Stärkere Verknüpfung: Google Plus poliert zukünftig Youtube-Kommentare auf

Stärkere Verknüpfung: Google Plus poliert zukünftig Youtube-Kommentare auf

Google Plus und Youtube werden ab dieser Woche noch stärker miteinander verknüpft. Grund hierfür ist unter anderem auch die bekanntermaßen niedrige Qualität der Kommentare auf der Video-Plattform. Vic Gundotra („Senior Vice President of Engineering“ bei Google) teilte auf seinem persönlichen Google Plus Profil einen Comic der Webseite „The Oatmeal“, der sich damit befasste, dass das Lesen von Youtube-Kommentaren keine angenehme Angelegenheit sei. Gleichzeitig verwies er damit auf eine Pressemitteilung, die den großen Einschnitt in die Kommentare bei Youtube ankündigte.

Das Kommentarsystem von Google Plus wird wichtiger Bestandteil von Youtube und damit das alte System ersetzen. Seit einigen Monaten lässt es sich auch in externe Webseiten einbinden und bringt, ähnlich wie die Facebook-Version, die Kommentare und Interaktionen ins eigene Profil des Netzwerks.

Man kann sich beim Kommentieren entscheiden, ob man die Kommentare öffentlich im eigenen Stream, nur mit bestimmten Kreisen oder gar nicht teilen will. Somit ist man nicht verpflichtet, alle seine Kommentare öffentlich zu machen, sondern kann auch weiterhin Kommentare ausschließlich auf Youtube hinterlassen.

Durch Klarnamenpflicht und die strikten Richtlinien des sozialen Netzwerks soll nicht nur die Qualität der Kommentare steigen, sondern auch ihre Relevanz. Die Reihenfolge der angezeigten Kommentare orientiert sich dann nämlich nach dem eigenen Netzwerk. Eigene Kontakte und Leute mit denen man stärker in Verbindung steht steigen in der Priorität und werden zukünftig weiter oben angezeigt.

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Dazu wird Inhabern von Youtube-Accounts ein Tool an die Hand gegeben, mit dem sie Nutzer aussperren und eine sogenannte Blacklist anlegen können. Diese enthält unerwünschte Begriffe. Kommentare, die diese Begriffe enthalten, kommen auf eine Moderationsliste und können dann händisch freigeschaltet werden, sind aber nicht sofort öffentlich sichtbar.

Die Umstellung erfolgt in den nächsten Monaten. Zunächst muss das System nach und nach umgestellt werden. Youtube-Channel-Betreiber erhalten jetzt bereits verstärkt die Aufforderung, ihren Kanal mit einem Profil oder einer Fanseite auf Google Plus zu verknüpfen. Geschieht dies, bekommt der Betreiber gleichzeitig auch die neuen Moderationstools.

Mit diesem großen Schritt dürfte Google Plus wohl weiter ins Zentrum der Interaktionen der großen Google Dienste rücken. Das wird allerdings nicht allen Nutzern gefallen. Schon als Google erste Verbindungen zwischen Youtube und Google Plus knüpfte, machte sich Unmut breit, da User Youtube als eigenständige Plattform weiternutzen wollten.

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