Ohne meine Logitech K800 kann ich nicht arbeiten

Ich kann nur mit der einen. Ohne sie fehlt mir etwas. Und ich bin nicht ich selbst, wenn sie nicht da ist. Ich gestehe: Ich liebe meine Logitech K800 und kann mir ein (Arbeits-)Leben ohne diese Tastatur nicht mehr vorstellen.

Am 18. Oktober 2010 kaufte ich bei einem Onlineshop das Logitech K800 Wireless Illuminated Keyboard, nachdem ich zuvor stets Microsoft-Tastaturen verwendete. Schon damals kostete sie rund 120 Euro, aber mich sprach die Tastatur an: Schnurlos, dezente Optik, Verzicht auf unnötigen Schnickschnack, aber mit beleuchteten Tasten. Man könnte meinen, es war Liebe auf den ersten Blick, als ich sie damals  auspackte und ausprobierte. Die Einrichtung war schnell erledigt, das Tippen ging so wunderbar leicht von der Hand.

Nach der Garantie starb die Logitech K800 langsam

Diese Begeisterung ist nach all den Jahren geblieben. Und das, obwohl ich mir die K800 mittlerweile zum dritten Mal kaufen musste. Erst kürzlich versagte die zweite Tastatur, zirka alle vier Jahre ist Schluss mit lustig. Dabei gibt Logitech sogar drei Jahre Garantie, die ich auch ohne weiteres schaffe. Eine Schuld des Herstellers sehe ich nicht – weil?

Das aktuelle 2017er-Modell der K800. (Foto: Sven Wernicke)

Das aktuelle 2017er-Modell der K800. (Foto: Sven Wernicke)

Die K800 ist nicht wasserdicht, was ich 2014 feststellte. Ein Glas Wasser entschärfte die gesamte Peripherie. Am gleichen Tag wanderte ich in einen Elektromarkt, um mir noch einmal diese Tastatur zuzulegen. Umgewöhnen musste ich mich freilich nicht, die neue K800 war ja identisch.

Und nun, im Frühling 2018, segnete die K800 wieder das Zeitliche. Erst machten die (wechselbaren) Akkus schlapp, dann verabschiedete sich offenbar der gesamte Controller. Anders gesagt: Das Tippen war nicht mehr möglich. Also musste eine neue K800 her. Und dann der große Schock: Die Tasten sind im aktuellen Modell nicht mehr glatt, sondern rau. Gleiches gilt für die Handablagefläche. Und die Space-Taste klingt auch nicht mehr wie früher. Aber okay – glücklicherweise ist das Erbsenzählerei. Ein paar Minuten dauerte die Umgewöhnung.

Was ist an der K800 so toll?

Vielleicht hätte es auch eine gänzlich andere Tastatur sein können, wäre die Wahl damals auf eine andere gefallen. Aber in Windeseile offenbarte mir die K800 ihre tollen Seiten. Ich schätze so sehr das leichtgängige, ziemlich leise Tippen. Und die weiße Beleuchtung, die sich übrigens über die Funktionstasten jederzeit anpassen lässt, gefällt mir nach all den Jahren unverändert.

Das Highlight ist zweifelsohne das Gefühl, fast über die Tasten gleiten zu können. So präzise mechanische Keyboards sein mögen – mich würden sie aufgrund der Lärmentwicklung und dem verhältnismäßig tiefen „Reindrücken“ der Keys in den Wahnsinn treiben. Und ich habe es mehrfach mit einer anderen Tastatur versucht – wirklich! So genial beispielsweise die Alloy FPS von Hyper X für Games auch war – für mich ist sie nichts auf Dauer. Doch dafür gibt’s natürlich auch Gründe.

Tippen, tippen, tippen.

Die meiste Zeit verbringe ich bei der Arbeit mit meiner K800. Allein für den Trendblog verfasste ich mittlerweile über 1020 Artikel, von denen die meisten an diesem Keyboard entstanden. Dazu noch zig andere Kunden, eigene Projekte (für die hab ich über 3000 Texte geschrieben) sowie privaten Alltagskram wie Emails, Rechnungen, Kündigungen und dergleichen. Als Berufsblogger beanspruche ich ein Keyboard vermutlich mehr als der Durchschnitts-Anwender, der mit der K800 trotzdem glücklich werden und gewiss sehr viel länger mit ihr Freude haben dürfte. Ohne sich alle vier Jahre eine neue kaufen zu müssen.

Sie ist noch fast neu.... (Foto: Sven Wernicke)

Sie ist noch fast neu…. (Foto: Sven Wernicke)

Die K800 ist für mich das subjektive Maß (fast) aller Dinge: Geschmeidig, optimaler Druckpunkt (ohne meine Finge zu sehr zu beanspruchen), leise dank des sogenannten PerfectStroke-Tastendesigns, zeitlos schön, schnurlos und mit Akkus versehen – eine stimmige Peripherie, die ich mir hoffentlich auch in vier Jahren noch kaufen kann. Vermutlich bin ich mit meiner kleinen Liebe zu diesem Keyboard nicht alleine, eben weil Logitech die K800 schon so lange anbietet.

Werbung, die stimmt?

Es ist trotzdem ein klein wenig kurios: Lese ich die Werbebeschreibungen auf der Logitech-Webseite, muss ich ständig nicken. „Konkave Tasten sorgen für die richtige Fingerhaltung und die weich abgerundeten Kanten machen stundenlanges Arbeiten zum spielerischen Tippvergnügen.“ – absolut korrekt. Auch nach einem langen Arbeitstag fühlen sich meine Finger nicht ermüdet an. Auf den lasergravierten Tasten verschwinden nicht nach Jahren die Buchstaben, der Akku lädt recht schnell auf, gleichmäßige Kraftverteilung für ein flüssiges Tippen? Alles richtig und ausnahmsweise nicht übertrieben.

Auf meinem Schreibtisch. (Foto: Sven Wernicke)

Auf meinem Schreibtisch. (Foto: Sven Wernicke)

Hach. Beschreibe ich die K800, mit der ich gerade diesen Beitrag schreibe, komme ich wieder ins Schwärmen. Nach wie vor halte ich den Preis für 120 Euro (Shoplink) für angemessen. Auch objektiv betrachtet, gibt es nicht allzu viel Nörgelei: Klar wäre es schön, hätte sich Logitech für eine wasserdichte Lösung entschieden. Auch sammelt sich Schmutz leider schnell zwischen den Keycaps. Und dass ich eben nach acht Jahren die dritte K800 kaufen musste, macht die Tastatur zu einem relativ teuren Vergnügen. Andererseits habe ich keinen einzigen Cent bereut.

Übrigens: Ich kann auch mit anderen Keyboards umgehen. Das Signature Type Cover für mein Surface Pro 3 schätze ich ebenfalls. Unter anderem, weil der Druckpunkt durchaus mit dem meiner K800 vergleichbar ist…

Hängt ihr auch so an eurer Tastatur? Welche benutzt ihr?

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Ein Kommentar zu “Ohne meine Logitech K800 kann ich nicht arbeiten
  1. Ich hänge auch an meinen Tastaturen: 3x Apple Keybord groß mit Numpad + Kabel, 1x Apple Keybord klein ohne Numpad mit Kabel, 1x BT….die natürlich ohne Kabel, grins. Die BT-Apple hängt an einem älteren iMac mit El Capitan, die anderen Apples „befeuern“ 2x Win7, 2x Win10.

    Und das machen sie gut, wenn man ein paar Eigenheiten weiß. Z.B. gibts keine „Druck“-Taste, aber ich mache Screenshots eh mit Tools. Selbst die mit Numpads sind nur 430×114 im Vergleich zu den 453×197 derK800. Eine große Apple und eine mit BT liegen noch verpackt im Schrank als Reserve.

    Ich habe EINmal eine andere Tastatur von Logitech gehabt (auch wireless und ~ 100,- € Klasse), da war nach knapp 7 Monaten kein „E“ mehr zu sehen und andere Buchstaben begannen sich schon aufzulösen: Tastatur zurück, Geld zurück, danach nie mehr eine Logi-Tastatur – ich habe ein laaanges Gedächtnis für sowas.

    Logitech-Mäuse benutze ich aber gerne, die bisher besten sind m.E. die G502, die ich seit ~ 2014 benutze. Die „gefräßigsten“ waren die G700/G700s – keine 3 Tage mit einem Akku. Die habe ich aber nie in der Maus laden lassen (dauert Stuuunden an USB) sondern immer mit externen Ladegeräten frische parat gehabt und gewechselt, das ging bald so fix, dass ich fast nicht mehr hingucken mußte.

    Ich kann auch mit anderen Mäusen umgehen – nur die von Apple sind absolut tabu: solche krummen Alienfinger, um die Magic Mouse bedienen zu können, die habe ich nicht…

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*