Spotify bestätigt: Werbefinanziertes Kostenlos-Paket dauerhaft ohne Zeitbeschränkung

Es war ein Hin und Her in den vergangenen Jahren mit Angeboten für kostenloses Musik-Streaming. Anbieter wie Simfy und Rdio hatten Musik bis zu einem bestimmten Kontingent kostenlos und werbefinanziert angeboten. Derartige Offerten verschwanden aber entweder wieder recht schnell oder sie wurden zeitlich limitiert.

Spotify sorgte vor einem Monat für Aufsehen, als der Musikdienst sein kostenloses, werbefinanziertes Musikflatrate-Angebot auf Smartphones erweiterte. Damals allerdings konnte uns das Unternehmen selber noch nicht sagen, ob die Variante dauerhaft ohne Stundenbegrenzung angeboten würde. Spotify bestätigte aber jetzt: Ja, das wird sie.

Konkurrent Beats kurz vor dem Start

Das gilt im Übrigen, wie Spotify betont, für die Nutzung auf jedem Gerät, also auch Laptops, Tablets oder Desktop-PCs. Es solle keine Begrenzungen mehr geben. Die Nachricht kommt dem Start von Beats Music wenige Tage zuvor. Der Hersteller der bunten Kopfhörer will in wenigen Tagen in den USA sein eigenes Musikstreaming-Angebot an den Start bringen. Ob dies den Markt noch einmal aufmischen wird, darf aber bezweifelt werden. Der ist hüben wie drüben mit Diensten wie Rdio, Deezer, Napster, Juke, Ampya und nicht zuletzt auch Google (Play Music All Access) und Microsoft (Xbox Music) schon prall gefüllt.

Musiksharing leichter gemacht

Ein gutes kostenloses Angebot allerdings könnte vor allem dem Teilen von Musik in sozialen Netzwerken einen neuen Schub verleihen. Hier war der einst sehr zahlreich über YouTube genutzte Tausch von Songs mit Freunden und Bekannten nach Verbannung der meisten Songs in Deutschland ein wenig zum Erliegen gekommen. Spotify könnte mit seinem Rundum-Kostenlos-Paket zahlreiche neue Kunden anlocken – vorausgesetzt, die Konkurrenz zieht nicht nach.

Dienste wie das schwedische Spotify, das französische Deezer oder Ampya und Simfy aus Deutschland bieten ihren Kunden die Möglichkeit, aus einem Angebot von meist mehr als 20 Millionen Titeln so viele so oft zu hören, wie sie wollen. Das Angebot umfasst sowohl alte wie neue Songs der meisten bekannten Labels. Das Verwertungsmodell allerdings ist umstritten. Einige Künstler klagen über zu geringe Tantiemen und geben ihre Musik deswegen komplett oder teilweise nicht für Streaming-Plattformen frei. Das betrifft in Deutschland etwa Künstler wie Die Ärzte und Die Toten Hosen. Wer derartige Dienste werbefrei nutzen möchte, zahlt meist rund 10 Euro im Monat für die unbeschränkte Nutzung auf stationären und mobilen Abspielgeräten. Einige Dienste bieten zusätzlich ein Angebot für rund 5 Euro im Monat, wenn der Nutzer die Musik nur auf stationären Geräten wie einem Laptop oder Desktop zu Hause abspielt.

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