„Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin hat eine erstaunlich einfache Anti-Viren-Lösung

George R.R. Martin ist der Autor der Romane „Das Lied von Eis und Feuer“, auf die eine der wohl besten TV-Serien der Gegenwart basiert: „Game of Thrones“. Die Fans fiebern den nächsten Folgen hinterher und sie warten auch schon seit Jahren sehnsüchtig auf eine weitere Fortsetzung der Geschichte aus Martins Feder. Angst, dass sein Manuskript schon vor der Veröffentlichung ins Netz gerät, so wie Quentin Tarantinos Drehbuch zu „The Hateful Eight„, hat Martin nicht. Er hat eine ganz einfache Lösung, wie sein Rechner viren- und spähfrei bleibt: er benutzt einen Uralt-Computer.

Das verriet Martin kürzlich in der Conan O’Brien-Show. Wie er dort erklärt, besitzt er zwei Computer. Einen, mit dem er ins Netz gehe und E-Mails beantworte. Und einen zweiten Rechner mit MS-DOS und dem Textverarbeitungsprogramm WordStar 4.0, auf dem er seine Romane schreibe. Die Maschine sei nicht mit dem Internet verbunden, Viren oder Hacks damit nicht möglich.

Für unsere jüngeren Leser: MS-DOS war noch bis in die frühen 1990er Jahre das Standard-Betriebssystem auf einem PC. Microsoft kaufte es einst von einer kleinen Softwareschmiede und begann mit dessen Lizenzierung den kometenhaften Aufstieg zu einem der umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Mitte der 1990er Jahre wurde Windows 95 auf den meisten PCs zum Standard-System. DOS blieb allerdings bis in die 2000er Jahre als DOS-Shell in älteren Windows-Versionen erhalten. Das Programm WordStar ist DOS-basiert und dementsprechend monochrom gehalten. Version 4.0 erschien bereits 1987. Mit dem Komfort heutiger Textverarbeitungssystem wie Office ist es natürlich nicht mehr zu vergleichen.

WordStar 3.0

WordStar 3.0

Aber immerhin: NSA, GCHQ, Viren, Trojaner, Spyware oder neugierige Hacker hält man sich damit fern. Und wenn es nur darum geht, Texte ohne größere Ablenkung auf einem Rechner niederzuschreiben, tut es zur Not auch eine uralte Kiste. Danke an George R.R. Martin für diesen interessanten Denkanstoß!

Illustrationen: TBS, Plenz unter CC-Lizenz BY-SA 3.0

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Ein Kommentar zu “„Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin hat eine erstaunlich einfache Anti-Viren-Lösung
  1. Schön, wenn da nicht die Modernisierungswut da ist und er sich einfach aufs Schreiben konzentrieren kann. Backups müssen da trotzdem regelmäßig gemacht werden. Wobei Uralt PCs teils wohl sogar länger halten, als aktuelle Modelle.

    Aber er ist damit längst nicht der einzige. Ich kenne einige Linux User persönlich, die alles im Terminal machen, Texte erstellen, in Ordnern navigieren, sogar Schriftsatz scheint besser zu gehen, wenn man es im Terminal mit Anweisungen macht und erst später die eigentliche PDF Datei erstellen lässt.
    Da läuft dann alles über die Konsole, außer das Websurfen, das, so gebe ich zu, in der Konsole zwar möglich, aber nicht besonders lustig ist. Vieles kann einfach nicht dargestellt werden.
    Das lustige ist ja, dass das meiste wesentlich schneller geht, wenn man erst einmal an ein DOS/Linux Konsole gewöhnt ist. Die Informationen sind dort schneller lesbar und in der Regal auch informativer.

    Aktuelle Computer perfektionieren ja eigentlich nur die ersten grafischen Benutzeroberflächen (z.B von Windows 95), fügen weitere Funktionen hinzu, aber das Bedienkonzept hat sich nicht radikal verändert. Selbst Windows 8 hat ja eigentlich nur ein Vollbild Startmenü, von dem aus,auch Vollbild Anwendungen gestartet werden können.
    Vielleicht gibt es da ja noch Sprünge, Computerbedienung durch natürliche Sprache, Künstliche Intelligenz und Ersetzen von vielem, was bisherige Nutzer machen mussten. Das braucht noch Zeit, vielleicht ist der nächste große Sprung dorthin ja auch, dass von Silizium auf ein anderes, schnelleres und effizienteres Material umgestellt wird (das sich Quanteneffekten natürlich auch generell nicht entziehen kann). Vielleicht kommen danach auch die radikalen Durchbrüche beim Bedienkonzept (Touch zähle ich erstmal mehr als Mausersatz mit Zusatzfunktionen)

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