Beim ersten Einschalten siehst du bereits, dass der Hue Omniglow etwas Besonderes ist: Du kannst einzelne LEDs nicht mehr auf Anhieb erkennen, die typischen Lichtpunkte gehören der Vergangenheit an. Stattdessen erwartet dich ein durchgehend und einheitlich leuchtendes Lichtband. Statt den Lightstrip hinter Möbeln oder an anderen Orten zu „verstecken“, kannst du den Omniglow öffentlich zeigen und ihn theoretisch als Alternative zu einer regulären Lampe verwenden. Praktisch finden sich gewiss passendere Einsatzgebiete.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt:
Das ist der Hue Omniglow Lightstrip
Erstmals bei den Lightstrips von Signify kommt beim Omniglow die sogenannte CSP-Technologie zum Einsatz. Mit Chip-Scale-Packaging ist letztlich die hohe LED-Dichte von 840 LEDs pro Meter gemeint. Diese verbergen sich unter einer lichtstreuenden Hülle (Diffuser), was im Gesamten zu einer gleichmäßigen Beleuchtung führt.

Da der Omniglow neben Zigbee auch über Bluetooth verfügt, benötigst du nicht zwingend eine Hue Bridge oder Hue Bridge Pro. Praktischer ist diese schon, um den vollen Funktionsumfang zu erhalten.
Gewissermaßen löst der Omniglow den Hue Ambiance Gradient Lightstrip ab, der bisher die Oberklasse der Hue-Lichtstreifen darstellte. Der wirkt mit seinen 144 LEDs pro Meter und maximal 1800 Lumen einerseits etwas antiquiert. Andererseits ist er dafür dünner und schmaler als der Omniglow. Der wiederum kommt auf bis zu 4500 Lumen.
Vergleich: Hue Omniglow vs. Hue Ambiance Gradient
| Hue OmniGlow | Hue Ambiance Gradient |
| LED-Dichte pro Meter: 840 LEDs | LED-Dichte pro Meter: 144 LEDs |
| Maximale Helligkeit: 4500 Lumen | Maximale Helligkeit: 1800 Lumen |
| Anpassen: nicht verlängerbar, zuschneidbar | Anpassen: verlängerbar bis 10 Meter, nicht zuschneidbar |
| Maße: 17 x 8,5 mm | Maße: 15 x 5,5 mm |
Zwar kannst du den Omniglow alle 12,5 Zentimeter abschneiden und damit kürzen, doch abgetrennte Teile lassen sich nicht wiederverwenden. Das ist beim günstigeren Hue Flux Lightstrip flexibler gelöst.
Den Hue Omniglow nutzt du für indirekte und direkte Beleuchtung gleichermaßen. Bereits ab 5 Meter Länge liegt der Energieverbrauch bei bis zu 60 Watt – bei maximaler Helligkeit. Doch es zeigt auch, dass das Lichtband wirklich sehr intensiv leuchten kann. Das macht den Omniglow praktisch, zum Beispiel in Arbeitsbereichen oder in der Küche. Bedenken solltest du aber, dass der Farbwiedergabeindex (CRI) bei 80 liegt, das Licht also in manchen Fällen hohen Anforderungen nicht gerecht werden könnte.
Welche Modelle vom Hue Omniglow Lightstrip gibt es?
Da sich der Omniglow nicht erweitern lässt, bietet Signify drei Varianten des Lightstips an. Die längeren sind dank eines stärkeren Netzteils auch zu höheren Lumen-Werten fähig.
Diese Modelle sind erhältlich:
- Hue Omniglow Lightstrip mit 10 Meter Länge (4500 Lumen)
- Hue Omniglow Lightstrip mit 5 m Länge (4500 Lumen)
- Hue Omniglow Lightstrip mit 3 m Länge (2700 Lumen)
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Montage, Einrichtung und Eigenheiten
Uns steht für den Test der 5 Meter lange Omniglow zur Verfügung, der sich genauso einfach einrichten lässt wie andere Hue-Lampen. Scanne den QR-Code auf dem mitgelieferten Controller in der Hue-App ein, kurze Zeit später ist der Lichtstreifen einsatzbereit. Unkomplizierter geht’s wirklich kaum.

Anspruchsvoller ist zweifelsohne die Montage, gerade bei längeren Versionen des Omniglow. Denn Ziel dürfte es fast immer sein, den Lightstrip möglichst gerade anzubringen. Da dieses Leuchtband breiter ist als zum Beispiel der Hue Flux, hält die Kleberückseite auch besser. Aber auch hier verzichtet Signify auf 3M-Festigkeit.
Solltest du den Omniglow kürzen wollen, findest du entsprechende Markierungen nach dem Abziehen der Klebestreifen-Folie. Aufgrund der Dicke des Lightstrips empfehlen wir, eine scharfe und etwas größere Schere zu verwenden.

Bedenken musst du außerdem, dass die Kabellänge zwischen Controller und Omniglow recht gering ausfällt und das Netzteil ziemlich wuchtig ist. Der Controller ist derweil ein kleines, weißes Kästchen, das sich – überraschend – mit 3M-Klebeband anbringen lässt. Bei der Installation in deiner Wohnung ist es daher wichtig, dass du diese „Eigenheiten“ berücksichtigst und die Komponenten gut verstecken kannst. Folglich ist es unpraktisch, den Omniglow direkt an die Decke zu kleben, da zwangsläufig ein Kabel an der Wand runterhängen würde.
Hue Omniglow im Praxistest
Der Omniglow ist der Premium-Lightstrip des Herstellers. Und das merkst du von Anfang an. Allein die Lichtintensität ist fantastisch, durch die lichtdurchlässige Hülle entsteht ein sensationell schöner Farbverlauf. Und das in deiner Wohnung. Vor allem an geraden Wänden oder unterhalb der Decke lässt sich so ein tolles Licht installieren, das vielleicht nicht unbedingt eine reguläre Lampe ersetzt, dafür aber für eine gelungene Stimmung sorgt. Eben weil das Lichtband direkt zu sehen ist. Ja, der Omniglow ist ein echter Blickfang.

Letztlich ist es natürlich dir überlassen, wie du den Omniglow verwenden möchtest. Auch hinter dem Schrank, der Couch oder als Licht für die Arbeitsfläche in der Küche ist der Highend-Lightstrip wie gemacht. In schmaleren Fluren kann er auch problemlos eine direkte Beleuchtung ersetzen, im Wohnzimmer ist er perfektes Stimmungslicht.
Wie es sich für ein hochwertiges Hue-Produkt gehört, greifst du auch beim Omniglow auf eine Vielzahl an Funktionen zurück. Dynamische Szenen sehen hier besonders schön aus, hinzu gesellen sich zig Effekte und Individualisierungsmöglichkeiten. Optionen zur Synchronisation (Audio, Gaming, TV-Inhalte..) und Automatisierungen sind selbstverständlich. Steuerst du den Strip nur über Bluetooth, gibt’s typischerweise weniger „Spielereien“, die aber auch für den Alltag genügen können. Vor allem, wenn du keine komplexe Smart-Home-Konfiguration benötigst.
Klasse ist auch die Minimaldimmbarkeit (0,2 Prozent), sodass sich der Omniglow trotz seiner intensiven Farben auch als Nachtlicht eignet.
Aber: Sobald du etwas mehr von dem Lightstrip abgeschnitten hast, bedauerst du dies. Eben weil du entfernte Stücke nicht wiederverwenden kannst. Auch gibt’s bisher keine 90°-Verbinder. Wie es besser geht, zeigt der günstigere Hue Flux.
Für manche nicht irrelevant ist der erstaunlich hohe Energieverbrauch, was freilich an der hohen Anzahl an LEDs liegt. Mit Energieeffizienzklasse G und bis zu 60 Watt (Volllast) sind wir beim Omniglow recht weit weg von sparsam. Andererseits nutzt vermutlich niemand dauerhaft die höchste Helligkeitsstufe.
Fazit: Der schönste Lichtstreifen
Machen wir’s kurz: Der Hue Omniglow Lightstrip ist das mit Abstand schönste Lichtband von Signify. Durch die CSP-Technologie erhältst du unglaublich schöne, intensive und zugleich natürliche Farben, die dich immer wieder begeistern werden. Beeindruckend!

Ein paar Schattenseiten sollten dir aber bewusst sein: Der Omniglow ist sehr kostspielig, auch wenn er unserer Auffassung nach jeden Cent wert ist. Schade wiederum ist, dass sich der Lightstrip nicht ganz so flexibel verlegen lässt wie der Hue Flux. Du solltest dir also vorab im Klaren darüber sein, wie und wo du den Omniglow installieren möchtest. Geht für dich auch der Energieverbrauch klar, dann spricht eigentlich nichts mehr gegen den Omniglow. Du wirst ihn lieben. Versprochen!
- Grandioses Licht
- Auch für direkte Beleuchtung geeignet
- Abgeschnittene Stücke nicht mehr nutzbar
- Sehr kostspielig

Nicht das Licht muß gut aussehen, sondern alles im Licht!
Ra oder CRI werden nicht genannt. Ab 92 und höher kann man von wirklich gutem Licht sprechen.
Danke für den Hinweis, ich füge dies im Text hinzu. Der CRI-Wert liegt bei der Lampe bei 80, was aber nicht als schlecht zu sehen ist. Wir reden hier schließlich über eine Ambient-Leuchte für gemütliches Licht, nicht über eine vollwertige Wohnraumbeleuchtung. Das erwähne ich auch im Text. Du hast natürlich vollkommen recht – ein hoher CRI-Wert ist besser, nur aber auch nicht für alle gleichermaßen nötig/gewünscht.