Demgo Smart Home LED: Smartes Lampensystem für die Wohnung im Test

Die Wohnung einfach etwas smarter gestalten – ein Wunsch, der gerade heutzutage bei vielen Menschen aufkommt. Die vermutlich einfachste Lösung, die eigenen vier Wände oder die Mietwohnung „umzuristen“, ist der Wechsel der Glühlampen und Tausch dieser durch moderne Varianten. Ein praktische Lösung hat das junge Unternehmen Demgo parat. Das hauseigene Smart Home LED-Set möchte den Einstieg in die Welt von Smart Home simpel gestalten. Wir haben die Lösung ausprobiert.

Einstieg mit Hürden

Die Grundiee ist in der Tat sofort verstanden: Das Paket enthält drei E27-Leuchtmittel mit 9 Watt, was klassischen 60-Watt-Glühlampen entspricht. Ebenfalls findet man in der ansprechenden Verpackung eine Fernbedienung und einen Wireless Hub. Das ist sozusagen die Steuerzentrale für die drei Leuchten. Diese verbindet man mit dem eigenen Router über ein herkömmliches LAN-Kabel. Ärgerlich hierbei: Weder dieses Kabel, noch ein USB-Netzteil, das für den Hub benötigt wird, liegt dem Lieferumfang bei und muss ggf. separat erworben werden. Ist diese Hürde genommen, hält man sich am besten an die ausführliche Anleitung. Diese erläutert das Verbinden der Leuchtkörper mit der Funkstation, die Einrichtung der App für iOS (ab iOS7) oder Android (ab Version 4.0) und die Verwaltung der Lampen sowie die Steuerung dieser.

Das ist drin. (Foto: Sven Wernicke)

Das ist drin. (Foto: Sven Wernicke)

Im Großen und Ganzen könnte das alles unkompliziert funktionieren, gäbe es nicht einige Schwierigkeiten. Gerade das Hinzufügen der einzelnen Lampen ist irritierend beschrieben, muss man hier für die „Anmeldung“ am Hub bzw. in der App eine ganz bestimmte Reihenfolge beachten, bei der der Strom abgeschaltet und eingeschaltet wird. Besonders komfortabel ist das nicht.

Weitere Kleinigkeiten

Gewöhnungsbedürftig ist das Anlegen von Gruppen bzw. das Zuordnen der Lampen in diesen: Beispielsweise kann man zwei LEDs für das Wohnzimmer auswählen, eine andere für den Flur und so weiter. Dank der App dürfen diese Lampen unabhängig voneinander angesteuert werden, ein Timer schaltet diese auf Wunsch ein und aus – wann und wo man möchte. Dennoch ist die Software für Smartphone und Tablet eher zweckmäßig gehalten und gibt nicht so recht Aufschluss darüber, welche LED nun zu welchem Zimmer gehört. Im Gegensatz zu Philips‘ Hue beschränkt sich das Demgo Smart Home LED-System auf die nötigsten Elemente und verzichtet auf „Spielereien“. Man kann zum einen den Weißton mit Helligkeit und Farbtemperatur einstellen (kaltes Weiß bis hin zu einem angenehmen, warmen Gelb). Zum anderen darf man die RGB-Töne in einem Farbkreis den eigenen Vorstellungen anpassen – mehr im Grunde genommen nicht. Spezielle Modi wie „Sonnenaufgang“ oder „Lesen“ gibt’s hier nicht. Bedauerlich ist, dass die Farbtöne nicht nach dem Ausschalten der Lampen gespeichert werden.

LED, Bridge und Fernbedienung. (Foto: Sven Wernicke)

LED, Bridge und Fernbedienung. (Foto: Sven Wernicke)

Die beiliegende Fernbedienung ist an und für sich nicht der Rede wert. Sie erfüllt ihren Zweck, beispielsweise kann man so Leuchten einschalten oder die Helligkeit regeln. Das Farbrad dagegen kann nicht vernünftig benutzt werden. Zur Remote wird man also vermutlich nur greifen, wenn die App nicht mehr funktioniert. Beispielsweise, wenn der Router ausfällt oder der Akku des Tablets leer ist.

Im Alltag

Trotz kleinerer Komfortprobleme, die gerade bezogen auf die App durch spätere Updates behoben werden könnten, funktioniert das Smart Home LED-System von Demgo gut. Im Alltag wird man gerne mal die Wohn-Atmosphäre durch eine andere Farbe der Lampen verändern wollen. Und zugleich reden wir hier über stromsparende Lampen mit A+-Energie-Effizienz, die dank RGB-LEDs in der Lage sind, gewöhnliche Glühlampen oder Halogen-Leuchten zu ersetzen. Zwar wirken die Farben abseits von Weiß und Gelb relativ dunkel, dies ist allerdings technisch bedingt.

Äußerlich eine normale LED. (Foto: Sven Wernicke)

Äußerlich eine normale LED. (Foto: Sven Wernicke)

Unserer Meinung nach überflüssig sind die verbauten LEDs in der Bridge, die pausenlos leuchten und damit – wenn auch wenig – Energie verbrauchen. Zu Beginn mögen diese sinnvoll sein, im tagtäglichen Gebrauch dagegen verschwindet die Bridge irgendwo hinter dem Router und wird vergessen.

Abgesehen davon erledigen die LEDs zu voller Zufriedenheit ihren Dienst, erzeugen stimmige Farben (3000-6000K), sind sehr schnell eingeschaltet und auf einen Betrieb von 50.000 Stunden ausgelegt. Auch wenn man die App oder die Remote längere Zeit nicht nutzt, kann man die Leuchten wie normale LEDs einsetzen – gut so!

Fazit: Solide Lösung

Möchte man seine Wohnung oder das eigene Haus mit LEDs ausstatten und liebäugelt mit Smartphone-Steuerung, kommt Smart Home LED von Demgo ins Spiel. Das Standard-Paket verfügt über drei LEDs, weitere lassen sich unkompliziert hinzufügen, sodass alle Räume versorgt und individuell angesteuert werden können. Sicherlich könnte der Komfort gerade bei der Einrichtung und der App-Steuerung erhöht werden, andererseits verzichtet Demgo auf unnötigen Schnickschnack. Belohnt wird man hier vor allem mit einem deutlich niedrigeren Preis als bei der Konkurrenz von Philips: Derzeit zahlt man für den Start rund 150 Euro (drei LEDs, Bridge, Fernbedienung), weitere passende LEDs liegen bei etwas über 30 Euro. Vor allem dann, möchte man beispielsweise zehn oder mehr Leuchten nutzen, spart man sehr viel Geld und bekommt hierfür ein solides Produkt, das sich gut für die „Umrüstung“ der eigenen vier Wände eignet.

Weitere Details finden Sie auf der offiziellen Webseite. Demgo plant, weitere LED-Produkte wie LED Stripes in den kommenden Monaten anzubieten. Das Portfolio wird also um weitere Elemente erweitert.

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