Raspberry Pi 3: Der Winzigrechner wird noch schneller und besser

Der Raspberry Pi wird besser und schneller. Und das bei einem weiterhin niedrigen Preis von 35 US-Dollar bzw. Euro. Und was kann man mit dem kleinen Computer so anstellen?

Basteln und mehr

Nach wie vor richtet sich der Raspberry Pi 3 an die kreative Bastler-Zielgruppe, die mit dem vollwertigen Rechner so allerlei anstellen kann. Aber längst hat die Plattform Interessierte erreicht, die nur einen günstigen PC für Office und Internet suchen. Mit Abstrichen kann ein Pi solche Arbeiten schon erledigen, möglich wird dies durch das Linux-Betriebssystem Raspbian. Das wiederum wird dank der Noobs-Software des Herstellers auch für Einsteiger zugänglich. Ebenfalls werden Versionen von Ubuntu oder Windows 10 unterstützt.

Der neue Raspberry Pi. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Der neue Raspberry Pi. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Mit dem neuen Modell steigt auch der Komfort zunehmend. Denn die Raspberry Pi Foundation verbaut erstmals einen 64bit-Quadcore-Prozessor mit vier Cortex A53-Prozessoren, die mit jeweils 1,2 GHz takten können. Bis zu 10 Mal schneller als der erste Raspberry Pi (und damit wohl auch 8-10x schneller als der Pi Zero) und mehr als doppelt so schnell wie der Raspberry Pi 2 (im 32bit-Modus) soll der Pi 3 sein. Der eigene SoC namens BCM2837 erhält Unterstützung von 1GB RAM, hier gibt es (leider) noch keine Steigerung. Die VideoCore IV 3D-Grafikeinheit bleibt ebenfalls bestehen, ist aber nun mit 400 MHz bzw. 300 MHz (3D Core) höher getaktet als bei früheren Versionen. Auch hier ist also ein Geschwindigkeitszuwachs zu erwarten.

WIFI und Bluetooth

Zwar bleibt der Raspberry Pi 3 komplett abwärtskompatibel, was gerade bei der großen Anzahl bereits existierender Anwendungen wichtig ist, aber ein neues Netzteil wird empfohlen. So sollte man eines mit 2,5 Ampere verwenden. Das könnte daran liegen, dass erstmals WLAN (802.11n) und Bluetooth 4.1 (mit Low Energy) fest integriert sind. Das führte zu einem minimal veränderten Platinenlayout, wobei Größe und Form erhalten bleiben. Nur die LEDs sind neu angeordnet. Ethernet, USB 2.0, HDMI – alles ist wieder dabei, was man benötigt.

Bis jetzt verkaufte die Raspberry Pi Foundation über 8 Millionen Mini-PCs, vor allem der 2er entwickelte sich zu einem riesigen Erfolg und erreichte einen noch größeren Interessenkreis. Gehäuse, Zubehör und Starter-Sets machen den Rechner zu einem attraktiven „Spielzeug“, das mit mehr Performance wohl auch für viele weitere Aufgaben geeignet sein dürfte. Und es bleibt beim Preis: 35 US-Dollar bzw. Pfund werden unverändert nicht überboten, hierzulande liegen die Summen noch etwas höher. Das dürfte sich in den kommenden Wochen wieder bei rund 35 Euro einpegeln.

Weitere Details gibt’s direkt auf der offiziellen Webseite.

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