Die Smart-Home-Revolution lässt erst einmal noch auf sich warten. Google hat heute angekündigt, dass der natürliche Sprachassistent Gemini in zwei Versionen auch auf Nest- und Home-Geräte kommen soll. Erste Beta-Tests sollen damit in den kommenden Wochen starten.
Der neue Sprachlautsprecher Google Home Speaker wird allerdings nicht vor dem Frühjahr 2026 auf den Markt kommen. Nicht viel besser sieht es bei Amazon und Alexa+ aus. Die KI-Revolution im Wohnzimmer ist erst einmal vertagt:
Eine Geschichte von zwei Geminis
Für ihn wird es dann zwei verschiedene Gemini-Sprachmodelle geben:
- Gemini for Home mit Kontexterkennung als Ersatz für den Google Assistant
- Gemini Live (nur im Abo erhältlich) für natürliche Gespräche
Was Google beschreibt, wirkt Gemini for Home wie ein etwas aufgemöbelter Assistant. Er versteht Kontext ohne Wakewords, erlaubt aber keine derart natürlichen Gespräche, wie wir sie von der ChatGPT-App und auch der Gemini-App auf dem Smartphone längst kennen.
Das wäre dann Aufgabe von Gemini Live, was aber kostenpflichtig werden soll. Bisher nennt Google erst Preise für Gemini Live in den USA: 10 US-Dollar im Monat oder 100 Dollar im Jahr (entfällt, wenn du bereits ein Gemini-Abo hast).
In der offiziellen Meldung zur neuen Nest-Offensive auf dem Deutschen Google-Blog The Keyword ist übrigens vom Google Home Speaker so gut wie keine Rede – was nicht gerade euphorisch stimmt. Immerhin heißt es in der englischsprachigen Originalmeldung, dass der Google Home Speaker auch nach Deutschland kommen solle. Ein Preis für den heimischen Markt ist noch nicht bekannt; in den USA soll er 99 Dollar kosten.
Das kann der neue Google Home Speaker
Was über den Google Home Speaker ansonsten bisher bekannt ist:
- Er kommt in vier möglichen Farben: Porcelain, Hazel, Jade und Berry
- Besteht teilweise aus nachhaltigen Materialien, aus 3D-gefertigtem Webstoff
- Ein neuer Lichtring am Boden des Geräts soll die Interaktion verbessern, etwa auch simulieren, wenn der Speaker zuhört, nachdenkt oder antwortet.
- 360-Grad-Audio ist drin, laut Google „ausbalanciert“, um in jeder Ecke eines Raumes gleich zu klingen.
- Der Speaker lässt sich mit einem weiteren Home/Nest-Smart Speaker sowie mit einem Google TV Streamer zu Surround-Sound oder einem Heimkino vereinen.
- Mit einem Schalter lässt sich das Mikrofon auf Wunsch abschalten, wie schon bei anderen Nest/Home-Speakern.

Google erfindet den Smart Speaker hier also nicht neu, entwickelt ihn aber geschickt weiter. Warum das nun so lange dauert, bis er auf den Markt kommt, ist erst einmal unklar.
Auffällig ist auch die Umbenennung. Die letzte Generation hieß noch „Google Nest“, nun kehrt Google zurück zur Bezeichnung „Google Home“, wie auch die ersten Smart Speaker des Webriesen schon hießen.
Neue Nest Cams schon früher verfügbar
Google hat außerdem zwei neue Nest Cams vorgestellt: die die Nest Cam Indoor (3. Generation) und die Nest Cam Outdoor (2. Generation). Diese nutzen auch KI zur Bilderkennung und sollen schon bald verfügbar werden.

Gemini for Home und Gemini live kommen allerdings auch für diese Geräte erst später: in Deutschland im Frühjahr 2026.
Fast zeitgleich hat auch Amazon in dieser Woche neue smarte Echo-Speaker vorgestellt. Doch auch hier kommt der Assistent Alexa+, der natürliche Sprache unterstützen soll, erst später.