CES 2016: Die neuen Lenovo-Modelle und was daran wirklich neu ist

Zur Technik-Messe CES 2016 in Las Vegas stellt Lenovo wieder einmal Nachfolgemodelle seiner ThinkPad-Laptops vor. Was als neu angepriesen wird, ist dann meist doch nur Modellpflege, auch wenn diese solide ausfällt: Die meisten Geräte lassen sich mit dem Intel-Core-Prozessor m7 vPro der sechsten Generation, 16 GB RAM und einer 1 TB großen SSD bestücken.

Von der Konkurrenz sich wahrlich abzuheben, schafft es Lenovo aber mit einem 14 Zoll großen OLED-Display beim neuen X1-Yoga-Modell und mit hochwertigen Ansteckmodulen für das neue X1-Tablet.

Das neue und nur 8,4 Millimeter dicke Lenovo ThinkPad X1 Tablet zeigt 2.160 x 1.440 Pixel auf einem 12 Zoll großen IPS-Display und bringt dabei 795 Gramm auf die Waage. Es verfügt über einen USB-3.0-Anschluss, einen weiteren vom USB-Typ-C, ein LTE-Modul (optional) und über einen Micro-SD-Slot. Mit einer Akkuladung soll es zehn Stunden durchhalten. Das Windows-Tablet lässt sich mit einer Thinkpad-Tastatur kombinieren, die über normalgroße Tasten sowie einen Tracking-Stick und ein Trackpad verfügt. Die Tastatur wird magnetisch angedockt und erhöht das Gewicht auf 1,1 Kilogramm.

Hochwertige Tablet-Module zum Anstecken

Mit dieser Ausstattung könnte es das ThinkPad X1 Tablet bereits mit dem Microsoft Surface Pro 4 aufnehmen, doch mit drei Modulen, die sich unten am Gerät anstecken lassen, wächst das Tablet sogar noch über sich hinaus. Per Zusatzmodul lässt sich die Akkulaufzeit von zehn auf fünfzehn Stunden erhöhen, einen HDMI-Anschluss gibt es dann noch dazu. Ein weiteres Modul kann für Präsentationen im Büro oder den Filmgenuss daheim ein sechzig Zoll großes Bild aus zwei Metern Entfernung an die Wand werfen. Als dritte Option steht eine RealSense-3D-Kamera von Intel zur Verfügung, die 3D-Modelle von Objekten einfängt, um im 3D-Drucker beispielsweise eine Kopie anzufertigen.

Das ebenfalls neue Lenovo ThinkPad X1 Yoga ist ein Convertible mit 14-Zoll-Display, das – erstmals in dieser Größe – auch ein OLED-Bildschirm sein kann. Der von Samsung gelieferte Touchscreen würde dann mit 2.560 x 1.440 Pixeln auflösen und auch per Stylus bedient werden können. Wer sich allerdings für das IPS-Display entscheidet, kann zwischen 1.920 x 1.080 und 2.560 x 1.440 Pixeln wählen. Das 33,3 x 22,9 x 1,7 Zentimeter große und 1,3 Kilogramm schwere Ultrabook verfügt über drei USB-3.0-Ports sowie OneLink+, Mini-DisplayPort, HDMI, Micro-SD-Steckplatz und einen Fingerabdruckleser. Auf Wunsch gelangt es auch über ein LTE-Modul ins Internet.

Das Lenovo ThinkPad X1 Carbon 2016 ist mit einem Gewicht von 1,2 Kilogramm nicht das leichteste Notebook generell, aber immerhin in der Klasse der größeren 14-Zoll-Ultrabooks. Das IPS-Display zeigt wahlweise 1.920 x 1.080 oder 2.560 x 1.440 Pixel an. Auch bei diesem Gerät wird eine Konfiguration mit Intel Core i7 vPro der sechsten Generation, 16 GB RAM und einer ein Terabyte großen PCIe-SSD-Festplatte angeboten. Zur weiteren Ausstattung gehören dreimal USB 3.0, OneLink+, Mini-DisplayPort, HDMI, Micro-SD, ein Fingerabdruckleser und optional auch ein LTE-Modul. Mit einer Akkuladung soll das ThinkPad X1 Carbon bis zu elf Stunden durchhalten.

Alternativen jenseits der mobilen Spitzenmodelle

Ebenfalls bei Datennomaden sehr beliebt, aber nicht unbedingt leichter ist das kleinere Lenovo ThinkPad X260. Auf dem 12,5 Zoll großen IPS-Display werden 1.920 x 1.080 Pixel angezeigt. Das Gerät verschwindet mit seinen 30,6 x 20,9 x 2,0 Zentimetern auch in kleineren Taschen, zieht aber mit 1,3 Kilogramm genauso an der Schulter wie andere Ultrabooks. Die Ausstattung entspricht mit wenigen Abstrichen denen größerer Modelle. Die Akkulaufzeit soll mit bis zu 21 Stunden jedoch überragend sein.

Ein besonderes Modell für Schüler und Studenten ist das Lenovo ThinkPad 13, das es als Chromebook oder mit Windows gibt. Auf dem 13-Zoll-Display werden voraussichtlich nur 1.366 x 720 Pixel angezeigt. Technisch hängt das Gerät mit Intel-Core-i-Prozessoren bis zum Intel Core i5 vPro der sechsten Generation und einer maximal 512 GB großen SSD hinter den Spitzenmodellen zurück, dafür wird der Preis aber auch um einiges niedriger ausfallen.

Geballte Leistung für den idealen Arbeitsplatzrechner

Auch die Arbeitstiere der T-Reihe hat Lenovo überarbeitet, namentlich die ThinkPad-Modelle T460s, T460, T560, T460p, L460 und L560. Das Lenovo ThinkPad T460s ist das leistungsfähigste dieser Business-Laptops. Der Intel Core i7 vPro kann hier um bis zu 24 Gigabyte DDR4-RAM und die dedizierte Grafikkarte Nvidia GeForce 930M ergänzt werden – auch wenn die SSD nur bis zu 512 GB groß sein darf. Das Display zeigt 2.560 x 1.440 Pixel auf 14 Zoll. Drei USB-Anschlüsse und ein Mini-DisplayPort sowie HDMI- und LAN-Anschlüsse in voller Größe lassen das Notebook schnell in einen vorhandenen Arbeitsplatz integrieren. Optional gibt es auch eine Dockingstation. Mit einem Gewicht von 1,36 Kilogramm und einer Akkulaufzeit von bis zu 10,5 Stunden bleibt es ein äußerst mobiles Gerät.

Das Lenovo ThinkPad X1 Yoga gibt es auch mit OLED-Display - noch einmalig in dieser Größe (Bild: Lenovo)

Das Lenovo ThinkPad X1 Yoga gibt es auch mit OLED-Display – noch einmalig in dieser Größe (Bild: Lenovo)


Zur CES 2016 hat Lenovo seine ThinkPad-Reihe neu aufgestellt. Während Toshiba und Fujitsu überlegen, ihre Laptopsparte abzustoßen und Sony dies bereits getan hat, zeigt Lenovo nicht nur Geräte auf dem aktuellen Stand, sondern auch einen Ausblick, wie es weitergeht. Tablets werden nicht nur in Reichweite des Sofas liegen, um schnell mal einen Film darauf zu schauen, sondern durch ansteckbare Module zu ganz neuen Anwendungen finden. Wer bereits das satte Schwarz auf dem OLED-Display seines Smartphones liebt, könnte auch beim Notebook zu einem solchen greifen. Lenovo tastet sich langsam in die Zukunft vor.

Lenovo hat Erscheinungstermine und Preise erst einmal nur für den US-Markt bekannt gegeben. Wer nicht auf maximale Rechenpower angewiesen und auch nicht bereit ist, einen hohen Preis zu zahlen, kann sich auch nach aktuellen Lenovomodellen im Euronics-Onlineshop umschauen. Ich persönlich greife gerne – wenn auch nicht immer – zum Vorjahresmodell und spare damit den einen oder anderen Euro.

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