Weniger ist mehr beim Smartphone-Kauf: Worauf kann man verzichten und dabei bares Geld sparen?

Weniger ist mehr beim Smartphone-Kauf: Worauf kann man verzichten und dabei bares Geld sparen?

Smartphone-Hersteller werben gerne mit den spannendsten Features, Neuheiten und Innovationen. Nicht alle davon sind für jeden Smartphone-Nutzer zwingend notwendig. Wir verraten euch, wie ihr mitunter ein paar Euro sparen könnt.

Ihr wollt euch ein neues Smartphone kaufen? Prima, dann stehen euch zwischen 100 und 1000 Euro allerhand Geräte zur Verfügung. Besonders die Oberklasse wirbt mit immer neuen, immer besseren Funktionen. Wenn ihr nicht ganz so viel Geld investieren wollt, überlegt euch aber, ob ihr nicht auf einige Funktionen vielleicht verzichten könnt. Vier Beispiele:

1. Schnurloses Laden

Für manche ist es großartige Erfindung, und tatsächlich klingt die Idee klasse: Legt euer Smartphone einfach auf eine dezente Matte oder (dank IKEA) den Nachttisch – schon wird das Gerät automatisch aufgeladen. Auch wenn das etwas länger dauert als das Laden mit einem Kabel: Es ist hip, es sieht gut aus und es ist praktisch.

Eine Ikea-Lampe mit integrierter Qi-Ladefunktion. (Foto: Ikea)
Eine Ikea-Lampe mit integrierter Qi-Ladefunktion. (Foto: Ikea)

Nur wird es schwierig, wenn ihr beispielsweise Schutzhüllen (Flip Cases etc.) verwendet. Dann müsst ihr fast immer erst das Case entfernen, bevor ihr das Telefon schnurlos laden könnt. Jedes Mal. Jeden Tag. Zwar existieren bereits einige Ausnahmen, zum Beispiel die Back Cover von Mozo für das Lumia 950, doch diese sind verhältnismäßig teuer. Und noch lange nicht jedes Smartphone, das Qi und Co. unterstützt, hat entsprechende Hüllen im Angebot. Überlegt euch also genau, ob sich der Aufpreis für ein Smartphone mit kabelloser Ladefunktion lohnt.

2. Wechsel-Akkus und Ladestationen

Fest verbaute Akkus sind der Teufel! Denn sind die mal kaputt oder funktionieren nicht mehr besonders gut, wird die Reparatur kostspielig. Und was, wenn man gerade auf Reisen ist und man „Saft“ fürs Telefon verlangt? Dann kann man nicht einfach die Batterie tauschen, sondern sucht händeringend nach einer Steckdose oder…

…hat eine leistungsstarke Powerbank dabei. Externe Akkus kosten mittlerweile nur ein paar Euro, und auch die großen Ausgaben mit 10.000 mAh und mehr sind erschwinglich geworden.

Die Alternative zum Wechselakku. (Foto: RealPower)
Die Alternative zum Wechselakku. (Foto: RealPower)

Aber mal ehrlich: Wie häufig ist es euch in den letzten zwei, drei Jahren passiert, dass der Akku eures Smartphones den Geist aufgab? Dann war es doch vermutlich eh ein Fall für die gesetzliche Garantie. Hinzu gesellt sich der psychische Aspekt: Mittlerweile kaufen sich Menschen alle zwei bis drei Jahre neue Smartphones (oder verlängern ihre Handyverträge) – so lange hält auch der Akku in einem ordentlichen Smartphone. Ob man ihn nun wechseln kann oder nicht? Ist es im Jahr 2016 wirklich noch so entscheidend? Also abgesehen von dem Aspekt Umweltschutz und Nachhaltigkeit.

3. Möglichst viele Megapixel

Das Smartphone verdrängt zunehmend die Kompaktkamera. Kein Wunder, denn Unternehmen wie Sony locken mit Sensoren jenseits der 20 Megapixel – verbaut in hauchdünnen Smartphones. Bemerkenswert! Aber auch hier heißt es manchmal: weniger ist mehr. Samsung beispielsweise setzt beim Galaxy S7 sogar ein Kamera ein, die weniger Megapixel als die im S6 besitzt. Wieso? Weil die Menge an Megapixeln nicht zwangsläufig etwas über die Qualität der Fotos aussagt, sondern in erster Linie nur über die Auflösung. Achtet daher auf den Sensor-Hersteller, auf die Auslösezeit, die technischen Funktionen, das Fokussieren von Objekten oder die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen. Das sind Elemente, die dafür sorgen, dass aus Bildern vorzeigbare Werke werden.

Nicht allein auf die Auflösung kommt es an. (Foto: LG)
Nicht allein auf die Auflösung kommt es an. (Foto: LG)

Ob es am Schluss 12 oder 25 Megapixel sind, wenn man die Resultate eh nur in den sozialen Netzwerken teilt? Völlig irrelevant. Und in beiden Fällen ist die Auflösung mehr als ausreichend, um Poster von den schönsten Schnappschüssen zu drucken.

4. Armada an Sensoren

Ganz ehrlich: Viele Sensoren sind zwar nett, aber lange nicht jeder wird alle davon brauchen. Alle Welt redet von Fingerabdrucksensoren, die natürlich hilfreich sein können. Zum Freischalten des Smartphones aus dem Standby heraus zum Beispiel. Ob das zwingend nötig ist oder gar den höheren Kaufpreis rechtfertigt? Das müsst ihr am Schluss entscheiden. Pulsmesser sind für Fitness-Freunde praktisch, aber auch eigentlich nur für die. Ein Barometer? Interessant für Wetterfreunde und um zurückgelegte Höhenmeter zu berechnen. Aber sonst?

Daher der Tipp: Überlegt euch genau, was ihr wirklich braucht. Lockt eine Firma mit vermeintlich großartigen Sensor-Features, solltet ihr hinterfragen, ob ihr diese dauer- und ernsthaft nutzen würdet.

Neben der Kamera befindet sich der Pulsmesser. (Foto: Samsung)
Neben der Kamera befindet sich der Pulsmesser. (Foto: Samsung)

Hier findet ihr noch eine kleine Übersicht, welche Sensoren in Smartphones verbaut werden.

Zugegeben: Das ist eine subjektive Liste, die sich auf meinen persönlichen Gebrauch meiner Smartphones der letzten Jahre bezieht. Im Laufe der Zeit kamen und gingen Features, die beworben und als Besonderheiten verkauft wurden. Und viele davon hab ich nie oder selten verwendet. Das ist auch bei den aktuellen Trends nicht anders. Selbstverständlich sind schnurloses Laden und Wechsel-Akkus kein Quatsch, ganz im Gegenteil. Nur womöglich werdet ihr davon viel weniger Gebrauch machen, als ihr glaubt. Eben weil der Alltag das gar nicht hergibt…

Welche Features überzeugten euch bei einem Smartphone-Kauf und haben sich am Schluss als eher überflüssig herausgestellt? Schreibt es uns in den Kommentaren!

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2 Kommentare zu “Weniger ist mehr beim Smartphone-Kauf: Worauf kann man verzichten und dabei bares Geld sparen?

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