Bekommt das Surface Pro 3 einen Nachfolger?

Microsofts Surface (Pro) bekommt Konkurrenz: Das bringen Dell, Apple, Asus, Lenovo und Samsung

Das muss man Microsoft lassen: Mit der Surface-Reihe erschuf der Software-Gigant eine neue Hardware-Kategorie. Die Mischung aus Tablet und Netbook wird Gerüchten zufolge im Oktober in die nächste Runde gehen. Aber auch einige namhafte Hersteller möchten in diesem noch jungen Segment mitmischen. Blicken wir auf die Konkurrenten.

Dell XPS 12

Noch nicht offiziell angekündigt, aber erste Informationen machen deutlich, dass Dell mit dem neuen XPS 12 einen spannenden Surface Pro-Mitbewerber vorsieht. Spannend deshalb, weil man hier ein echtes Hardware-Monster an den Start bringen möchte. Der 12 Zoll große Bildschirm erhält eine 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) – beeindruckend, vor allem bei der Größe. Hinzu gesellen sich ein Intel-Prozessor aus der neuen Skylake-Reihe, ein Dell Active Stylus für Stift-Eingabe, zwei Kameras (8 Megapixel Rückseite, 5 Megapixel Front), ein Thunderbolt 3-Anschluss und sicherlich auch USB Typ-C. Über ein Tastator-Dock wird aus dem großen Tablet ein vollwertiges Netbook, auf der Rückseite des Geräts befindet sich ähnlich wie beim Surface Pro 3 ein ausklabbarer Ständer.

Das soll der XPS 12 sein. (Foto: Giga)

Das soll der XPS 12 sein. (Foto: Giga)

Interessant: Erst kürzlich kündigte Microsoft eine Zusammenarbeit unter anderem mit Dell an. Der Hersteller soll künftig Surface-Geräte im eigenen Shop anbieten. Und der XPS 12 klingt eigentlich ganz nach einem Surface 4 Pro – zumindest rechnen wir mit einer sehr ähnlichen Ausstattung. Eines ist aber klar: Dieser Hybride wird nicht im niedrigen Preissegment angesiedelt sein.

Apple iPad Pro

Auf der Keynote vor einigen Tagen angekündigt, soll das iPad Pro ab November 2015 die Herzen erobern. Apple muss sich trotzdem vorwerfen lassen, sich fleißig beim Surface Pro 3 bedient zu haben. Das 12,9 Zoll große Retina-Display macht das iPad Pro zum größten Tablet aus Cupertino. Im Inneren werkelt ein starker A9X-Prozessor, 4GB RAM werden ebenfalls verbaut. Über das sogenannte Smart Keyboard wird das iPad Pro fast zu einem MacBook Air – nur eben mit iOS9-Betriebssystem. Ein knapp 100 Euro teurer Stylus namens Pencil bringt eine entsprechende Stift-Steuerung.

Das iPad Pro als Netbook. (Foto: Apple)

Das iPad Pro als Netbook. (Foto: Apple)

Das alles sieht gut aus, ist für Apple-Freunde ein reizvolles Gerät und dürfte das am besten ausgestatte Tablet mit iOS sein. In den USA geht es preislich bei knapp 800 US-Dollar los. Ähnliche Summen erwarten wir für hiesige Gefilde.

Schon jetzt gibt’s eine offizielle Webseite mit weiteren Fakten zum iPad Pro.

Lenovo IdeaPad Miix 700

Eher ein Konkurrent für das (kleinere) Surface 3, aber nicht minder interessant. Das IdeaPad Miix 700 erhält einen 12,5 Zoll großen IPS-Bildschirm mit einer Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln. Lenovo nutzt die neuen Skylake-Prozessoren, der Intel Core-Chip dürfte für ausreichend Performance sorgen. Hinzu kommen eine SSD mit bis zu 256GB, 1x USB 3.0, 1x USB 2.0, 1x microHDMI, microSD-Kartenslot, 1x Audiojack und optional sogar ein LTE-Modul.

Technisch gut ausgestattet. (Foto: Lenovo)

Technisch gut ausgestattet. (Foto: Lenovo)

Das Tablet besitzt einen integrierten Kickstand, ein Tastaturdock fehlt auch hier nicht. Ab Januar 2016 soll es mit dem Verkauf hierzulande losgehen, das kleinste Modell wird bei 999 Euro (UVP) liegen.

Das klingt zwar alles nicht schlecht, das Miix 700 könnte allerdings untergehen – sollte Microsoft vorher das Surface 4 (Pro) in den Handel bringen.

Asus ZenPad 10

Auch das neue ZenPad 10 dürfte eher mit dem kleinen Surface 3 konkurrieren, weniger mit dem Pro-Modell. Verlockend ist sicherlich der Preis, denn es geht bei unter 250 Euro für das Tablet los. Dafür bekommt man einen 10,1 Zoll großen WXGA-Bildschirm (1280 x 800 Pixel) geboten, der von einem Intel Atom x3-C3200 64-Bit Quad-Core-Chip befeuert wird. 2GB RAM, 16GB Flash-Speicher, Unterstützung für Stylus-Bedienung und optionales Keyboard machen deutlich: Hier geht’s um einsteigerfreundliche Technik. Statt Windows bekommen Käufer Android 5.0 mit der ZenUI-Benutzeroberfläche von Asus.

Schick und preisgünstig. (Foto: ASUS)

Schick und preisgünstig. (Foto: ASUS)

Seit der IFA 2015 ist das aktuellste ZenPad 10 erhältlich, weitere Details erhaltet ihr bei ASUS.

Samsungs noch namenloses Tablet

Am Ende der IFA kurz angedeutet, aber noch nicht der Öffentlichkeit vorgestellt: Samsung werkelt allen Anschein nach an einem 12-Zoll-Tablet mit 2K-Display (2560 x 1600 Pixel, SuperAMOLED). Denkbar sei ebenfalls eine 4K-Auflösung. Intel Core M-SoC aus der Skylake-Reihe, 4GB RAM, nur 600 Gramm Gewicht und Windows 10 wecken schon jetzt Neugierde. Auch hier ist von einem Stylus und einem aktiven Digitizer die Rede – ähnlich wie beim Surface Pro 3 also.

Samsung kündigte das derzeit namenlose Gerät noch nicht an. Es bleibt also abzuwarten, ob und wann hier etwas kommt. Wundern würde uns solch ein Tablet mit potentieller Netbook-Funktionalität keineswegs.

Und weiter?

Offensichtlich ist derzeit eines: Microsoft mag zwar Vorreiter mit dem Surface sein, doch weitere Unternehmen folgen mit ihren Lösungen. Der Spätherbst könnte noch sehr interessant werden – speziell für diejenigen, die seit geraumer Zeit mit dem Kauf eines 2-in-1-Gerätes liebäugeln. Warten könnte sich lohnen. Mit einigen Monaten Geduld müsst ihr allerdings rechnen.

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