WhatsApp-Startseite von palästinensischen Hackern lahmgelegt

DNS-Server betroffen, aber kein Grund zur Panik: Die Website des beliebten Instant Messengers WhatsApp ist heute Vormittag gehackt worden. Der oder die Täter verbreitete(n) eine Botschaft über das Unrecht und den Territorialverlust, der dem palästinensischen Volk widerfahren sei. Wenig später war die WhatsApp-Startseite nicht mehr aufrufbar.

Bislang ist noch nicht klar, welche Schäden die Cracker verursacht haben und ob auch die Server des Unternehmens betroffen sind. Letzteres scheint aber nicht der Fall zu sein. Es gab keinen Ausfall des mobilen Dienstes, es könnte sich lediglich um einen Hack des DNS-Servers handeln, auf dem die Website der Kalifornier gehostet ist. Dieser läuft getrennt von den Datenservern.

In ihrer Botschaft erklären die Aktivisten, dass ihr Land „von Zionisten“ gestohlen worden sei. Sie fordern eine Rückgabe des Landes und eine Freilassung aller inhaftierten Palästinenser aus israelischen Gefängnissen. Das Palästinensische Volk habe des Recht in Frieden zu leben.

WhatsApp sieht sich seit längerem in der Kritik, die Daten der Nutzer nicht ausreichend zu schützen. Lange sendete der Dienst Nachrichten quasi im Klartext, die mittlerweile verwendete Verschlüsselung ist nach der Demonstration eines Hackers zu leicht zu umgehen. WhatsApp ist mittlerweile in Deutschland und vielen anderen Ländern derart weit verbreitet, dass es der SMS das Wasser abgräbt. Damit steigt die Gefahr der Abhängigkeit von einem Unternehmen sowohl wirtschaftlich als auch technisch. Sollten die Daten-Server des Unternehmens tatsächlich lahmgelegt oder gar ausgespäht werden, wären mehr als 300 Millionen Nutzer weltweit betroffen.

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