IFA 2014: Dyson stellt ersten eigenen Saugroboter Dyson 360 Eye vor

IFA 2014: Dyson stellt ersten eigenen Saugroboter Dyson 360 Eye vor

Es gibt Saugroboter mittlerweile wie Sand am Meer. Branchenprimus Dyson allerdings fehlte lange mit einem eigenen Modell. Der Grund für die bisherige Zurückhaltung der Briten ist klar: Von einem Dyson erwartet ein Kunde immer etwas Besonderes und das waren die Geräte des Herstellers auch meist: Die ersten beutellosen Staubsauger, vergangenes Jahr auf der IFA dann der erste filterlose Staubsauger, der erste effektive und dabei antibakterielle Händetrockner oder Ventilatoren ohne Rotorblätter. Nun also ein Saugroboter, der wieder seines Gleichen suchen soll. Gelingt das?

Besonders am 360 Eye dürfte der eingebaute Panorama-Sensor sein, der einen Raum in Gänze erfasst und damit genauere Bahnen berechnen soll. Bisherige Saugroboter, so Dysons Argumentation, seien dumm. Sie könnten nur in einem engen Sichtfeld erkennen, wenn Gegenstände direkt vor ihnen lägen. Der 360 Eye soll das große Ganze erkennen. Das erklärt auch Firmengründer James Dyson im Video:

https://www.youtube.com/watch?v=NS5fgZHg6Pk

Natürlich verfügt der 360 Eye über Dysons Zyklontechnik, die Schmutz und Staub voneinander trennen soll. Die rotierende Bürstenzeile, die sich über die ganze Breite des Geräts erstreckt, nimmt den Schmutz mit Karbon- und Nylonfasern auf. Die panzerartigen Rollen sollen sich laut Dyson besser für verschiedene Arten von Untergründen und Hindernissen eignen.

Der 360 Eye soll 0,4 Liter Staub und Schmutz aufnehmen und 20 bis 30 Minuten saugen können, bevor er wieder an die Ladestation muss. Das weiterhin grassierende Problem schwacher Akkus hat Dyson damit auch nicht gelöst. Dafür soll es passend zum Gerät eine App für iOS und Android geben, mit der sich der Roboter von unterwegs starten oder einprogrammieren lässt.

Panzerketten statt Räder auch für unwegsames Terrain
Panzerketten statt Räder auch für unwegsames Terrain

Der Dyson 360 Eye soll erst im Frühjahr 2015 in Japan an den Start gehen, weitere Teile der Welt sollen noch später im Jahr versorgt werden. Es kann also gut sein, dass Endkunden noch ein ganzes Jahr auf den 360 Eye warten müssen.

Preise hat Dyson noch nicht bekannt gegeben. Wie bei dem Hersteller üblich, dürften diese allerdings auch beim 360 Eye wieder im oberen Preissegment liegen. Ob es sich lohnt, bei der bisherigen Fülle an Geräten darauf zu warten und viel Geld zu investieren? Das müssen Tests zeigen. In den meisten Fällen hielt Dyson das Versprechen, dem Rest ein Stück weit voraus zu sein – aber andere, weniger teure Marken stellten den Durchschnittskunden ebenfalls voll und ganz zufrieden.

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