konkurrenten geschaffen. Und jetzt führt das niederländische Unternehmen auch noch die Hue-Essential-Reihe ein.

Bei der musst du zwar einige Abstriche in Kauf nehmen, doch unser Test verdeutlichte schnell: Tragisch ist das nicht. Im Gegenteil: Du sparst gutes Geld, ohne dass du ständig etwas von den Nachteilen bemerkst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Herbst 2025 bietet Signify auch eine Essential-Reihe von Philips Hue an. Diese ist günstiger als die regulären Hue-Leuchten.
  • Gegenüber Philips Hue musst du einige Kompromisse bei der Essential-Serie eingehen.
  • Alles in allem gefällt die neue Budget-Serie, sie ist eine Empfehlung nicht nur für Einsteiger:innen .

Gemeinsamkeiten von Hue Essential & Philips Hue

Wichtigste Gemeinsamkeit ist sicherlich, dass Hue Essential vollständig mit Philips Hue kompatibel ist. Du brauchst also keine neue Hue Bridge oder anderes Zubehör. Hue Essential fügt sich nahtlos in den Hue-Kosmos ein, du fügst sämtliche Leuchten (wie gewohnt) in der Hue-App hinzu und steuerst diese via Smartphone, zusätzlich erhältlichen Schaltern oder Sprache.

Hue Essential bekommst du günstig in verschiedenen Bundles, unter anderem mit Hue Bridge. (Foto: Sven Wernicke)
Hue Essential bekommst du günstig in verschiedenen Bundles, unter anderem mit Hue Bridge. (Foto: Sven Wernicke)

Hue Essential und die „normalen“ Hue-Lampen unterstützen gleichermaßen Zigbee, Bluetooth (sofern nicht anders angegeben) und den neuen Smart-Home-Standard Matter. Out of the Box setzt die Budget-Reihe ebenso auf Google Home, Apple Home, Alexa und Samsung Smartthings. Der grundlegende Funktionsumfang ist also identisch.

Das ist dahingehend wichtig, dass du zum Beispiel deine vorhandene Hue-Installation zu Hause problemlos mit Hue Essential erweitern kannst. Zudem bist du in der Lage, zu Beginn mit einem Essential-Starterpaket loszulegen und später dein Setup daheim mit regulären Hue-Leuchten auszubauen. Herzstück ist und bleibt eine Hue Bridge oder Hue Bridge Pro zur Steuerung des Lichtsystems.

Unterschiede zwischen Hue Essential & Philips Hue

Der im Vergleich zu Philips Hue niedrigere Preis hat… seinen Preis. Hue Essential besitzt einige Nachteile:

  • Dimmverhalten und minimale Helligkeit: Lampen der Essential-Serie lassen sich auf zirka 2 Prozent Helligkeit senken. Aktuelle Hue-Leuchtmittel sind mit bis zu 0,2 Prozent deutlich dunkler und eignen sich daher besser als Nachtlicht oder Beleuchtung im Schlafzimmer.
  • Lichtqualität & Farbumfang: Dank Chromasync-Technologie erhältst du bei Philips Hue kräftigere Farben sowie ein breiteres Weißspektrum (von sehr warm bis sehr kalt). Die Farbgenauigkeit ist bei Essential etwas reduziert, ebenfalls sind die Weißtöne mit ihren Abstufungen eingeschränkter.
  • Farbübergänge: Die Farbmischfunktion von Philips Hue ermöglicht dynamische Effekte durch attraktive Farbänderungen. Das ist auch bei Hue Essential der Fall, allerdings sind die Übergänge nicht so fein wie bei Hue. Die Farbmischungen und Übergänge sind vereinfacht.
  • Energieeffizienz: Abhängig von der Lampe ist die Energieeffizienz bei Philips Hue etwas besser. Die Hue A60 besitzt beispielsweise das Label D, die Essential A60 dagegen die F.
Es ist klar erkennbar, welche Lampen Essential sind. (Foto: Sven Wernicke)
Es ist klar erkennbar, welche Lampen Essential sind. (Foto: Sven Wernicke)

In der direkten Gegenüberstellung sind die Unterschiede deutlich zu erkennen:

Philips Hue EssentialPhilips Hue (Standard)
Weißspektrum: 2200–6500 K, Basis-WeißtöneWeißspektrum: 1000–20000 K, Vollspektrum-Tageslicht
Minimale Helligkeit: bis 2% dimmbarMinimale Helligkeit: bis 0,2% dimmbar
Maximale Helligkeit: 806 Lumen (E27)Maximale Helligkeit: 806, 1055, 1521 Lumen (E27)
Farbwiedergabe: „essentielle“ Farbqualität​Farbwiedergabe: Premium mit Chromasync für hohe Konsistenz
Preis: Deutlich günstiger, vor allem dank Value‑PacksPreis: kostspieliger, „Premium“-Positionierung

Gerade bei den Lampen mit E27-Fassung erinnern die Essential-Leuchtmittel an die ersten Generationen von Philips Hue. Vermutlich wird die „alte“ Technik hier also teilweise wiederverwendet.

Links eine ältere Hue-Generation, rechts eine Essential. Optisch kaum voneinander zu unterscheiden. (Foto: Sven Wernicke)
Links eine ältere Hue-Generation, rechts eine Essential. Optisch kaum voneinander zu unterscheiden. (Foto: Sven Wernicke)

Welche Lampen gibt es von Philips Hue Essential?

Seit dem Herbst 2025 verkauft Signify erste Produkte der Essential-Reihe, die Serie dürfte nach und nach wachsen. Im Dezember 2025 gesellten sich Lichtstreifen zum Portfolio hinzu.

Noch ist das Angebot überschaubar. Vermutlich kommen später weitee Lampen hinzu. (Foto: Sven Wernicke)
Noch ist das Angebot überschaubar. Vermutlich kommen später weitere Lampen hinzu. (Foto: Sven Wernicke)

Diese Lampen bzw. Value Packs gibt es:

  • Hue Essential A19 im Single-, Zweier-, Dreier- und Viererpack
  • Hue Essential GU10-Spot im Single-, Zweier-, Dreier- und Viererpack
  • Hue Essential Lightstrip mit 5 oder 10 Metern
  • Hue Essential Flex Lightstrip mit 5 oder 10 Metern
  • Hue Essential Starter-Set A19 mit Hue Bridge und zwei, drei oder vier Lampen
  • Hue Essential Starter-Set A19 mit Hue Bridge, zwei Lampen und Schalter
  • Hue Essential Starter-Set mit Dreierpack GU10, Dreierpack GU10 + Smart Button und Dreierpack GU10 + Schalter

Gegenüber den Standard-Hue-Lampen kannst du preislich 50 Prozent und mehr sparen – abhängig freilich vom favorisierten Set.

Hue Essential, Value Pack & Basis Starter-Sets

Signify macht’s Einsteiger:innen nicht ganz leicht, denn zum Launch von Hue Essential tummeln sich mehrere Begrifflichkeiten im Netz. So nennt der Hersteller Starterpakete mit Essential-Lampen und weiterem Zubehör Value Pack, genauso aber auch Basis Starter-Sets. Gemeint sind identische Produkte.

Value Pack steht unter anderem auf der Verpackung. Auffällig ist aber auch die Farbe: hellblau. (Foto: Sven Wernicke)
Value Pack steht unter anderem auf der Verpackung. Auffällig ist aber auch die Farbe: hellblau. (Foto: Sven Wernicke)

Du erkennst Lampen der Essential-Reihe sowohl an der deutlichen Aufschrift „Essential“, als auch am freundlichen, hellblauen Packungsdesign. Die schwarz-lilafarbenen Packungen bleiben den Premium-Hue-Produkten von Signify vorbehalten.

Hue Essential Starter-Set A19 & GU10-Spot ausprobiert

Zum Ausprobieren von Hue Essential standen uns ein Hue Essential GU10 Spot und ein Hue Essential Value Pack mit vier E27-Lampen sowie einer Hue Bridge zur Verfügung.

Es mag wenig überraschend sein, aber auch die Essential-Leuchtmittel hinterlassen einen wertigen Eindruck – wie man es von Signify erwartet. Die Einrichtung erfolgt auf identische Weise wie bei jeder anderen Hue-Lampe, das System erkennt diese als eine „Essential“. Abhängig von den Fähigkeiten der Leuchte wählst du Effekte, Szenen und gewünschte Farben sowie die Helligkeit aus.

Tatsächlich lassen sich die eingangs erwähnten Nachteile der Essential-Lampen feststellen: Dimmst du auf den niedrigsten Wert (die App gibt 1 Prozent an), ist sie eine Ecke heller als eine herkömmliche Hue-Lampe. Ferner fällt auf, dass die klaren Rot-, Grün- und Blautöne sehr ansehnlich sind. Beim Mischen der Farben dominiert dagegen stets eine der Grundfarben: Bei Orange überwiegt Rot, bei Gelb Rot oder Grün. Das ist keineswegs tragisch, die Farbverläufe sind aber ganz klar nicht allzu flüssig.

Kaum zu fotografieren: Die Farben sind gut, aber nicht ganz so facettenreich wie bei den bisherigen Hue-Lampen. (Foto: Sven Wernicke)
Kaum zu fotografieren: Die Farben sind gut, aber nicht ganz so facettenreich wie bei den bisherigen Hue-Lampen. (Foto: Sven Wernicke)

Bei der Helligkeit gibt’s wiederum nichts zu nörgeln, denn mit 806 Lumen (E27) bzw. 345 Lumen (GU10) bewegen sich die von uns getesteten Essentials im Standard-Bereich. Sie decken auch das am häufigsten genutzte weiße Lichtspektrum ab, ein natürliches Warmweiß kannst du also problemlos einstellen. Es mag schon sein, dass die Premium-Hue-Lampen hier ein größeres Spektrum abdecken, doch an vielen Stellen ist das schlicht irrelevant.

Was uns besonders zusagt: Auch wenn die Essential-Lampen viel preiswerter sind, musst du auf keine Kernfunktionen verzichten. Klar, die Farbbrillanz fehlt, doch im alltäglichen Einsatz können sie überzeugen. Wir reden hier letztlich über normale, wenn auch etwas einfacher ausgestattete Hue-Lampen.

Fazit: Für viele Räume ausreichend

Benötigst du im Flur, in der Abstellkammer oder in anderen weniger genutzten Räumen smartes Licht und vorzugsweise Philips Hue, dann bist du perfekt mit den Essential-Lampen beraten. Sie bieten einerseits den gewohnten Komfort von Hue, genügend Licht und sogar Farbe, aber zugleich sind sie viel günstiger. Natürlich musst du die Kompromisse akzeptieren, gerade bezogen auf Farbbrillanz, minimale Helligkeit (Stichwort Nachtlicht) und ggf. maximale Helligkeit. Doch das ist zweitrangig, wenn es Orte in deiner Wohnung gibt, bei denen bestmögliches Licht und Farbspielereien unnötig oder „Perlen vor die Säue“ sind.

Die Hue-Essential-Reihe verdient sich eine Empfehlung. (Foto: Sven Wernicke)
Die Hue-Essential-Reihe verdient sich eine Empfehlung. (Foto: Sven Wernicke)

Unserer Auffassung nach sind die Hue Essentials eine sinnvolle Bereicherung für all diejenigen, die ihre eigenen Ansprüche und Vorstellungen genau kennen. Die Premium-Lampen mit Chromasync und Co. fühlen sich im Wohnzimmer sicherlich am wohlsten. Für Korridor, Keller, Dachboden und andere Nebenräume reichen die Essentials vollkommen. Du wirst mit ihnen nie das Gefühl haben, qualitativ schlechte Produkte zu nutzen. Und trotzdem lässt sich mit ihnen viel Geld sparen.

Aber auch für Einsteiger:innen, die zu Beginn nicht zu viele Euro in ihr künftiges Smart Home investieren können oder wollen, lohnt sich ein Value Pack mit ein paar Essential-Lampen und einer Hue Bridge. Mit einem solchen Starterset bist du bestens beraten.

Unsere Bewertung
  • Vollständig mit Philips Hue kompatibel
  • Alle Komfort-Funktionen von Philips Hue
  • Wichtige Standards Zigbee, Bluetooth und Matter
  • Deutlich günstigere Sets erhältlich
  • Geringere Farbintensität und kleineres Weißspektrum
  • Nur bis 2% dimmbar

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