Das Nokia N1. (Foto: Nokia)

Überraschung: Nokia stellt Android-Tablet N1 vor, ein iPad-Mini-Klon mit Android 5.0

Überraschender Schachzug: Nokia hat heute ein neues Tablet vorgestellt. Gemeint ist damit der finnische Teil von Nokia, der nicht von Microsoft übernommen wurde. Das Nokia N1 erinnert optisch stark an das Apple iPad mini, ist aber mit Android 5.0 Lollipop und dem eigenen Z-Launcher ausgestattet.

Nokia setzt dabei auf einen 64-bit-Atom-Chip von Intel mit einem Quadcore-Prozessor und 2,3 GHz. 2 GB RAM sind drin. Das Display misst 7,9 Zoll und verfügt über eine 2K-Auflösung (2048 x 1536 px) im Format 4:3; mit 6,9 Millimetern ist es angenehm dünn. Etwas mehr als 300 Gramm (318) bringt das N1 auf die Waage. Das N1 verfügt gleich über zwei Kameras mit 8 Megapixeln hinten und 5 Megapixeln vorne und nimmt Videos jeweils in Full HD auf. Das Tablet verfügt bereits über den neuen USB-Stecker Typ C, bei dem es keine Rolle mehr spielt, in welcher Richtung man ihn einsteckt.

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Weitere Highlights sind Stereo-Lautsprecher, Bluetooth 4.0, ein 5.300 mAh Akku und das neue Android 5.0 Lollipop. Nokia hat diesem keine eigene Oberfläche verpasst, es allerdings mit dem seit Jahren weiter entwickelten eigenen Z-Launcher ausgestattet. Dieser gibt dem Sperr- und Startbildschirm des Tablets ein eigenes Aussehen und einige Extra-Funktionen.

Wie ein iPad mini mit Android 5

Ja, das N1 orientiert sich optisch stark am iPad mini. Es ist trotzdem bemerkenswert, dass Nokia sich nach der schmerzlichen Übernahme der eigenen Smartphone-Einheit durch Microsoft so schnell berappelt hat und nun wieder sehr elegante, eigene Hardware anbietet. Und sogar mit Android.

Wer will, kann daraus sogar eine Spitze gegenüber Microsoft ablesen. Vor drei Jahren hatte sich der von Microsoft gewechselte Nokia-Chef Stephen Elop für Windows Phone als neues Standard-Betriebssystem für Nokia entschieden. Daraufhin war der Marktanteil des einstiegen Marktführers im Mobilfunksektor in niedrige einstellige Bereiche geschrumpft. Dass die Wahl damals auf Windows Phone statt Android oder die eigenentwickelten Systeme Symbian und MeeGo fiel, schmeckte vielen langjährigen Mitarbeitern der Finnen gar nicht.

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Nun befindet sich die Windows-Phone-Sparte bei Microsoft. Und die Lumia-Smartphones, von denen Microsoft erst kürzlich wegen möglicher Verwechslungsgefahr den Namen „Nokia“ entfernte, haben weiterhin einen schweren Stand. Und das neue Nokia also deutet an, dass es immer noch starke Hardware bauen kann. Obwohl oder gerade weil Microsofts Einfluss verschwunden ist. Die Finnen fangen wieder fast bei null an. Aber es könnte sich zeigen, dass man sich von den Wirrungen der letzten drei Jahre schnell erholt.

Über Preise und Verfügbarkeit des N1 hat Nokia leider noch nichts bekannt gegeben. Man darf von einem Preis um 300 Euro ausgehen.

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