Curved-Monitore weiter auf dem Vormarsch. Und das ist auch gut so!

Fällt die Bezeichnung „Curved“, denkt man unweigerlich an schicke, riesig große HDTVs. Doch längst haben Monitore mit gebogenem Display die Arbeits- und auch Spielezimmer erobert.

Mittlerweile verkaufte Samsung weltweit über eine Million Curved-Monitore. Damit sichert sich das Unternehmen laut IDC einen Marktanteil von derzeit über 85 Prozent. Sicherlich mag es auch an der Vorreiter-Rolle in diesem Segment liegen, dass man den Markt bereits dominiert. Auch in Deutschland, wo sich Samsung 2015 einen Anteil von 78 Prozent sichern konnte.

Besseres Seherlebnis

Aber: Längst haben auch andere Unternehmen das Potential erkannt, das die gewölbten Bildschirme mit sich bringen. Denn die Displays lehnen sich an der Wölbung des menschlichen Auges an, was die Wahrnehmung für das Dargestellte deutlich erhöht. Ein etwas breiterer, tieferer und vor allem räumlicher Effekt macht sich auch beim Arbeiten bemerkbar. Hier ist das Bild an den Rändern im besten Fall nicht mehr verzerrt, sodass die Augen bei längeren Tätigkeiten am Rechner nicht ganz so schnell ermüden. Zusätzlich verzichten Curved Monitore oftmals auf spiegelnde Oberflächen, Reflexionen werden somit vermieden.

Auch für Spieler relevant. (Foto: Acer)

Auch für Spieler relevant. (Foto: Acer)

Dass Curved Monitore perspektivisch die klassischen Displays bei Office und Spielen ersetzen werden, liegt vor allem an einem Aspekt: Die Preise gleichen sich von Jahr zu Jahr mehr an. Und das, obwohl sich die Technik gravierend verbessert. Noch 2014 waren Wölbungsradien von 4000mm üblich, mittlerweile ist man bei 1800mm angelangt. Und Unternehmen wie Acer (Predator X34) oder Asus (Swift PG348Q) haben ebenfalls ein Auge auf Gamer geworfen, die mit monströsen Geräten um die 34 Zoll ein wahrlich immersives Erlebnis erhalten dürften. Genügend Platz vorausgesetzt.

Probiert es aus

Ich muss zugeben, selbst ein wenig skeptisch gewesen zu sein, als ich mir vor einigen Monaten meinen ersten Curved Monitor für die Arbeit zulegte. Der Samsung S27E650C mag vielleicht kein besonderes Highlight in irgendeinem Bereich sein, er besitzt aber immerhin einen höhenverstellbaren, schwenkbaren Fuß (war mir wichtig) und ein sehr angenehmes Bild. Schon nach dem Aufstellen war für mich klar: Das ist ein Quantensprung gegenüber „Flat“-Monitoren, obwohl er nur 4000 mm Wölbungsradius besitzt. Schon nach ein paar Stunden am PC merke ich die sehr viel geringeren Ermüdungserscheinungen und das wie gesagt quasi nicht mehr vorhandene verzerrte Bild, was Auge und Hirn sonst ausgleichen würden.

Mittlerweile nicht mehr teurer als normale Monitore. (Foto: Samsung)

Mittlerweile nicht mehr teurer als normale Monitore. (Foto: Samsung)

Mein Tipp: Überlegt ihr die Anschaffung eines neuen Monitors, probiert es aus. Testet einen mit Curved Display und lasst euch überraschen. Letztlich ist es zweitrangig, für welchen Hersteller ihr euch entscheidet. Das Angebot steigt von Monat zu Monat. Ob’s am Schluss ein Wölbungsradius von 1800 mm sein muss, unter anderem der Samsung LC27F390 bietet diesen, findet ihr sicherlich am besten selbst heraus. Denn es ist wirklich schwierig, die Vorzüge in Text- oder auch Videoform zu verdeutlichen. Man muss es zumindest mal live getestet haben.

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Ein Kommentar zu “Curved-Monitore weiter auf dem Vormarsch. Und das ist auch gut so!
  1. Preislich sind die curved Monitore ja nicht mehr viel teurer als herkömmliche Bildschirme. Meine Bedenken sind nun als Gamer, dass sich der gebogene Bildschirm auf die Reaktionszeit und damit auch auf das Spielgeschehen auswirkt. Vor allem bei Shootern. Liege ich damit falsch?
    Gruß

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