OnePlus Buds Pro im Test: OnePlus kann auch Audio

Frank Müller hatte bisher keine großen Berührungspunkte mit der Marke OnePlus. Jetzt hat er sich die OnePlus Buds Pro angehört – und ist angenehm überrascht.

OnePlus Buds Pro im Test: OnePlus kann auch Audio

Zur Marke OnePlus hatte ich bisher keine Berührungspunkte. Umso überraschter bin ich von der Qualität der OnePlus Buds Pro. Sie sind aus meiner Sicht nicht nur für Besitzer eines OnePlus-Smartphones geeignet. Auch mit dem iPhone funktionieren sie sehr gut. Sie drücken bei mir auch nach längerer Zeit nicht, lassen sich angenehm einfach und schnell einsetzen und herausnehmen und liefern einen sehr guten Klang:

Musik: BVG x møndberg – Spirited Away Provided by Lofi Records

Auch Bedienung, Akku und kabelloses Laden überzeugen mich. Das Ganze zu einem Preis von rund 150 Euro. Für mich ein Paket, an dem es nichts zu meckern gibt.

Der Klang der OnePlus Buds Pro

Im Laufe der Jahre habe ich etliche Kopfhörer ausprobiert und dabei festgestellt, dass das Klangempfinden sehr individuell ist. Darum versuche ich mittlerweile gar nicht mehr, den Klang möglichst farbenprächtig zu beschreiben. Ob ein Kopfhörer gut klingt, hängt von euren persönlichen Vorlieben ab, von eurem Musikgeschmack, euren Hörgewohnheiten und vielem mehr. Insbesondere bei In-Ear-Kopfhörern eben auch vom richtigen Sitz.

Einige lieben einen möglichst neutralen und unverfälschten Klang, anderen ist das zu flach und sie drehen Bässe und Höhen hoch. Deshalb nur so viel: Die OnePlus Buds Pro sind mit dynamischen 11-mm-Membrantreibern ausgestattet und decken einen Frequenzbereich von 20 Hz – 20000 Hz ab. Ich empfinde den Klang als sehr angenehm und ausgewogen. Wie die Mikrofone klingen, hört ihr in der folgenden Aufnahme.

Mikrofonprobe der OnePlus Buds Pro

Der Sitz der OnePlus Buds Pro

Bei mir passten die mittleren Silikonpolster direkt gut in meine Ohren. Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, könnt ihr von der App prüfen lassen, ob die Ohrhörer gut sitzen. Denn das ist für einen einwandfreien Klang besonders wichtig. Sitzen sie zu locker, klingen True-Wireless-Buds in der Regel ziemlich dünn. Nur, wenn die Silikonpolster richtig abdichten, spürt ihr auch den Bass.

Das erste Koppeln mit der App

Wollt ihr alles aus den OnePlus Buds Pro herausholen, solltet ihr euch zuerst die kostenlose App HeyMelody herunterladen. Die App ist für iOS und Android verfügbar. Damit könnt ihr die True-Wireless-Kopfhörer auf eure Bedürfnisse anpassen und noch ein Dinge mehr. Zum Beispiel sollte es möglich sein, ein Firmware-Update durchzuführen.

Die App Hey Melody: erstmal ein paar Updates

Das Erste, was die App von mir möchte, nachdem ich die OnePlus Buds Pro mit meinem iPhone gekoppelt habe: Ein Firmware-Update durchführen. Die Meldung in rot: Firmwareupdate 461 (Update verfügbar 489). Das Update funktioniert auch relativ schnell und ohne Probleme. Allerdings werde ich danach weiterhin zu einem Update aufgefordert. Ich probiere noch ein paar Updates, aber bis zu 489 schaffe ich es nicht, obwohl ich keine Fehlermeldung erhalte. Sehr merkwürdig.

OnePlus Audio-ID: Hörtest inklusive

OnePlus Buds Pro Audio-ID: integrierter Hörtest

Trotz dieser Ungereimtheiten funktioniert die App tadellos. Ich kann einen kurzen Hörtest durchlaufen, der die Kopfhörer auf meine alten Ohren einstellt und insbesondere hohe Frequenzen anhebt. Dieses sogenannte Audio-ID macht tatsächlich einen angenehmen Unterschied beim Hören. Einen speziellen Equalizer zum noch feineren Einstellen gibt es dafür leider nicht.

Die Bedienung der OnePlus Buds Pro

Außerdem kann ich mit der App die Steuerung der OnePlus Buds Pro konfigurieren. Ein kurzer Druck auf den Schaft wechselt zwischen Wiedergabe und Pause, doppelter Druck springt einen Song weiter. Diese Einstellungen sind vorgegeben. Den Dreifachdruck könnt ihr dann aber für den linken und rechten True Wireless gesondert konfigurieren. Ich habe es so eingestellt, dass beim Dreifachdruck links zum vorherigen Song gesprungen und rechts der Sprachassistent aufgerufen wird.

Auch Drücken und Halten könnt ihr konfigurieren. Ihr könnt auswählen, zwischen welchen beiden der drei ANC-Modi ihr wechseln wollt, wenn ihr den Ohrhörerschaft ca. 1 Sekunde haltet: Geräuschunterdrückung ein, Transparenz oder Geräuschunterdrückung aus.

Soweit, so gut. Was ich ein wenig vermisse, ist allerdings die Möglichkeit, die Lautstärke direkt an den Buds zu regeln. Dafür müsst ihr den Umweg über den Sprachassistenten gehen.

Zen Mode Air zur besseren Konzentration

Und schließlich könnt ihr noch in den Zen Mode schalten, wenn ihr den Schaft drückt und ca. 3 Sekunden haltet. Dann hört ihr weißes Rauschen (Wasser) mit Vogelgezwitscher, Wellen, die sich am Strand brechen, Meditationsklänge und ähnliche Hintergrundgeräusche. So etwas gibt es auch bei den Jabra Elite 75t, dort nennt sich das Soundscapes.

Insgesamt ist der Zen Mode sehr angenehm, um sich besser zu konzentrieren. Falls eure Kopfhörer nicht über so eine Eigenschaft verfügen, könnt ihr euch auch mal die App Naturespace anhören. Kostenlos für iOS und Android, mit jeder Menge In-App-Käufen, wenn euch die gratis Klanglandschaften nicht mehr reichen.

OnePlus Buds Pro: Lieferumfang

Die OnePlus Buds Pro machen einen edlen und hochwertigen Eindruck. Die Verpackung ist solide und neben Kopfhörern, 3 Paar Silikoneinsätzen und Ladecase ist noch ein kurzes rotes Ladekabel mit weißen Steckern im Paket. Farblich passt das zwar zur Verpackung, die in rot und weiß gehalten ist, allerdings nicht so recht zu den edlen schwarzen Buds Pro.

Außerdem handelt es sich um ein Kabel mit einem USB-A- und einem USB-C-Stecker. Das ist schön, wenn man noch ein Netzteil mit USB-A einsetzen möchte. Ich habe allerdings den Eindruck, dass USB-C inzwischen bereits zum Standard geworden ist. Ein Kabel mit zwei USB-C-Steckern fände ich zeitgemäßer. Aber dafür unterstützt das Case der OnePlus Buds Pro kabelloses Laden nach Qi-Standard. Wenn ihr das nutzt, kann euch der direkte Anschluss sowieso egal sein.

Die technischen Daten der OnePlus Buds Pro

OnePlus wirbt damit, dass eure OnePlus Buds Pro mit einer 10-minütigen Ladung 10 Stunden lang laufen. Ein Blick ins Kleingedruckte schränkt das allerdings ein wenig ein. Zitat: „Dies gilt für die Kombination aus Ohrhörern und der Ladebox, wobei die Ohrhörer 2 Stunden lang mithilfe der Box aufgeladen werden müssen. Eine einzige 10-minütige Ladung der Ohrhörer selbst liefert nur 2 Stunden Wiedergabezeit.“

Eine volle Ladung der True Wireless soll für 5 Stunden Wiedergabe mit ANC reichen und für 7 Stunden ohne ANC. Bei 50% Lautstärke sind es sogar 28, beziehungsweise 38 Stunden.

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