Wander-Gadgets: Was ich auf einer Vier-Tages-Tour durch die Eifel gerne dabei gehabt hätte

Beim Wandern geht es auch ums Abschalten. Das heißt aber nicht, dass ein paar Gadgets nicht trotzdem hilfreich wären. Eine kleine Auswahl nützlicher Helfer, die euch beim Wandern unterstützen können, zeigen wir euch hier.

Vier Tage wandern, um dabei dem Stress zu entfliehen. Vor ein paar Tagen ging ich eines Morgens einfach los. Arbeit aus, Smartphone aus, den Laptop zuhause stehen lassen. Klar, denn beim Wandern geht es darum, zur Ruhe zu kommen, keine Mails zu checken oder auf Facebook oder Instagram nach was Neuem zu gucken. Das bedeutet allerdings nicht, dass einige Gadgets unterwegs nicht ganz hilfreich wären, eben weil sie einen Wanderer bei seinem Vorhaben unterstützen können.

Ein GPS-Gerät oder ein vernünftiges Fußgängernavi

Fußgänger-Navi Garmin eTrax 30. Bild: Garmin

Fußgänger-Navi Garmin eTrax 30. Bild: Garmin

Erfahrene Wanderer werden jetzt vermutlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Ich brach ohne eine vernünftige Wanderkarte aus meiner Bonner Altstadt-Wohnung in die Eifel auf und ließ mich von Google Maps navigieren. Es sollte auch ein Test sein und ist für vernünftige Wanderer nicht unbedingt empfehlenswert. Aber ich wollte meine eigene Route abseits ausgelatschter Wanderwege finden.

Und es funktionierte – leidlich. Google Maps suchte mir zwar die kürzeste Route heraus, fand es allerdings auch kommod, mich kilometerweit über Landstraßen ohne Fußgängerweg zu schicken. Man wird gut darin, sich von Hand Feldwege drumherum zu suchen. Google und Co. sollten hier auf jeden Fall ihre Kartensysteme nachbessern.

Gadgets, die mir hier geholfen hätten:

  • Ein GPS-Gerät. Klar ist die Navigation am Smartphone komfortabler aber leider oft auch falsch. Mögliche Modelle wären das Garmin eTrex 10, das Garmin GPSmap 78 s oder, eine Nummer kleiner, das A-Rival SQ 100 Spoq.
  • Eine Powerbank wie die RealPower PB-Starter 2 oder die Fresh’n’Rebel PowerBank concrete. Für den Notfall empfiehlt es sich ohnehin, eins dabei zu haben, es muss ja nicht zwingend eine mit Flecktarn sein.

Ein Fitnesstracker

Fitnesstracker Fitbit Surge. Bild: Fitbit

Fitnesstracker Fitbit Surge. Bild: Fitbit

Beim Wandern will man sich auch ein wenig „verlieren“, die Ruhe genießen, eins mit der Natur werden. Nicht selten wacht man nach einiger Zeit aus seinen Gedanken auf und fragt sich, wie lange man eigentlich schon unterwegs und wie weit man schon gelaufen ist. Das ist eigentlich ganz schön. Irgendwann kommt jedoch der Punkt, an dem man merkt, dass man sich ein wenig sputen muss, es spät wird, die Beine langsam schlapp machen, ein bisschen Motivation helfen könnte.

Ich hätte hier gerne meinen Fitnesstracker dabei gehabt. Aktuell teste ich die Fitbit Surge (leider zuhause vergessen) in einem Langzeittest. Die Info über verbrauchte Kalorien und gegangene Schritte wären mir herzlich egal gewesen. Aber die Surge lässt sich so einstellen, dass sie sich bei jedem gelaufenen Kilometer mit einer kurzen Vibration meldet – unglaublich motivierend. Außerdem zeigt sie die Durchschnittsgeschwindigkeit des zuletzt gelaufenen Kilometers an. Man kann hier also überprüfen, ob man langsam nachlässt und sich mal wieder zusammenreißen sollte, und man kann Kilometer „sammeln“. Beides hätte mich auf meiner Tour motiviert.

Weitere Activity Tracker mit ähnlichen Funktionen:

Ein Sportkopfhörer

Sportkopfhörer Jabra Sport Pace. Bild: Jabra

Sportkopfhörer Jabra Sport Pace. Bild: Jabra

Ich liebe die Ruhe beim Wandern. Es ist herrlich, durch nichts abgelenkt zu werden und dem Rauschen des Windes in den Kornfeldern zu lauschen. Doch an einem Tag meiner Wanderung begannen meine Füße zu schmerzen, das Ziel wollte und wollte nicht näher kommen. Hier half nur noch eine gute Playlist mit munterer Musik, mal wieder aus meinem Smartphone natürlich. Mein Standard-Kopfhörer hat zwar einen ganz ordentlichen Klang, aber die Ohrstöpsel fielen bei jeder Unebenheit heraus. Hier hätte ich mir gewünscht, eine Sportkopfhörer dabei zu haben, zum Beispiel:

Wer den Akku seines Smartphones sparen oder ganz auf ein Smartphone verzichten will, für den sind mobile Audioplayer immer noch eine Option, zum Beispiel:

Oder auch der Sony NW-WS414B – MP3-Player und Kopfhörer in einem.

Eine Stirnlampe

Stirnlampe: Bild: Hama

Stirnlampe: Bild: Hama

Eine Etappe meiner Wanderung wollte schlicht nicht enden. Es wurde später und später und schließlich dunkel. In durchquerte gerade den – auch nachts sehr malerischen – Eifelort Mayen, aber meine Herberge für den Abend sollte noch einige Kilometer dahinter liegen. Die Straßenlaternen verschwanden, der Mond wurde von einem dichten Wolkenmeer verdeckt, es wurde stockfinster. Mein Smartphone musste schließlich – wieder einmal – ran, aber die eingebaute LED leuchtete nicht einmal zwei Meter weit. Ich stolperte so irgendwie mit letzter Kraft ins Ziel – und wünschte mir, ich hätte eine Stirnlampe dabei gehabt. Die würde sich in der Freizeit gerade im Winter auch gut zum Joggen eignen. Etwa:

Das war’s

Mehr muss für mich nicht sein. Man kann im Prinzip auch völlig ohne Technik wandern. Mit einer guten Karte in der Hand, früh morgens los mit viel intrinsischer Motivation ausgestattet, ein Smartphone höchstens für den Notfall im Gepäck…

Ich bin ein anderer Typ Wanderer und würde mir das eine oder andere technische Hilfsmittel gönnen – es müssen ja nicht gleich ein mobiler Espressokocher oder eine Outdoor-Mikrowelle sein. Leichter wird ein 30-Kilometer-Marsch mit viel Technik nämlich auch nicht. Aber er hat die Chance, ein ganzes Stück angenehmer zu sein.

Beitragsbild: Garmin

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Ein Kommentar zu “Wander-Gadgets: Was ich auf einer Vier-Tages-Tour durch die Eifel gerne dabei gehabt hätte
  1. Da ich höchstens Tagestouren unternehme und vorher die Karte intensiv an einem Desktoprechner studiere, reicht mir mein Smartphone mit der App maps.me. Die Karten befinden sich auf dem Gerät, auf eine Internetverbindung bin ich also nicht angewiesen. Sie stammen von OpenStreetMap und sind meiner Meinung nach für Wanderer wesentlich besser geeignet als die von Google Maps.

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