Surfen zuhause – braucht es dafür eigentlich noch immer einen Festnetzanschluss?

Der Telefonfestnetzanschluss wird bereits von mehr als jedem zweiten User nicht mehr zum Telefonieren, sondern nur noch zum Surfen verwendet. Dabei gibt es mittlerweile Mobilfunktarife, die den Festnetzanschluss überflüssig machen.

Immer mehr Menschen nutzen eine Handy-Flatrate in alle Netze. Kostenloses und komfortables Telefonieren über das Netz via WhatsApp, Skype oder Apples FaceTime gewinnt außerdem zunehmend an Bedeutung. Der Festnetzanschluss zuhause wird oft nur noch behalten um ins Internet zu kommen. Dabei wäre das gar nicht unbedingt notwendig. Denn in vielen Wohngebieten ist LTE-Mobilfunk sogar oft deutlich schneller als ein DSL-Anschluss. Während das klassische DSL meist nicht über 20 Mbit/s hinauskommt, schafft der Mobilfunk über LTE bis zu 100 Mbit/s.

Allerdings drosseln die Anbieter ihre Datenmengen in aller Regel. Oft ist das verfügbare Volumen schon nach 10 bis 30 Gigabyte im Monat ausgeschöpft. Für einen Durchschnitts-Surfer sollte das jedoch ausreichen. Die entsprechenden Anschlüsse werden etwa von der Telekom oder von Vodafone angeboten. Die Preise bewegen sich zwischen 25 und 50 Euro pro Monat. Wie von anderen Tarifen bekannt, sind die ersten Monate nach Vertragsabschluss meistens günstiger.

Der USB-Speedstick von der Telekom macht das Surfen zuhause per LTE möglich.

Der USB-Speedstick von der Telekom macht das Surfen zuhause per LTE möglich.

Allerdings machen es die Provider ihren Kunden nicht gerade leicht, den überholten Festnetzanschluss zu kündigen. Meist ist eine Festnetzflat automatisch Bestandteil von Internetanschlüssen. Doch es gibt auch Ausnahmen, wie etwa der Tarif „Internet & Phone Kabel 25“ von Vodafone. Der kostet aktuell ab dem dritten Jahr 29,99 Euro monatlich. Verzichtet man dabei auf die Telefonflat, spart man bei dem Tarif je Monat immerhin 5 Euro. Aber auch für alle, die vertraglich noch an eine Telefonflat gebunden sind, steht der Weg offen, das Festnetztelefon einfach abzustöpseln und über Handy-Flatrates zu telefonieren. Eine Rufumleitung der Festnetznummer aufs Smartphone macht es möglich. Auch über Apps kann man sein Handy ins Festnetz einklinken. Und wer auf eine klassische Festnetznummer trotzdem nicht verzichten möchte, kann sogar eine entsprechende Nummer separat dazu buchen, etwa bei Skype für 3 Euro im Monat.

Für jeden, der noch einen Festnetzanschluss hat, eigentlich aber gerne darauf verzichten würde und alle Gespräche nur noch übers Handy führen sowie zuhause per LTE ins Internet will, lohnt es sich also in jedem Fall, sich bei seinem Provider mal unverbindlich über die entsprechenden Möglichkeiten zu informieren. Gegebenenfalls lässt sich dann der ein oder andere Euro an Fixkosten im Monat einsparen.

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2 Kommentare zu “Surfen zuhause – braucht es dafür eigentlich noch immer einen Festnetzanschluss?
  1. Ich verstehe die Argumentation nicht so recht: Wo besteht der Anreiz, mit für 50€ im Monat einen 30GB LTE Tarif zu buchen, statt für 30€ im Monat einen DSL-Anschluss mit ner Telefon-Flat die ich nicht nutzen muss? Wenn dann noch 3€ wie im Beispiel für eine Festnetznummer bei Skype dazukommen schon gar nicht.
    Eine Rufumleitung vom Festnetz aufs Handy kostet auch zusätzlich, weil ich dann die Gebühren zahle – schließlich hab ich ja nur eine Festnetz-Flat, keine aufs Handy..

    Preislich also ziemlich uninteressant – abgesehen vom Kabel Deutschland/Vodafone Tarif, der günstiger ist wenn man das Telefon weg lässt.
    10-30GB reichen übrigens in der Regel nicht mehr, wenn der Bundedurchschnitt schon 2014 bei ~20GB lag. Heute dürften wir da deutlich höher liegen. Durch Netflix&Co. kommen wir zu zweit schon auf 300+GB, Familien mit 1-2 Teenagern dürften da locker die 400-500GB sprengen…

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      Für Familien ist das wirklich nichts. Aber wenn man alleine wohnt, ist das bei derzeitigen LTE-Geschwindigkeiten schon legitim, da wenigstens mal drüber nachzudenken, finde ich. Wenn es ein Tarif ist, den du gleichzeitig unterwegs zum mobilen Surfen nutzen kannst.

      Flaschenhals ist natürlich das Datenvolumen. Willst du Videos gucken und Serien streamen, kannst du heutige Volumentarife mit 30 GB schon vergessen.

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