Neues Notebook verzweifelt gesucht

Ein innovatives Jahrzehnt und trotzdem kein passendes Notebook für mich

Neue Notebooks gab es in den 2010er-Jahren in allen Formen und Farben. Trendblogger Jürgen Vielmeier fand trotzdem nichts Passendes. Ob sein 2013er-MacBook Air wohl noch zwei Jahre durchhält?

Für Notebook-Liebhaber waren die 2010er-Jahre eigentlich ein goldenes Jahrzehnt. Schlanke Notebooks sind heute Alltag, Touchscreens hielten Einzug. Alle nur erdenklichen Formfaktoren sind heute gängig: Yoga-Modus, Tent-Modus, Convertible, Detachable. Ultraleicht sind sie. Es gibt Notebooks, die Smartphone- oder Tablet-Apps unterstützen und ganze Hybrid-Systeme aus beidem sind.

Alle Wünsche wurden erfüllt – nur nicht in einem Gerät

Was es nicht gibt und das ganze Jahrzehnt auch nicht gab, ist das passende Notebook für mich. Und das lässt mich mittlerweile ratlos zurück. Seit ein paar Jahren suche ich nach einem Nachfolger für mein 2013er MacBook Air. Meine Wunschliste liest sich eigentlich bescheiden (finde ich):

  • 13- oder 14-Zoll-Bildschirm
  • Flaches Design, möglichst geringes Gewicht
  • Touchscreen
  • Mit einem Stylus bedienbar
  • Moderner Intel-Core-Prozessor
  • Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung und angenehmem Tastenhub
  • Yoga-/Tent-/360-Grad-Modus.
  • Integrierter Mobilfunkchip: Das Notebook soll auch unterwegs immer online sein.
  • Kein Windows

Der letzte Punkt macht die Suche um einiges schwerer – und ist natürlich schrecklich subjektiv. Ich habe ein paar Mal mit Windows 10 gearbeitet und es macht mir einfach keinen Spaß. Täte es das, wäre ich bestimmt schon längst fündig geworden. Was an anderen Systemen noch übrig ist, erfüllt schlicht nicht alle Voraussetzungen.

Apple muss sich erst noch finden, Google weiß nicht, was es will

Apples aktuelle MacBook-Serie gefällt mir eigentlich, das MacBook Air 2018/2019 ist nicht zu teuer. Aber Apple behandelt macOS seit einigen Jahren etwas stiefmütterlich. Touchscreen-Geräte gibt es nicht, da müsste ich zu einem iPad Pro mit iPadOS greifen und das als Notebook verwenden. Aber das ist noch nicht ausgereift. Außerdem heißt es derzeit warten, denn Apple wird sich nach und nach von der umstrittenen Butterfly-Tastatur verabschieden. Dafür ist aber bei den meisten MacBooks noch ein Refresh notwendig.

Das iPad Pro mit iPadOS als Notebook verwenden? Da ist die Technik noch nicht so weit.

Das iPad Pro mit iPadOS als Notebook verwenden? Da ist die Technik noch nicht so weit.

Mit Chromebooks habe ich in diesem Jahr viel experimentiert. Und trotz aller Nachteile, die die App-Auswahl der Geräte noch bedeutet, wäre ich beinahe bereit zu wechseln. Von den wenigen Highend-Maschinen da draußen hatte aber jedes doch ein paar Nachteile: Das Acer 714 etwa doch ein wenig zu groß und ohne 360-Grad-Modus, das Asus Flip C434 mit einer sonderbaren Tastatur, das Lenovo Chromebook C340-15 zu groß und ein wenig zu schwach motorisiert. Das Google Pixelbook Go: nicht in Deutschland erhältlich.

Nimm doch einfach Windows?

Wäre da nicht Windows, wäre der wunderschöne HP Spectre x360 in 13 Zoll ein heißer Kandidat. Die Riege der Always-Connected-PCs fasziniert mich ohnehin, egal ob mit Snapdragon oder Intel-Core-Prozessor. Das Asus Zenbook Pro Duo mit seinem Zweit-Display finde ich interessant, aber es wäre für meine Ansprüche wohl der Overkill. Und auch hier wäre natürlich Windows drauf. Wäre mir das egal, wäre ich auch vom Asus Zenbook S sehr angetan, von einem Lenovo Yoga C oder einem Dell XPS 13.

Asus Zenbook Pro Duo mit Zweitbildschirm

Asus Zenbook Pro Duo mit Zweitbildschirm

Von Windows-Geräten abgesehen, die erschreckenderweise viele Träume tatsächlich schon wahr machen, wäre für die anderen Systeme der Weg eigentlich nicht mehr weit. Apple bräuchte ein klappbares Modell mit Touchscreen, always on und vielleicht auch der noch besseren Unterstützung für iPad-Apps. Ich fürchte, Apple wäre ein 360-Grad-Modus aber schon zu verspielt. Chromebooks könnten noch ein paar bessere On-Board-Apps vertragen, besser für Notebooks angepasste Apps ohnehin.

Hoffnung auf die 2020er-Jahre

Was Chrome OS und eine bessere App-Auswahl anbelangt, hoffe ich darauf, dass Google 2020 endlich die Kurve kriegt. Vielleicht entdeckt das Unternehmen spätestens zur Google I/O (traditionell im Mai) Tablets neu für sich und spornt Entwickler an, ihre Smartphone-Apps auch für größere Geräte (wie Chromebooks) anzupassen. Apple-Fans erwarten ein Hybrid-Gerät aus iPad und MacBook, das dürfte aber frühestens 2021 kommen. Oft habe ich mir schon überlegt, ein Notebook ohne Betriebssystem zu kaufen und einfach Linux darauf zu installieren. Aber auch dafür habe ich das passende Endgerät noch nicht gefunden.

Das Pixelbook Go kommt nah ran an meine Wunschvorstellung, aber nicht auf den deutschen Markt.

Das Pixelbook Go kommt nah ran an meine Wunschvorstellung, aber nicht auf den deutschen Markt.

Was ich jetzt mache? Nun ja, erst einmal weiter warten. Mein gut sechs Jahre altes MacBook Air schafft sicher noch ein Jahr. Die neueste macOS-Version läuft darauf immer noch. Die Tastatur ist mittlerweile etwas ausgelatscht und die Verbindungsprobleme nehmen zu. All zu viel Zeit sollten sich die Hersteller nicht mehr lassen. Wie mein Wunsch-Notebook aussähe? Ein Yoga-Laptop von Lenovo mit einem schlanken Chrome OS als Betriebssystem mit macOS-Apps und Apple-Tweaks wie AirDrop. Werde ich nicht bekommen, na gut. Aber man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Von welchem Notebook träumt ihr? Oder träumt ihr schon gar nicht mehr? Sagt es mir in den Kommentaren!

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5 Kommentare zu “Ein innovatives Jahrzehnt und trotzdem kein passendes Notebook für mich
  1. Moin Jürgen, wieso eigentlich noch die Begrenzung auf 13-14 Zoll? Ich hatte zuvor auch gern diese Größe, aber durch schmale Kanten ist man mittlerweile auch mit 15“ physisch bei gleichen Maßen wie 13“ vor 10 Jahren.
    Bzgl. Betriebssystem, einige Hersteller bieten die Rechner auch mit Linux an, DELL XPS gibt es mit Ubuntu, auch Huawei hat da was. Keine Ahnung ob das was ist, aber du bist ja experimentierfreudig 😉

    Grüße,
    Boris

    • Jürgen Vielmeier

      Das XPS 13 360 ist schon ein feines Ding, gibt’s aber leider nicht mit Ubuntu. So einen richtig schön kompakten 15-Zöller habe ich bisher noch nicht gesehen. Ich hab’s da gerne minimalistisch und leicht. Vielleicht suche ich aber auch einfach nur nach Ausreden. 😉 Weil ich darauf warten will, dass Apple in die Puschen kommt.

    • Das macht natürlich Sinn! 🙂 Wenn da was von Apple kommen sollte, wird es sicher gut. Seltsam dass die das iPad Pro oder ein Derivat nicht in diese Richtung schieben, möglich wäre das ja. Meiner Meinung nach tut der Cook dem Unternehmen nicht gut, ich habe immer mehr das Gefühl dass die mittlerweile mehr Buchhalter als Visionäre sind…

  2. Ich habe ein 15 Zoll Notebook aus der Lenovo Yoga 730er Reihe mit ziemlich guten Specs. Da ist auch ein Stylus dabei, eine echte Grafikkarte drin (kein Grafikchip), es ist Convertible, flach, hat natürlich Touchscreen, 16 GB RAM, 500er SSD Festplatte und ich bin sehr zufrieden damit. Habe ich allerdings schon Anfang des Jahres gekauft.

    Warum schaust Du Dir nicht mal das Surface Pro 7 an – der hat doch alles was Du brauchst 🙂 – bis auf die Bildschirmgröße? Vielleicht als Zwischenlösung, bis Apple ein MacBook mit Touchscreen und Stylus rausbringt (was vermutlich nicht passieren wird :-)).

    • Jürgen Vielmeier

      Das Lenovo klingt gar nicht so schlecht. 😉 Erinnert mich an die Chromebooks aus gleichem Hause. Surface ist nicht so ganz meins. Ich brauche was Stabiles. Aber, ja, eine Zwischenlösung klingt gut. Und Apple macht das irgendwann. Ich will weiter hoffen. 🙂

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