Windows 8 & Internet Explorer: Microsoft beendet den Support. Das müsst ihr wissen

Alles hat mal ein Ende. Das gilt auch für den Support beliebter Microsoft-Programme. Seit dem 12. Januar 2016 wird Windows 8 nicht mehr mit Aktualisierungen versorgt, die Fehler beheben oder Sicherheitslücken schließen. Ebenfalls sind im Grunde alle älteren Versionen des Internet Explorer betroffen. Was gibt es jetzt zu tun?

Windows 8: Zeit für ein Update?

Machen wir uns nichts vor: Windows 8 erschien am 26. Oktober 2012, zirka ein Jahr später veröffentlichte Microsoft das kostenlose Update auf Windows 8.1. Es war also genügend Zeit, dieses zu installieren. Wer eine legal erworbene Version des Betriebssystems besitzt, muss sich wirklich keine Sorgen machen, zumal 8.1 schon einige erste Ansätze mitbringt, die später in Windows 10 ausgebaut wurden – beispielsweise die verbesserte Desktop-Ansicht oder die OneDrive-Anbindung.

Einfach auf Windows 8.1 aktualisieren - Problem beseitigt. (Foto: Microsoft)

Einfach auf Windows 8.1 aktualisieren – Problem beseitigt. (Foto: Microsoft)

Und das ist der Punkt: Wer Windows 8.1 bereits besitzt oder eben aktualisiert, erhält noch bis zum 9. Januar 2018 den sogenannten Mainstream-Support, bis zum 10. Januar 2013 sogar den „Extended Support“ (sicherheitsrelevante Bugfixes für Firmenkunden) – in beiden Fällen ist also für das Stopfen von Sicherheitslücken und das Beseitigen gravierender Bugs gesorgt. Sowieso ist dies in Microsofts-eigenen Lifecycle-Richtlinien klar geregelt. Nur diese gelten nicht für Windows 8(.0), denn als reguläre und letzte Versionsnummer für den Windows 10-Vorgänger gilt die 8.1.

Oder anders gesagt: Mit einem Update von Windows 8 auf 8.1 erhaltet ihr wieder vollen Support für die nächsten Jahre. Die Alternative heißt: Windows 10. Bis Ende Juli 2016 ist das kostenfreie Upgrade für Windows 8.1-Nutzer möglich. Bei der neuesten Fassung der Betriebssoftware aus Redmond endet der Support für Privat- bzw. Endkunden am 13. Oktober 2020, für Geschäftskunden (Extended Support) erst am 14. Oktober 2025.

Windows 10: Das neue Startmenü

Windows 10: Das neue Startmenü

Wir möchten wirklich empfehlen, über einen Aufstieg der Versionsnummer nachzudenken. Denn neue Sicherheitslücken können zu massiven Schwierigkeiten mit der aktuellen Hard- und vor allem Software führen. Gerade eine Aktualisierung auf Version 8.1 sollte mit keinerlei Aufwand verbunden sein. Hierzu ist es ratsam, die interne Update-Funktion des OS zu verwenden.

Der Internet Explorer stirbt?

Mit den alten Versionen des Internet Explorer ist seit dem 12. Januar 2016 ebenfalls Schluss. Das heißt konkret: Wer den IE mit Version 7, 8, 9 oder 10 einsetzt, bekommt mit einem letzten Update den Hinweis präsentiert, dass der Webbrowser nicht mehr gepflegt wird. Eine Ausnahme gilt dank besagter Lifecycle-Richtlinien für Geschäftskunden, die bis zum 11. April 2017 beispielsweise noch den Internet Explorer 9 unter Windows Vista (mit Service Pack 2 & Windows Server 2008 Service Pack 2) mit Support-Garantie verwenden dürfen. Sowieso: Microsoft untersagt nicht die Nutzung angestaubter IE-Versionen, wird aber keine Updates mehr bereitstellen, auch wenn sich neue Sicherheitslücken beim Surfen im Web offenbaren sollten. Und gerade das sollte man beim Internet Explorer nicht unterschätzen. Davon abgesehen funktionieren moderne Webseiten oftmals nicht ordnungsgemäß mit den teils uralten Programmen. Zum Beispiel ist der IE7 mittlerweile zehn Jahre alt, seitdem etablierten sich neue Web-Standards wie HTML5 und Javascript.

Schluss mit den alten Versionen.

Schluss mit den alten Versionen.

Microsoft konzentriert sich nur noch auf den Internet Explorer 11 (mindestens Windows 7 erforderlich) und Edge, dem neuen Browser von Windows 10. Ein paar Ausnahmeregelungen sind für spezielle Varianten des IE vorgesehen, eine genaue Liste findet sich bei Microsoft.

Letztlich bleiben IE-Freunden mehrere Optionen: Besitzt ihr ein halbwegs aktuelles Betriebssystem, mindestens Windows 7, sollte schleunigst ein Update auf IE11 vorgenommen werden. Den nötigen Download findet ihr auf der offiziellen Webseite. Schwierig wird es bei Rechnern, auf denen noch Windows 95, XP oder Vista läuft. Dann sollte man langsam mal den Umstieg auf ein neues Betriebssystem (am besten mit aktueller Hardware) in Erwägung ziehen. Alternativ lohnt ein Blick auf andere Browser, beispielsweise unterstützt Googles Chrome noch XP und Vista, bei Mozilla Firefox ist es ähnlich. Die potentiellen Probleme verschwinden allerdings nicht, denn ein altes Betriebssystem hat zur Folge, dass Sicherheitslücken eine potentielle Gefahr darstellen – und das völlig unabhängig davon, ob man seinen Computer beruflich oder privat einsetzt.

Weitere Fakten zum Supportende vom Internet Explorer finden sich direkt beim Hersteller.

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