YouTube wertet Musiksammlung auf und startet Flatrate Music Key – nur nicht in Deutschland

Googles Video-Tochter YouTube versteht sich seit jeher auch als weltgrößte Musikdatenbank. Neuere und ältere Musikvideos von Künstlern finden sich darin – solange sich YouTube mit den Plattenlabels auf die Vergütung einigt. Um diese Musik besser zu strukturieren, wertet YouTube laut einem aktuellen Blogpost die eigene Datenbank auf, legt bessere Playlists an und will die Tonqualität und Abspielmechanismen von Musikstücken verbessern. Neu ist auch der neue Abo-Dienst Music Key. Nur Nutzer in Deutschland haben zunächst einmal nichts davon.

Mehr Musik, besserer Sound, offline und im Hintergrund

Bereits auf der Startseite von YouTube.com und den YouTube-Apps für Android und iOS will der Videodienst Musikplaylisten vorschlagen, die aus bereits angesehenen Tracks und dazu passenden Vorschlägen stammen. Songs aus abonnierten Kanälen sollen schneller zu finden sein. Bald sollen sich auch ganze Alben und Musiksammlungen eines Künstlers auf YouTube abspielen lassen. Wenn es zu einem Song kein Video gibt, wird ein Standbild angezeigt, aber der komplette Song abgespielt.

Das neue Angebot soll weiterhin werbefinanziert sein und allen YouTube-Nutzern in den Ländern zur Verfügung stehen, in denen das Angebot unterstützt wird. Deutschland gehört leider nicht dazu, weil sich YouTube mit der Verwertungsgesellschaft GEMA nach wie vor nicht über die Höhe der Vergütung für Künstler geeinigt hat.

In Deutschland bieten sich Alternativdienste an

Deswegen wird auch der neue Service YouTube Music Key in Deutschland erst einmal nicht zur Verfügung stehen. Music Key erweitert die neuen Musikvideo-Funktionen um weitere Elemente. So lassen sich Musikvideos mit dem Dienst werbefrei, im Hintergrund und – wenn vorher zwischengespeichert – auch offline unterwegs hören. Für Music Key berechnet Google US-Nutzern anfangs 7,99 Dollar, später 9,99 Dollar. Um Nutzern den Dienst schmackhaft zu machen, wird er mit der Audio-Musikflatrate Play Music All Access kombiniert, Googles Antwort auf Spotify, die Zugang zu über 35 Millionen Songs bietet.

Musikvideos auf YouTube gibt es in Deutschland nur wenige. Dafür springen seit Jahren Alternativdienste wie Vevo, Tape.tv und Ampya mit ähnlichen Angeboten in die Bresche, die zum Teil auch mobile Playlists anlegen lassen. Diese Dienste haben sich mit der GEMA geeinigt und bieten eine Auswahl an Musikvideos teils kostenlos, teils gegen Gebühr. Wann und ob YouTube Music Key in Deutschland startet, ist noch unklar.

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