Mozilla will mit einem „Vergessen“-Button den Privatsphärenschutz bei Firefox verbessern

Mozilla will mit einem „Vergessen“-Button den Privatsphärenschutz bei Firefox verbessern

Zehn Jahre gibt es jetzt den Internet-Browser Firefox. Zum Jubiläum hat Mozilla eine aktualisierte Version veröffentlicht, die primär den Schutz der Privatsphäre für alle Anwender deutlich verbessern soll. Möglich wird dies unter anderem durch die implementierte „Vergessen“-Schaltfläche. Damit können Chroniken mit einem Mausklick gelöscht werden. Mit der neu vorgestellten Privatsphären-Initiative Polaris geht Mozilla sogar noch einen Schritt weiter.

„Wir sind überzeugt, dass die Privatsphäre im Internet nicht als Option betrachtet werden darf“, stellt Denelle Dixon-Thayer, Senior Vice President for Business and Legal Affairs bei Mozilla, in einem Blog-Eintrag klar. Den Worten sind bereits Taten gefolgt, denn ein „Vergessen“-Button soll bei Firefox in der Version 33.1 Usern ab sofort die Möglichkeit geben, alle Internetspuren der maximal letzten 24 Stunden auf einfachste Weise mit einem Klick zu löschen – inklusive sämtlicher während der Online-Sitzung gespeicherten Cookies. Danach werden zudem alle Fenster und Tabs von Firefox geschlossen. Bei der Wiedereinwahl öffnet sich ein leeres Browserfenster. Optional stehen auch die Möglichkeiten zur Löschung der letzten fünf Surf-Minuten oder der letzten zwei Stunden zur Verfügung. Nach dem Download von Firefox 33.1 müssen die Nutzer den entsprechenden Button zunächst in die Symbolleiste hinzufügen um die „Vergessen“-Option nutzen zu können.

Darüber hinaus will Mozilla mit seiner Privatsphären-Initiative Polaris die eigenen Bemühungen zum Schutz der User mit denen anderer führender Branchenvertreter kombinieren. So wolle man die neuesten Privatsphäre-Funktionen für ein breiteres Publikum öffnen. Dabei erhält Mozilla bereits Unterstützung vom Center for Democracy and Technology sowie vom Projekt „Tor“. Auch will Mozilla weiterhin zusätzliche Techniken entwickeln, die Firefox-Anwender vor dem Ausspionieren Dritter im Netz schützen können. Derzeit würden bereits entsprechende Tests laufen, bei denen allerdings Werbetreibenden und Content-Anbietern, welche Nutzervorgaben respektieren, keine Nachteile entstehen sollen. Des weiteren steht Firefox-Usern ab Version 33.1 nun auch die Suchmaschine DuckDuckGo optional zur Verfügung, die keinerlei Nutzerdaten speichert und mittlerweile auch von Apple als eine der Standardsuchoptionen bei Safari unter iOS 8 und OS X 10.10 Yosemite integriert wird.

Firefox 33.1, das zudem mit einer verbesserten Kachel-Funktion punkten will, kann ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux hier kostenlos heruntergeladen werden.

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