AOC bringt günstigen Oculus Rift-Konkurrenten: VR auf dem Weg zum Mainstream?

Viel günstiger und offener: Der Display-Hersteller AOC stellte auf der Gamescom in Köln seine erste VR-Brille vor, die vor allem Oculus Rift Paroli bieten möchte. Auch, weil ein deutlich niedrigerer Preis anvisiert wird.

Die VR-Brille von AOC besitzt noch keinen finalen Namen, was daran liegen dürfte, dass auf der Spielemesse in Köln ein Prototyp gezeigt wurde. AOC VR basiert auf den offenen Strukturen von OSVR HDK2 des Unternehmens Razer. Das „Open Source Head-Mounted Display“ kann von anderen Herstellern genutzt werden, um eigene VR-Brillen zu produzieren. Und genau das hat AOC getan.

Sehr viel günstiger

Interessant sind einige Besonderheiten: So plant AOC, diese VR-Brille für 399 US-Dollar bzw. vermutlich Euro in den Handel zu bringen – zwar erst 2017, dafür aber eben zu einem Preis, den die prominenten Mitbewerber nicht bieten können. Die Oculus Rift beginnt beispielsweise bei 699 Euro, obwohl sie technisch Ähnliches bietet. So kommen auch hier zwei OLED-Panels mit einer Auflösung von 1200 x 1080 Pixeln zum Einsatz, die das Bild zu den Augen bringen. Das Tracking erfolgt über das eigentliche Headset, sodass Kameras und weiteres Zubehör nicht nötig sind. Sicherlich fehlt dadurch die Bewegung im Raum, andererseits wird diese nicht für alle Zwecke benötigt.

Ähnlich wie die Oculus Rift. (Foto: AOC)

Ähnlich wie die Oculus Rift. (Foto: AOC)

Golem zufolge erinnert die AOC-Lösung sehr an die Oculus Rift, von der man sich wohl inspirieren ließ. Dagegen ist aber eben der offene Ansatz vielversprechend. So werden im Grunde sämtliche Spiele unterstützt, die auf Steam VR setzen – also sozusagen alle, die auch auf der HTC Vive laufen, die sogar noch sehr viel teurer ist (850 Euro und mehr). Die Hardware-Anforderungen an den nötigen PC dürften dagegen genauso wie bei den Konkurrenten sein, also ein Intel Core i5-4590 mit 8GB RAM und einer Nvidia GeForce GTX 970 wird mindestens benötigt.

Massenmarkt im Visier

Was ist an der AOC VR-Hardware spannend? Das HMD deutet an, dass uns womöglich 2017 sehr viel günstigere Brillen erwarten könnten, die trotzdem eine hochwertige Erfahrung versprechen. Sicherlich legen Oculus VR und HTC mit neuen und besseren Modellen nach, doch die (finanzielle) Einstiegshürde sinkt. Das könnte dazu führen, dass aus dem aktuellen Hype Produkte für den Massenmarkt werdeb. Und AOC möchte sich diese Chance mitzumischen, sichtlich nicht entgehen lassen. Verständlich.

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