Wi-Fi ist der Marketingbegriff für die WLAN-Standards, die unsere Welt mit Funksignalen versorgen. Mittlerweile sind wir bei Wi-Fi 8 angekommen, das irgendwann zum Jahreswechsel 2026/27 starten soll.
Was nun aber Wi-Fi 8 von Wi-Fi 7 oder Wi-Fi 6 unterscheidet? Erklären wir dir kurz und knapp.
Inhalt:
Wi-Fi 8: Viel schneller und mit Ausfall-Sicherungen
Der neuste WLAN-Standard hört auf den Namen Wi-Fi 8 bzw. 802.11bn und soll zum Jahreswechsel 2026/27 verfügbar sein.
Wi-Fi 8 bietet einen Datendurchsatz von bis zu 100.000 Mbit/s pro Sekunde – etwa zweieinhalb DVDs mit 4,7 GB würden so durchs heimische WLAN-Netzwerk passen. Pro Sekunde!
Daneben soll Wi-Fi 8 Sicherheitsmechanismen gegen Signalausfall bieten. Allen voran eine feiner abgestimmte Modulation über 13 Kanäle und dem Fokus darauf, auch bei schwachem Signal eine zuverlässige Datenübertragung zu gewährleisten.

Insbesondere für Firmen interessant: Der Wechsel zwischen WLAN-Repeatern soll latenzfrei ablaufen. Und „konkurrierende“ WLAN-Router, die in verschiedenen Haushalten stehen, sollen sich besser „absprechen“ können, wer wann die Datenblöcke überträgt. Dazu teilen sie die Sendezeit selbständig auf.
So ist selbst auf dem selben Funkkanal gewährleistet, dass der Datendurchsatz flott und die Signalstärke hoch bleibt.
Und all das bei geringerem Energieaufwand.
Mit Wi-Fi 8 kompatible Geräte sind zur Markteinführung um den Jahreswechsel 2026/27 zu erwarten.
Wi-Fi 7: Die Power mehrerer Frequenzbänder
Wi-Fi 7 bzw. 802.11be nutzt das von Wi-Fi 6 geöffnete 6-GHz-Band zur Optimierung des Datendurchsatzes. Seine Stärken spielt Wi-Fi 7 aus, wenn es darum geht, trotz Funkinterferenzen zuverlässig Daten zwischen den Funkgeräten auszutauschen.
Zudem nutzt Wi-Fi 7 ultraflotte 320-MHz-Kanäle, deren Datendurchsatz theoretisch doppelt so hoch wie die des Vorgängers Wi-Fi 6e sind – eine Datenübertragung bis 46,7 Mbit/s ist theoretisch möglich.
Andere Technologien nutzt Wi-Fi 7, um hohen Datendurchsatz zu gewährleisten.
Zu den kompatiblen Smartphones gehören beispielsweise das Apple iPhone 17 (samt der von uns getesteten Pro-Max-Variante), das Samsung Galaxy S25 Ultra und dessen kommender Nachfolger Galaxy S26 Ultra.
Wi-Fi 6: 6 GHz für schnelle Übertragungen
Wi-Fi 6 bzw. 802.11ax führte das 6-GHz-Band ein, das für eine flotte Datenübertragung über kurze Abstände zwischen beiden WLAN-Geräten gedacht ist. Die theoretische Datenübertragung beträgt 4.804 Mbit/s – also etwa eine Musik-CD mit 650 MB pro Sekunde.
Ansonsten ergibt sich aus den Spezifikationen in der Praxis wenig Neues gegenüber Wi-Fi 5.
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Wi-Fi 5: Old but gold?
Da müssen wir den Kalender aber ein gutes Stück zurückblättern: Bereits im Dezember 2013 erblickte Wi-Fi 5 oder WLAN 802.11ac das Licht der Welt. Es bot einen Datendurchsatz von bis zu 867 Mbit/s.

Aus heutiger Sicht ist das nicht sonderlich flott, damals war die Technologie aber ausreichend, um Haushalte mit mehreren Netzinhalten parallel zu beliefern: Games-Download, Email-Verkehr, Videostreams – gleichzeitig!
Die Technik damals: LG G2, Galaxy S4 oder Apple iPhone 6 und 6 Plus. Ja, lang, lang ist’s her…
Wi-Fi 1 bis 4: Die Anfänge des WLANs
Was aber ist nun mit Wi-Fi 1 bis Wi-Fi 4? Ganz einfach: Diese Funkstandards stammen noch aus den späten 90er- und Nuller-Jahren, brachten erstmals kabelloses Indoor-Internet zu uns, sind mittlerweile aber natürlich überholt. Weil die Latenz zu hoch ist, die Geschwindigkeit zu niedrig und die Funkabdeckung verglichen mit moderner Technologie zu gering ist. Beispiel gefällig?

Das erste Smartphone mit Wi-Fi 4 war das 2010 vorgestellte Samsung Wave S8500, das eine Datenrate von 150 und maximal 300 Mbit/s bot. Reell kamen davon etwa 50 bis 100 Mbit/s an. Das würde heute immer noch ausreichen, aber wir sind zumindest im Heimnetz längst Schnelleres, vor allem kürzere Latenzen gewohnt.
Aktuelle Smartphones, Computer und Tablets sind immer noch zu Wi-Fi 4 und den Vorgängern kompatibel. Wenn du also noch ein altes Gerät damit hast, wird es auch mit neueren Endgeräten funken können. Das ist einer der vielen Vorteile der WLAN-Technik.
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Danke, ist sehr gut erklärt.