Rein rechnerisch könnte man meinen, dass sich der Kauf des T-Phone 3 Pro allein schon für Perplexity Pro und PicsArt Pro lohnt. Doch abgesehen von (KI-)Software im Wert von über 450 Euro bekommst du ein gelungenes Smartphone für deutlich unter 250 Euro, das nicht nur Einsteiger:innen gefallen dürfte.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt:
Das ist das Telekom T-Phone 3 Pro
Das T-Phone 3 Pro erschien einige Wochen nach dem knapp 150 Euro günstigen T-Phone 3 (unser Test). Es kostet 80 Euro mehr – und das merkt man schon beim Auspacken. Das Pro ist dünner, leichter und fühlt sich noch eine Ecke wertiger an. Zwar erhältst du auch hier ein Kunststoff-Gehäuse, allerdings wirkt dieses wie eine Metall-Oberfläche. Das T-Phone 3 Pro hat eine IP67-Zertifizierung, ist also vor Staub und zeitweilig vor Wasser geschützt.

Hältst du das Smartphone in der Hand, fühlt es sich richtig gut an. Die markante Rückseite ist hübsch, die Magenta-Taste am Rand auffällig, die abgerundeten Ecken erinnern an so manches Samsung-Telefon. Die Displayränder sind weitgehend symmetrisch, aber auffällig dick. Wirklich störend ist das nicht.
Wie das T-Phone 3 rechnet auch das T-Phone 3 Pro mit dem Mittelklasse-Chip Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3. Der kann auf 8 GB RAM und 256 GB Speicher zugreifen. Verbaut ist ein 6,8 Zoll großes AMOLED-Display mit 120 Hz und einer Auflösung von 2392 x 1080 Pixeln.

Das T-Phone 3 Pro setzt auf eine Dreifach-Kamera mit 50 MP Hauptkamera und OIS, 13 MP Tiefen-Kamera und 2 MP Makro-Kamera. Tele- oder Ultraweitwinkel-Kamera gibt’s also nicht. Die Frontkamera verfügt über 32 Megapixel.
| Telekom T-Phone 3 Pro: Technische Daten |
|---|
| 6,8″ AMOLED-Display mit FHD+-Auflösung (2392 x 1080 Pixel), 120 Hz, maximal 800 Nits |
| Octacore-Prozessor Qualcomm Snapdragon 6 Gen 3 mit 4x 2,4 GHz Cortex A78 & 4x 1,8 GHz Cortex A55 |
| Triple-Kamera mit 50 MP Hauptsensor (OIS) 2 MP Makro 13 MP Ultraweitwinkel 32 MP Frontkamera |
| Speicher: 256/8 GB, microSD-Speicherkartenslot bis 2 TB |
| Akku: 5000 mAh, mit bis zu 33W Ladung über Kabel, kabelloses Aufladen bis 15 Watt |
| Konnektivität: 5G, WiFi 6 E (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5.3, USB-C (2.0), Nano-SIM & E-Sim, NFC |
| 166,8 x 78,8 x 8,4 mm 200 g |
| Betriebssystem: Android 15, bis zu 3 große Android-Updates & 5 Jahre Updates |
In Anbetracht der Tatsache, dass das T-Phone 3 Pro 229 Euro (UVP) kostet, ist es schon erstaunlich, dass es auch NFC, 5G, eSIM und einen Speicherkartenslot (bis 2 TB) bietet. Das ist in der Preisklasse untypisch und zweifelsohne stark! Gerade dann, wenn du ein günstiges Smartphone zum kontaktlosen Bezahlen oder für flotte 5G-Mobilfunkverbindungen suchst.
Unterschied zwischen T-Phone 3 Pro und T-Phone 3
Der Preisunterschied von 80 Euro macht sich bei der Ausstattung klar bemerkbar: Das T-Phone 3 hat beispielsweise einen 0,2 Zoll kleineren LC-Bildschirm, der über eine niedrigere Maximalhelligkeit von 650 Nits verfügt. Auch gibt’s nur 6 GB RAM, 128 GB Speicher und eine Dual-Kamera ohne Tiefen-Sensor. Das T-Phone 3 ist dicker, hat eine einfachere Kunststoff-Rückseite und verzichtet beispielsweise auf das kabellose Laden.


In wesentlichen Merkmalen, speziell bezogen auf Konnektivität und Prozessor, sind sich beide T-Phone-3-Modelle identisch. Möchtest du eine bessere Speicherausstattung und ein höherwertiges Display, entscheide dich für das Pro.
Display & Performance
Das Amoled-Display des T-Phone 3 Pro hat zwar keine sich dynamisch anpassende Bildwiederholrate, doch der Unterschied zwischen 60 Hz und 120 Hz macht sich schon im Alltag bemerkbar. Die Maximalhelligkeit von 800 Nits geht in Ordnung, auch wenn mehr immer schön wäre. Bei intensiver Sonneneinstrahlung kannst du Inhalte gut ablesen. Schade ist wiederum, dass das Smartphone auf Always-on-Funktionalität verzichtet. Im Großen und Ganzen aber handelt es sich um einen hochwertigen Bildschirm, der mit knapp 6,8 Zoll angenehm groß ist.

Bei der Performance zeigt sich, dass das T-Phone 3 Pro knapp in der Mittelklasse angesiedelt ist. Für alle alltäglichen Anwendungen ist die Leistung ausreichend, bei anspruchsvollen Spielen oder komplexerer Videobearbeitung geht dem Telefon die Luft aus. Aber: Die 8 GB RAM machen sich positiv bemerkbar, gerade im Vergleich zum T-Phone 3 ist vor allem das Multitasking wie das Wechseln zwischen mehreren Apps flotter.






Geht’s dir in erster Linie um Internet, Social Media, Mails, Foto-Editor, Streaming und Casual Games, reicht die Power des Snapdragon 6 Gen 3 vollkommen aus. Die Geschwindigkeit ist vergleichbar mit der von vier, fünf Jahre alten Highend-Smartphones. Das ist gar nicht mal negativ gemeint – das Gebotene ist dem Preis angemessen. Die meisten Nutzer:innen werden nichts vermissen oder das Gefühl haben, das Telefon wäre zu langsam.
Kamera: Ohne Zoom und 4K-Videos
Die schlechten Nachrichten zuerst: Einen optischen Zoom, Videoaufnahme in 4K und hervorragende Nachtaufnahmen bietet das Telekom T-Phone 3 Pro nicht. Doch sei auch betont: Wir reden hier über ein Smartphone, das knapp über 200 Euro kostet. Punkten kann das T-Phone 3 Pro mit seiner Triple-Kamera in anderen Bereichen. Genügen dir gute Ergebnisse bei normalen Lichtverhältnissen bzw. am Tag, dann dürften dich die Resultate überzeugen. Bei Tageslicht lassen sich farbenfrohe und kontrastreiche Fotos knipsen. Dank Makro- und Weitwinkel-Linse sind auch Nah- und Panorama-Aufnahmen in ansprechender Qualität möglich.



Allzu viel solltest du vom digitalen Zoom (maximal 10-fach) nicht erwarten, doch für das eine oder andere Bild ist der schon zu gebrauchen. Auch aus so manchem Foto am Abend oder in einer mäßig beleuchteten Nacht lässt sich noch etwas herausholen. Zum Beispiel mit Bildbearbeitungsprogrammen oder dem bereits vorinstallierten sowie fest in die Kamera-App integrierten Picsart. Mit diesem Tool erstellst du KI-Avatare, änderst dank Künstlicher Intelligenz Hintergründe, entfernst Objekte und optimierst Bilder.








Gut zu wissen
Beim Kauf das T-Phone 3 Pro erhältst du Picsart Pro für ein Jahr kostenfrei. Danach kostet ein Jahresabo 84 Euro. Wir empfehlen, die separate App auszuprobieren, mit der du KI-Videos über Google Veo3 erzeugen kannst. Gegenüber dem regulären Pro-Abo darfst du 1000 (statt 500) Credits pro Monat für generative KI-Tools einsetzen. Damit erschaffst du hunderte Bilder oder Hintergründe und bis zu 50 Videos – und das alles pro Monat.
Trotz Abo, das übrigens automatisch endet, empfinden wir das Angebot von Picsart als große Bereicherung. Vor allem für diejenigen, die gerne etwas „basteln“ und allerlei Bilder erstellen bzw. editieren möchten.
Letztlich lässt sich sagen, dass die Kamera des T-Phone 3 Pro eine solide Qualität besitzt und für Schnappschüsse vollkommen ausreicht. Auch die Ergebnisse mit der Frontkamera können sich bei gutem Licht im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen.
Software & Updates: Umfangreiche KI-Features
Wie schon das T-Phone 3 bezeichnet die Telekom das Pro als KI-Smartphone. Dahinter verbirgt sich neben besagtem Picsart-Abo auch eine 18-monatige Mitgliedschaft für Perplexity Pro. Ein Code zum Freischalten liegt dem Telefon bei, der Wert liegt bei rund 360 Euro.
Fest integriert ist Perplexity nicht, die App lässt sich bei Nichtgebrauch deinstallieren. Richtest du das T-Phone 3 Pro ein, ist sogar erst Google Gemini die Standard KI-Anwendung, die du erst durch Perplexity ersetzt. Danach nutzt du dem Dienst genauso wie zum Beispiel ChatGPT mittels Sprache oder Texteingaben. Zum Teil steuerst du auch direkt Funktionen deines Smartphones, unter anderem: Apps starten, Mails schreiben oder Einstellungen vornehmen.

Das, was die Telekom als Magenta KI bewirbt, ist letztlich Perplexity. Das ist keineswegs schlimm, denn es handelt sich um ein mächtiges Tool, das du auch auf anderen Geräten (PC, Tablet etc.) verwenden darfst. Das Pro-Abo für einen größeren Funktionsumfang als das kostenfreie Perplexity ist also nicht an das T-Phone 3 Pro gebunden.
Solltest du das Abonnement nach 1 ½ Jahren nicht verlängern wollen, lässt sich problemlos Gemini oder ChatGPT auf die hübsche Magenta-Taste legen. In jedem Fall führt das T-Phone 3 Pro KI-Berechnungen nicht lokal aus, die meisten Features benötigen daher einen Zugang zum Internet. Berücksichtige dies bei der Wahl deines Mobilfunktarifs. Zu wenig Datenvolumen solltest du nicht besitzen.
Was uns bei der Software des T-Phone 3 Pro sehr gefällt: Die Telekom installiert keine unnütze Bloatware vor oder nervt mit einem übertriebenen Branding. Stattdessen gibt’s ein nahezu pures Android 15, das nur über ein Magenta-Hintergrundbild verfügt. Weitere Telekom-relevanten Elemente (Widget auf dem Hauptbildschirm) lassen sich entfernen. Der Hersteller verspricht drei große Android-Versionen bis Android 18 sowie fünf Jahre Sicherheits-Updates. Das ist für ein Smartphone dieser Preisklasse gut.
Großer Akku für gute Akkulaufzeit
Dank des 5000 mAh großen Akkus brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass dein T-Phone 3 Pro im Tagesverlauf zu schnell schlapp macht. Und sollte das doch der Fall sein: Du kannst den Akku mit bis zu 33 Watt via Kabel oder bis zu 15 Watt ohne Kabel aufladen.
Zwar ist die Schnellladefunktion des Pro etwas flotter als die des regulären T-Phone 3 (maximal 25 Watt), doch knapp zwei Stunden dauert es schon, die Batterie komplett zu füllen.
Auffällig beim T-Phone 3 Pro: Sobald du sehr aufwendige Anwendungen startest (Spiele, Benchmark-Software etc.), steigt der Energiehunger des Telefons enorm. Das ist einerseits normal, andererseits sind modernere Prozessoren (aus Smartphones aus dem höheren Preissegment) energieeffizienter. Nichtsdestotrotz: Aufgrund der Größe des Akkus sind genügend Reserven für längere Zock-Sessions oder Binge-Watching vorhanden.
Fazit: Empfehlenswertes „Schnäppchen“-Smartphone
Wie schon das T-Phone 3 erstaunt uns das T-Phone 3 Pro. Denn das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich schlicht als hervorragend bezeichnen. Das Pro ist unserer Auffassung nach trotz des höheren Preises sogar die deutlich bessere Wahl, denn du erhältst für 80 Euro mehr ein viel besseres Display, mehr Arbeitsspeicher für eine höhere Gesamtperformance und doppelt so viel Flash-Speicher.
Klar, es ist marginal größer, hinterlässt aber auch einen höherwertigen Eindruck und besitzt eine bessere Kamera. Doch nicht genug: 18 Monate Perplexity Pro und 12 Monate Picsart Pro (das T-Phone 3 bietet nur 3 Monate), das du gratis erhältst, kosten zusammen mehr als das eigentliche Smartphone. Verrückt.

Unabhängig von den geschenkten Abos ist das T-Phone 3 Pro ein attraktiver Allrounder für all diejenigen, die nicht 500 Euro und mehr für ein solides Smartphone ausgeben möchten. Die Telekom hat ein überzeugendes Telefon geschaffen, bei dem du für diesen Preis wahrlich nichts falsch machen kannst. Klar, bei Gesamtperformance, Kamera und Displayhelligkeit musst du im Vergleich zu 3x teureren Geräten Abstriche akzeptieren, doch siehst du dich nicht als Power-User, ist das wirklich verschmerzbar.
Dank guter Update-Politik und zeitgemäßen Standards wie 5G, Wi-Fi 6E, eSIM und NFC ist das T-Phone 3 Pro fit für die kommenden Jahre.
- Gute Ausstattung (5G, NFC, Wi-Fi 6E, eSIM...)
- Perplexity-Pro-Abo (18 Monate) & Picsart-Pro-Abo (12 Monate) inklusive
- 3 große Android-Versionen & fünf Jahre Updates
- Kamera mit Schwächen bei Nachtaufnahmen
- Nicht ideal für anspruchsvolle Anwendungen