Wandelbares Phablet: Das HP Elite x3 kann zum Laptop oder PC werden

Im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) hat Hewlett-Packard (HP) ein 6-Zoll-Phablet mit Windows 10 Mobile vorgestellt, das sich per Microsoft Continuum und zusätzlicher Hardware wie dem Mobile Extender und dem Desk Dock in einen Laptop bzw. PC verwandeln kann. Mit dem HP Elite x3 will HP Geschäftskunden eine intelligente Lösung in die Hand geben. Wir sagen euch, was möglich ist und was nicht.

HP hat in das Elite x3 mehr Technik gepackt, als derzeit im Highend-Bereich Standard ist. Ein Irisscanner zum Beispiel soll für erhöhte Sicherheit sorgen. Denn darum geht es in erster Linie: die Geschäftsdaten zu schützen. Mehr Mobilität sollte sich niemand von dem Business-Smartphone erhoffen. Es misst 6 Zoll im Display und gehört, da es auch entsprechend schwer ausfällt, eher in die Aktentasche. Die Kleidung sollte sich niemand damit auszubeulen.

Alle Daten auf einen Blick

Äußeres

  • 6 Zoll großes AMOLED-Display mit QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln
  • Gorilla Glass 4
  • 7,9 mm dünn und 190 Gramm schwer
  • gegen Staub und Wasser geschützt gemäß IP67

Power

  • Snapdragon-820-Prozessor
  • 4 GB Arbeitsspeicher
  • 64 GB interner Speicher, erweiterbar um bis zu 2 TB
  • 4150-mAh-Akku, Quick Charge 3.0, kabelloses Laden per QI

Verbindungen

  • LTE Cat 6 mit bis zu 300 Mbit/s im Download
  • Dual-SIM
  • WLAN ac
  • Bluetooth 4.2
  • NFC
  • USB Type C

Multimedia

  • Kamera auf der Rückseite mit 16 Megapixel, steht etwas hervor
  • Selfie-Kamera vorne mit 8 Megapixel
  • nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher von Bang & Olufsen
  • omni-direktionale Mikrofone mit Rauschunterdrückung

Sicherheit

  • Iris-Scanner auf der Frontseite
  • Fingerabdrucksensor auf der Rückseite
  • Secure Boot
  • Reset-Schutz
  • Anti-Roll-Back-Funktion

Das HP Elite x3 soll im Sommer erscheinen. Ein Preis wurde noch nicht genannt.

Mobile Extender und Desk Dock

Um an das Elite x3 einen großen Bildschirm sowie Maus und Tastatur anzuschließen, bedarf es noch zusätzlicher Hardware. Sofern diese aber vorhanden ist, soll im Moment, in dem die Verbindung hergestellt wird, ein nahtloser Übergang zwischen mehreren Bildschirmen gelingen. Die Ansicht schaltet dann augenblicklich von der Touch-optimierten Kacheloberfläche auf die Desktop-Ansicht mit Startmenü um.

Das Phablet wird dafür hochkant in das Desk Dock gesteckt, dass einen DisplayPort-Anschluss sowie zwei USB-A-, einen USB-C- und einen LAN-Port bietet. Der Mobile Extender erscheint wie ein 12,5 Zoll großer Laptop mit Full-HD-Display. Die Rechenkraft steckt aber vollständig im Elite x3. Die Verbindung wird per Funk hergestellt. Der Mobile Exteander wiegt rund ein Kilogramm und bietet einen USB-C- sowie einen Micro-HDMI- Anschluss.

Direkte Konkurrenz für Microsoft

Die auf dem Phablet installierten Universal Apps lassen sich dann auch auf dem großen Bildschirm nutzen. x86-Anwendungen, die sonst nur in Verbindung mit einem PC-Prozessor laufen, können mittels HP Workspace in einem virtuellen Rechner auf dem Phablet laufen. Sie werden dann auf dem Server des Arbeitsgebers ausgeführt und dort auch verwaltet.

Das HP Elite x3 ist die Antwort auf die beiden Microsoft-Phablets Lumia 950 und 950 XL, die sich über das Display Dock von Microsoft ebenfalls mit Bildschirm, Maus und Tastatur verbunden werden können. Dort gibt es aber weder einen bequemem Dockingmechanismus noch einen LAN-Anschluss.

Für private Nutzer wird diese Highend-Lösung wohl zu teuer sein. Ihnen stellt sich wohl eher die Frage, wie man die Inhalte von ihrem Smartphone (Fotos oder Videos) auf einen großen Bildschirm bekommt. Die gelingt in der Android-Welt beispielsweise per HDMI, MHL oder Chromecast.

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