Nach Streaming Sticks kommen die Compute Sticks: Steck dir deinen Rechner doch sonst wohin!

Uh la la: Wir ahnten, dass eine pfiffige Idee wie der Intel Compute Stick nicht lange alleine bleiben würde. Google und Asus ziehen mit dem Chromebit nach, der dank einer HDMI-Schnittstelle jeden beliebigen Monitor oder Fernseher zum Chrome-PC umfunktionieren kann. Ist das schon ein Trend? Der würde zumindest zum Zeitgeist passen.

Sticks sind praktisch, Sticks sind beliebt

In der Tat kreuzen in letzter Zeit immer mehr HDMI-Sticks unseren Weg. Vor allem seit dem Erfolg vom Google Chromecast (aber nicht erst seitdem) bieten zahlreiche Hersteller Lösungen an, um Medien von einem Rechner oder Smartphone auf einen Fernseher zu streamen. Unter anderem Microsoft (Wireless Display Adapter und HD-10), Amazon (Fire TV Stick) und MatchStick (mit Firefox OS) bieten mittlerweile ähnliche Sticks oder arbeiten zumindest an solchen.

Chromebit von Google und Asus

Chromebit von Google und Asus

Die neue Klasse dieser Geräte kann aber noch mehr als nur Medien streamen: Der Compute Stick, den Intel Anfang Januar auf der CES 2015 in Las Vegas vorstellte, ist praktisch ein vollwertiger PC, an den man nur noch Maus und Tastatur anschließen muss. Der neue Chromebit von Google und Asus soll es dem gleich tun. Einen Quadcore-Chip mit ARM-Architektur bringt er mit, 2 GB RAM und 16 GB Speicher auf einer eMMC-Karte noch dazu. Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11 ac sind ebenso drin wie eine USB-2.0-Schnittstelle; Strom zieht der Stick über einen Micro-USB-Port, den man via USB-Kabel mit einer USB-Schnittelle oder einem Netzteil verbindet.

Sticks, Sticks, Sticks

Der Hauptunterschied zum Intel Compute Stick ist das Betriebssystem: Wie der Name schon sagt, ist Chrome OS auf dem Chromebit installiert, Googles Cloud-Betriebssystem, das auf Linux basiert. Erscheinen soll der Stick im Sommer und dann weniger als 100 US-Dollar kosten.

Etwas teurer wird mit etwa 150 Euro Intels Compute Stick, der ebenfalls über eine komplette Recheneinheit verfügt, mit Windows 8.1 arbeitet und gleichzeitig Medien auf einen Fernseher oder Monitor streamen kann. Dieser soll ab Mitte diesen Monats in Deutschland erhältlich sein.

Intel Compute Stick: Windows PC für die HDMI-Schnittstelle, der auch Medien streamen kann.

Intel Compute Stick: Windows PC für die HDMI-Schnittstelle, der auch Medien streamen kann.

Der einzige und erste seiner Art ist Intels Compute Stick übrigens nicht. Schon etwas früher war HannSpree mit dem sehr ähnlichen Micro PC dran. Wer ein wenig sucht, wird auch weitere Kandidaten mit ähnlichen Funktionen finden, etwa den Orbsmart AW-01, den Tronsmart Mini PC oder gleich mehrere Typen von TVPeCee, die entweder mit Android oder Windows 8.1 funktionieren.

Der Hosentaschen-PC, der immer dabei ist

Die Motivation dahinter ist einfach: Ein PC in Stick-Form braucht nicht viel Platz, man sieht ihn kaum und kann ihn überall mithin nehmen und daran anschließen, was gerade verfügbar ist: zum Beispiel einem Monitor im Büro, einem Beamer auf dem Kongress oder auch einem Hotel-Fernseher. Die Sticks verfügen jeweils über einen Massenspeicher, meist in Form einer Micro-SD-Karte, so dass sich auch Daten darauf ablegen lassen. Einige bieten einen USB-Slot, um weitere Geräte physisch daran anzuschließen; auf jeden Fall lassen sich drahtlose Tastaturen oder Mäuse via Bluetooth mit ihnen koppeln. Und natürlich kann man über WLAN damit ins Internet.

Leistungswunder wie bei einem Desktop-PC sollte man von den Sticks natürlich nicht erwarten, aber für einfache Büro-Anwendungen oder das Abspielen von Videos sollte es reichen.

Hannspree Micro PC

Hannspree Micro PC

Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir in naher Zukunft noch etliche weitere HDMI-Sticks sehen werden. Seien es Media-Dongles, PCs oder Geräte mit zusätzlicher Funktionalität, an die man jetzt noch gar nicht denkt. Vielleicht wird Googles zweite Auflage des Chromecasts schon einen vollwertigen Rechner in sich tragen. So oder so fördern solche Sticks ganz nebenbei auch eine Zukunft ohne Kabel.

Bilder: Hersteller

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