Telekom T-Tablet 2 im Test: KI und außergewöhnliches Display

Das T-Tablet 2 mag nicht über die Maßen leistungsstark sein, es bietet aber andere Stärken. Überzeugen kann das Gerät beim Bildschirm und beim Preis.

Telekom T-Tablet 2 im Test: KI und außergewöhnliches Display
Das matte Display ist ungewöhnlich. Und gut. (Foto: Sven Wernicke)

Ähnlich wie das T-Phone 3 und das T-Phone 3 Pro besitzt auch das T-Tablet 2 einen attraktiven Preis. Für das Gerät zahlst du regulär knapp unter 200 Euro. Doch von einem „was nichts kostet, ist nichts wert“ ist das Tablet weit entfernt. Es hinterlässt einen wertigen Gesamteindruck, punktet beim Display und eignet sich hervorragend als Allrounder für Freizeit und kreative Anwendungen. Trotzdem: Ein paar Abstriche musst du in Kauf nehmen, die aber nicht für jeden schwerwiegend sind.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das T-Tablet 2 ist das neueste Tablet der Telekom.
  • Auffällig ist das TCL Nxtpaper-Display, das besonders zum Lesen geeignet ist.
  • Zum Preis von knapp 200 Euro erhältst du auch ein 18-monatiges Abo für Perplexity Pro im Wert von rund 360 Euro.
  • Alles in allem ist das T-Tablet 2 ein Gerät für Einsteiger:innen und Gelegenheits-Nutzer:innen, die ein stimmiges Tablet erhalten.

Das ist das Telekom T-Tablet 2

Packst du das T-Tablet 2 aus, überrascht es dich: Es fühlt sich hochwertig an, obwohl Rahmen und Rückseite aus schwarzem Kunststoff bestehen. Die leicht raue Struktur passt hervorragend zu der ersten Auffälligkeit: das Display. Es handelt sich hierbei um einen 10,1 Zoll TCL Nxtpaper-Bildschirm, der gegenüber LCDs und OLEDs matt statt spiegelnd ist.

Typisch für die Geräte der Telekom ist die Magenta-Taste am Gehäuserand, die dem Power-Button entspricht und mit der du den KI-Agenten aufrufst. Optisch gibt sich das T-Tablet 2 ansonsten unauffällig und dezent. Mit einem Gewicht von 490 Gramm ist es nicht allzu leicht, für den Alltag allerdings nicht zu schwer.

Aufgrund des Preises kann sich die Ausstattung sehen lassen: Standardmäßig verfügt das T-Tablet 2 über ein 5G-Funkmodul und unterstützt neben Dual-SIM auch eSIM. Manche dürften den 3,5mm-Audioanschluss begrüßen, ansonsten gibt’s Bluetooth und Wi-Fi 5.

Die dicken Displayränder sind nicht zu übersehen. (Foto: Sven Wernicke)
Die dicken Displayränder sind nicht zu übersehen. (Foto: Sven Wernicke)
Telekom T-Tablet 2: Technische Daten
10,1″ IPS LCD mit TCL Nxtpaper-Technologie, 1.920 x 1.200 Pixel (WUXGA), 60 Hz
MediaTek Dimensity MT8755, Octa-Core: 2x Cortex-A76 (2,4 GHz) + 6x Cortex-A55 (2,0 GHz)
8 MP Hauptkamera (Rückseite), 8 MP Frontkamera, jeweils bis 1080p-Video
Speicher: 6 GB RAM, 128 GB interner Speicher, microSD-Steckplatz bis 2 TB
Akku: 6.000 mAh Li-Ionen, Laden per USB‑C mit bis zu 15 W (Kabel)
Konnektivität: 5G (SA/NSA), LTE, 3G, Wi‑Fi 5 (802.11 a/b/g/n/ac), Bluetooth 5.3, USB‑C 2.0, 3,5‑mm-Klinke, GPS/Galileo/Glonass, Nano‑SIM & eSIM
240,2 x 156,5 x 8,5 mm
490 g

Dass es sich letztlich um ein günstiges Tablet handelt, verdeutlicht der MediaTek Dimensity MT8755, den der Hersteller selbst nicht listet. Der 8-Kern-Chip ist in der unteren Mittelklasse angesiedelt und erhält Unterstützung von 6 GB RAM sowie 128 GB Speicher. Der lässt sich via microSD-Kartenslot um bis zu 2 TB erweitern.

Allzu dünn und leicht ist das T Tablet 2 nicht, doch es liegt gut in der Hand. (Foto: Sven Wernicke)
Allzu dünn und leicht ist das T-Tablet 2 nicht, doch es liegt gut in der Hand. (Foto: Sven Wernicke)

Eine 8-Megapixel-Kamera für Videotelefonate und Selfies sowie eine weitere 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite besitzt das T-Tablet 2 ebenfalls.

Display & Performance: Wow und okay

Was uns am T-Tablet 2 begeistert, das ist der Bildschirm. Ja, der setzt mit 10,1 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln keine neuen Maßstäbe, doch die verwendete Nxtpaper-Display-Technologie des Unternehmens TCL ist faszinierend. Nicht nur aufgrund der matten Oberfläche erinnert das Display an einen eReader, was im sogenannten „Tintenpapier-Modus“ verstärkt auffällt. Die Schwarz-Weiß-Optik erzeugt einen gelungenen Papier-Effekt. Möchtest du es „bunt“, wechselst du in den „Farbpapier-Modus“ mit Farben im Pastell-Stil und einer eher dezenten Sättigung.

Alternativ nutzt du den „Normal-Modus“, der weitgehend einem normalen LCD-Bildschirm entspricht. Weitgehend deshalb, weil man auch klar sagen muss: Die Farbbrillanz mit hohen Kontrasten heutiger LCDs und OLEDs erreicht das T-Tablet 2 nicht. Andererseits kannst du Inhalte auch bei Sonneneinstrahlung gut erkennen. Das Lesen von Texten wie eBooks ist überaus angenehm. Ebenfalls unterstützt das Display den separat erhältlichen Eingabestift T-Pen (oder einen anderen aktiven Stift) für authentisches Schreiben und Zeichnen.

Du kannst den Modus jederzeit wechseln. (Foto: Sven Wernicke)
Du kannst den Modus jederzeit wechseln. (Foto: Sven Wernicke)

Ein klein wenig mehr „Power unter der Haube“ hätten wir uns gewünscht, denn es liegt nicht an dem 60-Hz-Panel, dass der Bildaufbau manchmal etwas träge ist. Verantwortlich ist eher der Prozessor mit dem für heutige Verhältnisse recht geringen Arbeitsspeicher. Nicht falsch verstehen: Für die allermeisten Anwendungen genügt die Performance. Doch soll’s ein anspruchsvolles Spiel oder ausführliche Videobearbeitung sein, bereitet das T-Tablet 2 keine große Freude. Das verdeutlichen auch die ernüchternden Benchmark-Ergebnisse.

Dennoch: Für den Alltag reicht das Gebotene, vor allem wenn es dir um Internet, Social Media, Streaming, Malen, etwas Bildbearbeitung und kleinere Games geht. Und gerade beim Lesen kann das Display besonders imponieren.

Akzeptable Kamera und gute Akkulaufzeit

Schnell mal was knipsen – klar, das geht auch mit dem T-Tablet 2. Allerdings solltest du dann das Tablet ruhig halten, möchtest du scharfe Ergebnisse erzielen. Front- und Rückseitenkamera sind nicht besonders toll, doch für Schnappschüsse und Videotelefonate genügen die beiden 8-Megapixel-Sensoren. Auf Blitzlicht und andere „Spielereien“ musst du verzichten. Schade, dass die Telekom dem Tablet nicht wie bei den T-Phone-3-Modellen eine Abo-Mitgliedschaft für Picsart beilegt. Das wäre eine sinnvolle Bereicherung gewesen.

Die Kameras sind kaum der Rede wert. (Foto: Sven Wernicke)
Die Kameras sind kaum der Rede wert. (Foto: Sven Wernicke)

Gut wiederum ist die Laufzeit. Mit dem 6.000 mAh großen Akku kommst du auch bei intensiver Nutzung gut über den Tag. Bedauerlich ist allerdings, dass du das T-Tablet 2 nur mit maximal 15 Watt aufladen kannst. Das dauert aufgrund der Akku-Größe gefühlt eine Ewigkeit.

Software & Updates:  Vorbildlich für die Preisklasse

Nach wie vor ist es kein Standard, dass gerade günstigere Tablets einen längeren Software-Support erhalten. Nicht so beim T-Tablet 2: Der Hersteller verspricht 5 neue Versionen des Betriebssystems sowie fünf Jahre Sicherheitsupdates nach Verkaufsende. Das ist gerade in der Preisklasse sensationell und bedeutet für dich: Das vorinstallierte Android 15 erhält Aktualisierungen bis inklusive Android 20.

Schön ist ebenso, dass die Telekom weitgehend auf ein nicht entfernbares Branding verzichtet. Abgesehen vom T-Symbol auf der Gehäuserückseite kannst du zum Beispiel die Magenta-farbenen Hintergründe oder den typischen Benachrichtigungston entfernen oder ersetzen. Du erhältst also ein pures Android ohne zig vorinstallierte Werbe-Apps. Löblich.

Die Magenta KI ist letztlich Perplexity (Pro). (Screenshot)
Die Magenta KI ist letztlich Perplexity (Pro). (Screenshot)

Wie beim T-Phone 3 und dem T-Phone 3 Pro bekommst du beim T-Tablet 2 eine 18-monatige Mitgliedschaft für Perplexity Pro. Das Abo hat einen Wert von zirka 360 Euro und lockt mit ausschweifenden KI-Funktionen. Auf Wunsch legst du das Starten des KI-Assistenten auf die Magenta-Taste, alternativ schaltest du über diese Gemini (oder ChatGPT) ein. Technisch bedingt kann das Tablet KI-Berechnungen nicht lokal ausführen, du brauchst also immer eine aktive Internetverbindung. Das Gerät schreit also regelrecht danach, das integrierte 5G-Modul entsprechend zu verwenden. Vor allem, wenn du unterwegs aufs Internet und/oder die KI zugreifen möchtest.

Die Akkulaufzeit verlängert sich im Papiermodus nicht merklich. (Foto: Sven Wernicke)
Die Akkulaufzeit verlängert sich im Papiermodus nicht merklich. (Foto: Sven Wernicke)

Wir empfinden Perplexity Pro als einen nützlichen Mehrwert, den du schnell zu schätzen weißt. Das Abo endet übrigens automatisch, du musst es also nicht 1 ½ Jahre später manuell kündigen.

Fazit: Nicht spektakulär, aber empfehlenswert

Nein, das T-Tablet 2 ersetzt keinen Laptop oder ist für Blockbuster-Games ausgelegt. Vielmehr richtet es sich an Menschen, die ein Tablet für Office, E-Mail, Internet und ein Spielchen zwischendurch suchen. Auch für die Schule oder das Studium kann das T-Tablet 2 ein treuer, hilfreicher Begleiter sein.

Das T Tablet 2 verdient sich eine Empfehlung. (Foto: Sven Wernicke)
Das T-Tablet 2 verdient sich eine Empfehlung. (Foto: Sven Wernicke)

Absolutes Highlight ist unserer Auffassung nach das Display, das das Lesen zu einer Freude macht. Aber auch die Verarbeitung gefällt uns. Hinzu gesellen sich eine überraschend lange Software-Unterstützung, 18 Monate Perplexity Pro und das 5G-Modul, das dich unabhängig von einem vorhandenen WLAN-Zugang macht. Und das für 200 Euro? Klasse!

Doch der erstaunlich niedrige Preis lässt sich erklären: Prozessorleistung und Größe des Arbeitsspeichers sind bestenfalls Durchschnitt, die Kameras reichen nur für Schnappschüsse. Zudem verzichtet der Hersteller auf eine bessere Schnellladefunktion des Akkus oder Multimedia-taugliche Lautsprecher. Sei’s drum: In Anbetracht des Preises ist das Gebotene absolut in Ordnung – und damit verdient sich das T-Tablet 2 eine Kaufempfehlung für Einsteiger, Gelegenheitsnutzer und all diejenigen, die für Freizeit und Alltag keine Power-Maschine benötigen.

Unsere Bewertung
  • Hochwertiges Display mit TCL Nxtpaper-Technologie
  • 18 Monate Perplexity Pro (Wert 360 Euro) inklusive
  • 5G und eSIM
  • Gute Verarbeitung
  • Prozessor und Speicherausstattung unterer Durchschnitt
  • Kameras höchstens für Schnappschüsse geeignet

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