Amazon geht mit vielsagenden neuen Produkten in den Herbst. Darunter:
- Echo Studio: Großer Sprachlautsprecher mit 3D-Sound und Dolby Atmos
- Echo Dot Max: Verbesserter Klang im mittelgroßen Echo
- Echo Show 8 und 11: Smarte Displaye mit Spatial Audio
- Fire TV Stick 4K Select: Smart TV Stick mit neuem Betriebssystem Vega
- Fire TV Omni QLED-Serie: Neue QLED-Fernseher mit mehr Dimmzonen
- Fire TV 4- und 2-Serie: TV-Geräte mit Bewegungserkennung und Kunstgalerie
- Neue Kindle-Scribe-Serie: Beschreibbare Ebook-Tablets, leichter und schneller
- Neue Ring- und Blink-Überwachungskameras mit KI-Bewegungserkennung
Und so interessant viele der Funktionen im Einzelnen klingen. Eine große Enttäuschung gibt es auch: Alexa+ wird in Deutschland auf den neuen Echo- und Fire-Geräten fehlen. Und das bis auf unbestimmte Zeit. Nicht viel besser sieht es bei Google und dem Startdatum für den Home Speaker aus (2026). Die KI-Revolution im Wohnzimmer ist erst einmal vertagt:
Vorerst kein Alexa+ in Deutschland
Amazon hatte Alexa+ bereits im Frühjahr vorgestellt und bei der Gelegenheit angekündigt, dass Alexa+ auch auf vielen älteren Echos laufen soll. Allerdings kämpft der Dienst, der ChatGPT-ähnliche Unterhaltungen erlauben soll, noch mit Herausforderungen. Ungenaue und uneinheitliche Antworten, Schwierigkeiten bei der Verarbeitung komplexer Sprache und der Integration von KI-Funktionen in die bestehende Alexa-Architektur sollen einige der Gründe sein. Für Deutschland und die EU kommen zudem regulatorische Herausforderungen hinzu, die auch den Datenschutz betreffen.
Alexa+ soll auch irgendwann in Deutschland erscheinen, das verspricht Amazon mit der Aussage, Alexa+ werde schrittweise „in allen Ländern ausgerollt, in denen Alexa heute verfügbar ist“. Wann das sein wird, ist unklar. Ich rechne auf jeden Fall für 2025 nicht mehr damit.
Echo Studio

Der neue große Sprachlautsprecher fürs Wohnzimmer bietet Dolby Atmos und 3D-Sound mit Omnisense (passt sich dem Raum an, in dem er steht). Der AZ3-Pro-Chip soll für noch leistungsstärkere Performance sorgen. Dazu ist der Echo Studio Smart-Home-Zentrale.
Echo Dot Max

Der Echo Dot Max bildet die mittlere Größe der Echo-Sprachlautsprecher. Er sieht wie der kleine Bruder des Echo Studio aus, erhält ebenfalls Omnisense und den AZ3-Pro-Chip, muss aber ohne Dolby Atmos auskommen.
Echo Show 11 (neueste Generation)

Sprachlautsprecher und -display mit 11-Zoll-Touchscreen in Full-HD-Auflösung. Ebenfalls mit dem AZ3-Pro-Chip, Smart-Home-Hub, räumlicher Klang, 13-MP-Selfiekamera, digitaler Bilderrahmen und Videotelefonie-fähig.
Echo Show 8 (neueste Generation)

Sprachlautsprecher und -display mit 8,7-Zoll-Touchscreen und HD-Display. Mit AZ3-Pro-Chip, Smart-Home-Hub, 3D-Sound und 13-MP-Selfie-Kamera. Ist wie sein größerer Bruder Videotelefonie-fähig und kann bei Nichtbenutzung als digitaler Bilderrahmen dienen.
Fire TV Stick 4K Select

Amazons erster Fire-TV-Stick mit dem neuen Betriebssystem Vega soll schneller sein als das Android-basierte Fire OS. Der Stick arbeitet mit Web-Apps, einem Quadcore-Prozessor (1,7 GHz) und bietet 8 GB Speicherplatz. Kompatibel sein soll der Stick auch mit Cloud-Gaming wie Amazon Luna und Xbox Game Pass Ultimate.
Fire TV Omni QLED

Mehr Dimmingzonen für Amazons neuen QLED-Fernseher in 50, 55, 65 oder 75 Zoll. Hier kommt statt Vega Fire OS zum Einsatz. Dazu Dolby Vision, HDR10+ Adaptive und ein neuer Quadcore-Prozessor. Alexa (und irgendwann dann auch Alexa+) soll sich ohne Fernbedienung nutzen lassen. Ein Bewegungsmelder erkennt, wenn du im Raum bist und dir etwas anschauen möchtest. Ambient TV ist Amazons Antwort auf Samsungs The Frame: Das TV-Gerät wird auf Wunsch zum Kunstwerk.
Fire TV 4-Serie

Amazons gehobene TV-Einstiegsklasse mit LED und 4K Ultra HD in 43, 50 oder 55 Zoll. Dazu HDR10+, Ambient TV, Bewegungserkennung und neuer Quadcore-Prozessor. Alexa gibt es weiterhin über die Sprachfernbedienung.
Fire TV 2-Serie

Amazons Einstiegsklasse mit LED und HD/Full HD in 32 oder 40 Zoll. Hier ist es HDR10, Ambient TV und den neuen Quadcore-Prozessor. Alexa über die Sprachfernbedienung. Ein Bewegungsmelder und die Ambient-TV-Kunstgalerie sind auch an Bord.
Kindle Scribe Colorsoft

Amazons beschreibbarer E-Book-Reader für Skizzen und Notizen jetzt auch in Farbe. 11-Zoll-Display, Frontlicht, integriertes Notizbuch, KI-Tools und -Suche. Erhältlich in den Farben Feige oder Graphit mit 32 oder 64 GB Speicher. Laut Amazon mit wochenlanger Akkulaufzeit auch im Notiz-Modus.
Kindle Scribe (neueste Generation)

Der beschreibbare E-Book-Reader Kindle Scribe kommt in zwei Versionen mit oder ohne Frontlicht. Er ist 11 Zoll groß und laut Amazon dünner, leichter und schneller als sein Vorgänger. Auch hier laut Amazon „wochenlanges Lese- und Schreibevergnügen“ mit einer Akkulaufzeit. Versionen in 32 oder 64 GB. Ein Stift ist im Lieferumfang enthalten.
Fazit
Nichts bahnbrechend Neues, aber ein schönes Update des Line-ups, das Amazon hier vorstellt. Spannend klingen die Fire-TV-Geräte mit Bewegungsmeldung und Alexa ohne Sprachfernbedienung.
Richtig interessant wird das alles natürlich erst mit Alexa+. Bis der neue Sprachassistent mit verbesserter LLM-KI kommt, bleibt das „alte“ Alexa an Bord der Geräte.
Bilder: Amazon
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