Offiziell: Windows 10 erscheint im Sommer, soll auf Wunsch ohne Passwörter auskommen

Die Katze ist aus dem Sack: Windows 10 soll in diesem Sommer erscheinen und dann in 190 Märkten und 111 Sprachen verfügbar sein. Microsoft will diesmal keine Risiken eingehen, das lukrative Weihnachtsgeschäft eventuell zu verpassen, was bei früheren Windows-Versionen wie Vista manchmal der Fall war, und setzt also diesmal auf die Ferienzeit. Einen genauen Termin nannte das Unternehmen allerdings leider nicht. Dafür stellte der Software-Konzern Microsoft Passport und Windows Hello vor, die eine sichere Benutzung von Windows 10 ohne Passwort erlauben sollen.

Beides gab Microsoft beim eigenen WinHEC Summit im chinesischen Shenzhen bekannt. Windows Hello nutzt biometrische Daten des Nutzers wie Iris-Erkennung, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, um den Nutzer ohne Passwort bei Windows anzumelden. Die Software soll den Nutzer dabei mit einer Genauigkeit von 1:100.000 erkennen können.

Doppelte Sicherheit

Microsoft Passport ist ein Passwort-Speicher, der stark an Apples Schlüsselbund erinnert. Er speichert Passwörter verschiedener Dienste, auch von Fremddiensten und Browser-Logins an einer zentralen Stelle in der Cloud. Die Daten sollen verschlüsselt werden, auch hier soll für den Zugang kein Passwort notwendig sein. Die Passwörter sollen dabei über alle Windows-Systeme eines Nutzers synchronisiert werden. Will er sich etwa bei Facebook auf Windows Phone oder der Xbox einloggen, kann er das genauso wie auf einem Windows-Rechner ohne die Eingabe eines Passwortes, sobald er dies einmal bei Passport hinterlegt hat. In einem Video erklärt Microsoft, wie das funktionieren soll und wie der Service dabei für Sicherheit sorgt:

Windows 10 wird der groß angelegte Versuch Microsofts, das Vertrauen verstörter Windows-8-Nutzer wieder zurückzugewinnen. Auch den eigenen Marktanteil, der unter dem umstrittenen Windows 8 gelitten hat, gilt es für Redmond zurückzuerobern. Es könnte gelingen. Windows 10 vereint die beiden Hälften Modern UI und Desktop, die unter Windows 8 noch klar voneinander getrennt waren. Entwickler können eine App für alle Plattformen anpassen, PCs ebenso wie die Xbox oder Windows-Smartphones. Der verhasste Internet Explorer soll zugunsten des neuen Spartan-Browser zu Grabe getragen werden. Und das neue Sicherheitskonzept wirkt anwenderfreundlich – auch wenn die Nutzung biometrischer Daten umstritten ist und natürlich auch keine huntertprozentige Sicherheit bieten kann.

Wird sind mittlerweile sehr gespannt auf Windows 10. Das neue System könnte eine runde Sache werden!

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