Dünnerer und beidseitig verwendbarer neuer USB-Stecker vor dem Start

Dünnerer und beidseitig verwendbarer neuer USB-Stecker vor dem Start

Er begleitet uns nun schon seit gut 15 Jahren und sah dabei trotz technischer Weiterentwicklungen immer gleich aus: der USB-Stecker. Mit der kommenden Version Type-C soll sich das ändern. Der Stecker wird kleiner und es soll egal sein, in welcher Richtung man ihn einsteckt. Die Entwicklung ist eine kleine Revolution, doch auch wenn sie sinnvoll ist, ist ein Erfolg nicht programmiert.

Egal was, egal wie: ein Stecker und es passt. Als die USB-Schnittstelle in den späten 1990er Jahren auf den Markt kam, dann ersetzte sie schnell das Chaos, für das PC-Anschlüsse bis dahin bekannt waren: Die Maus kam an den PS2-Port, der Drucker an die parallele Schnittstelle, der Scanner wurde über selbige eingeschleift. Dann kam USB und ersetzte separate Stecker für Drucker, Mäuse, Scanner, auf Wunsch auch Soundsysteme oder Patch-Kabel. USB kann Daten übertragen, kleine Gadgets antreiben, Smartphones und Tablets aufladen.

USB_3_1_Type_C

USB liegt aktuell in der Version 3.0 vor und kann Daten mit einer Rate von 5 Gbit/s (netto 4 Gbit/s) übertragen. Das kommende USB 3.1 soll die doppelte Datenrate erlauben. Type-C wäre kein neuer Standard, sondern ein Stecker, der USB 3.0 und 3.1 unterstützt. Die Datenrate bleibt bei 5 oder 10 Gbit/s, doch der Stecker wird kleiner und vielseitiger. Er soll praktisch nicht mehr größer sein als heutige Micro-USB-Stecker (Micro-B). Er ist allerdings leider nicht damit kompatibel.

Eine Chance verpasst

Und das ist ein kleiner Schönheitsfleck der neuen Technik. Natürlich erfordert er auf der einen Steckerseite neue Hardware. Aber es hätte die Einführung sicherlich unterstützt, wenn bisherige Micro-USB-Schnittstellen sich mit den neuen Kabeln verwenden ließen. Der neue Standard erfordert gänzlich neue Geräte oder zumindest Adapter. Da aber nach wie vor ein hoher Bedarf an Ladestrom und schneller Datenübertragung besteht, sollte USB Type-C sich schon durchsetzen.

Eine Chance allerdings scheint der neue Stecker damit verpasst zu haben: Anders als Apples ähnlich große Thunderbolt-Schnittstelle können USB 3.1 und Type-C keine optischen Signale übertragen. Ein Stecker für alles – so wie Thunderbolt es sein soll – ist USB Type-C damit leider nicht.

Laut der USB 3.0 Promoter Group jedenfalls ist die Spezifikation mittlerweile verabschiedet. Die Schnittstelle kann in Produktion gehen. Optimistische Hersteller könnten erste Kabel und Geräte schon um die Jahreswende vorstellen. Das Video zeigt die Vorzüge von USB 3.1, allerdings hier noch mit den großen Steckern:

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