Wire: Neuer mobiler Skype-Konkurrent aus der Schweiz, gefördert vom Skype-Gründer

Wire: Neuer mobiler Skype-Konkurrent aus der Schweiz, gefördert vom Skype-Gründer

Die Schweiz wird mehr und mehr zum Mekka verschlüsselter Kommunikationslösungen. Seit heute neu am Start ist der Messenger Wire, der einen internationalen Markt anvisiert und von Veteranen der Messenger-Lösungen betrieben und gefördert wird. Chef des Unternehmens mit einem Entwicklerteam in Berlin und dem Hauptsitz in Zug in der Schweiz ist der ehemalige Microsoft-Entwickler Jonathan Christensen, der am MSN Messenger und Lync mitgewirkt hat und außerdem eine Sprachsoftware entwickelt hat, die später von Skype gekauft und eingesetzt wurde. Skype-Gründer Janus Friis ist Mit-Investor des Projekts. Wire selbst wirkt wie eine Mischung aus Skype, WhatsApp und den aus Google Plus bekannten Kreisen.

Für Desktops ebenso wie für mobile Geräte

Auffällig an dem neuen Messenger ist das modische Design. Der Messenger unterstützt Text-Nachrichten ebenso wie das Verschicken von YouTube-Videos, Soundcloud-Audios und Bildern. Audio- und Videotelefonie ist damit möglich. Kontakte lassen sich in Form von Kreisen anlegen, wie man es vom Social Network Google Plus kennt. Das Aufzeichnen und Übermitteln von Videonachrichten ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht fertig, ebenso wenig wie eine Browser-Version. Da der Messenger wie Firefox Hello Web RTC-fähig ist, soll diese aber in Kürze nachgereicht werden. Für den Anfang steht Wire in einer Version für Mac OS X (ab 10.9), iOS (ab 8.0) und Android (ab 4.4) zur Verfügung. Wire nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

Wire

Der Markt für Messenger wird mittlerweile unübersichtlich. Neben den vielfach genutzten Diensten WhatsApp, Skype und Facebook Messenger wollen auch Dienste wie Line, Telegram, Kik oder WeChat den Markt aufmischen. Der Vorteil einer Lösung wie Wire ist die Unterstützung mehrerer Plattformen, also nicht nur mobiler Geräte, sondern auch Desktops und Laptops. Eine Verschlüsselung setzt mittlerweile auch WhatsApp ein – auch wenn Konkurrent Threema nach wie vor die eigene Sicherheitslösung als besser bezeichnet. Threema stammt ebenso wie Wire und die verschlüsselte GMail-Alternative ProtonMail aus der Schweiz. Die Alpenrepublik positioniert sich damit zunehmend als Mekka für sichere Kommunikationslösungen.

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