Windows 10: Das bringt das Mega-Upgrade auf Version 1511

Windows 10: Das bringt das Mega-Upgrade auf Version 1511

Microsoft ist emsig damit beschäftigt, Windows 10 mit neuen Funktionen und Elementen auszustatten. Das neueste Update aktualisiert das Betriebssystem auf Version 1511. Und dieses bringt einige Features mit, die ihr bei näherer Betrachtung durchaus gebrauchen könntet.

Neuinstallation mit altem Schlüssel

Bereits vor einem Monat angedeutet, bringt Version 1511 einen spannenden Vorteil mit: Jetzt werden auch Lizenzschlüssel von Windows 7, Windows 8 und Windows 8.1 akzeptiert. Das bedeutet konkret: Ihr könnt beispielsweise beim Neukauf einer SSD oder HDD Windows 10 frisch installieren und mit einem „alten“ Key aktivieren. Auch das Einrichten von Dual-Boot-Systemen mit Windows 7 oder 8.1 sei so keine Schwierigkeit mehr. Und: Ihr müsst eben nicht mehr ein altes Windows aufspielen, um dann die einmalige Upgrade-Installation auf Windows 10 zu starten.

Die Neuinstallation ist mit einem alten Key, zum Beispiel von Windows 8.1, möglich.
Die Neuinstallation ist mit einem alten Key, zum Beispiel von Windows 8.1, möglich.

Für das Aufsetzen von Windows 10 empfiehlt sich das Media Creation Tool, das Microsoft zum Download anbietet. Der Redmonder Softwareriese fasst nun auch Home- und Pro- Edition quasi zusammen, abhängig vom Key erhaltet ihr die eine oder andere Version des OS.

Optische Neuerungen und mehr

Keine Sorge übrigens: Bei Windows 10 Version 1511 erkennt ihr auf den ersten Blick keine gravierenden Unterschiede. Ihr müsst euch also nicht (schon wieder) umgewöhnen. Dennoch sind einige Anpassungen offensichtlich. Unter anderem lassen sich zwei nebeneinander angeordnete Fenster in ihrer Breite zusammen ändern. Außerdem betreffen individuelle Farb-Gestaltungen nun auch Taskleiste, Startmenü und andere Optionen. Das Startmenü dürft ihr, wenn ihr den Bedarf seht, in vier Kachelgruppen anzeigen lassen. Vorher waren es maximal drei. So erhaltet ihr ggf. mehr Platz und Übersicht.

Kleine optische Anpassungen.
Kleine optische Anpassungen.

Von Haus aus dabei ist jetzt die Web-Präsentations-Anwendung Sway, zusätzlich werden Entwickler-Funktionen optisch ansprechender dargestellt. Und sehr praktisch: Apps dürft ihr jetzt auch an anderen Stellen standardmäßig installieren, nicht nur auf Laufwerk C:. Vorhandene Anwendungen könnt ihr ferner auf andere Drives verschieben. Der Browser Edge ist nun flotter und sicherer, Cortana akzeptiert optional Schrifteingaben.

Nicht sichtbar: Sollte euer Computer unter Speichermangel leiden, werden ungenutzte RAM-Inhalte selbständig komprimiert. Das erhöht unter Umständen die Performance im regulären Betrieb.

Wie bekomme ich Version 1511?

Ist euer Windows 10 regulär installiert, bekommt ihr das Mega-Update 1511 wie gewohnt über die Aktualisierungsfunktion. Der Download ist umfangreicher, beachtet also, dass euer Computer nicht mit einem Funknetz (LTE, 3G – beispielweise unterwegs) kommuniziert. Das kann unter Umständen teuer werden. Da Komponenten von Windows 10 komplett erneuert werden, ist ein mehrfacher Neustart des Systems nötig. Auf unserem Surface dauerte die Installation rund 10 Minuten.

Seit dem 12. November 2015 wird Version 1511 ausgeliefert. Sollte euch dieses Upgrade noch nicht angezeigt werden, müsst ihr euch eventuell noch etwas gedulden – das ist ganz normal.

Generell verabschiedet sich Microsoft bei Windows 10 davon, Service-Packs oder dergleichen alle Jubeljahre zu veröffentlichen. Mit Versionsnummern und Typenbezeichnungen, die unter anderem an Ubuntu erinnern, möchte man in sehr regelmäßigen Abständen solche Upgrades anbieten, die Windows 10 weiter ausbauen und verbessern. Ob diese perspektivisch mal etwas kosten könnten – ähnlich wie die ausführlichen MacOS X-Aktualisierungen? Das kann man wohl aktuell noch nicht einschätzen. Es wäre aber durchaus eine Option, um auch langfristig mit ein und demselben Betriebssystem Geld zu verdienen.

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