Vaios erster Laptop ohne Sony: Ein Über-Surface

Die Gesichter der Laptop-Freunde waren lang, als Sony im Frühjahr den Verkauf seiner PC-Linie Vaio angekündigt hatte. Die Geräte standen all die Jahre für starke Technik und elegante Designs. Doch vielleicht muss gar nicht so lange getrauert werden, denn Vaio macht ohne Sony unbeirrt einfach weiter. Das erste neue Gerät der Marke ähnelt dem Microsoft Surface Pro 3, soll aber mit gar noch stärkerer Technik ausgestattet sein.

Das als Grafiktablet konzipierte Gerät stellten die Japaner jüngst auf der Adobe Max Konferenz in Los Angeles vor. Es besteht aus einer 12,3-Zoll großen Tablet-Einheit mit Kickstand, einer andockbaren Tastatur und einem Stylus Pen. An das Surface Pro 3 erinnert auch das eigenwillige Bildschirmformat von 3:2.

Vaio_Prototype2

Damit aber keinerlei Verwechslungen aufkommen, hat Vaio zugesehen, mehr Technik in dem Tablet-PC-Prototypen unterzubringen. Der Bildschirm ist ein 2K-Display mit einer Auflösung von 2560 × 1704 (zweifach HD). Prozessor ist ein Intel Core der H-Linie – ein Quadcore, der eigentlich genug Leistung bringt, um einem All-in-One-Tisch-PC Dampf zu machen. Um die dadurch reichlich entstehende Abwärme abzuleiten, gibt es einen breiten Kühlergrill an der Gehäuseoberseite.

„Monster-Tablet“

Als Anschlüsse sollen dem Nutzer unter anderem zwei USB-3.0-Schnittstellen, 1 HDMI-Ausgang, 1 Gigabit-Ethernet-Port und ein Mini-Display-Port zur Verfügung stehen. Sonst noch irgendwas? Dazu hat Vaio leider keine Angaben gemacht. Soll der Akku die Riesenmaschine für mehr als nur zwei, drei Stunden mit Strom versorgen, müsste der schon sehr üppig bemessen sein. Einen Preis allerdings hat Vaio in den Raum gestellt: Mindestens 1.500 Euro soll das Monsterding (vom Unternehmen auch intern selbst so genannt) mindestens kosten. Der Preis für die andockbare Tastatur käme da noch obendrauf. Trotzdem hätte man da fast mit Schlimmerem rechnen können.

Vaio_Prototype3

Sollte aus dem Gerät jemals Realität werden – es kommt nicht von ungefähr, dass Vaio es selbst „Prototyp“ nennt – dann auf jeden Fall erst im kommenden Jahr in Japan. Zielgruppe sind Grafiker mit dem nötigen Kleingeld. Ob wir das Gerät jemals auf dem europäischen Markt sehen werden, ist noch völlig unklar. Freudig stimmt zumindest die Botschaft, die Vaio hier aussendet: Wir machen weiter, auch ohne Sony!

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