Startup-Friedhof Autopsy.io: Lernen aus den Gründen des Scheiterns (meist lag es am Geld)

Die Großen bestimmen mittlerweile, wo es im Netz lang geht. Die goldenen Zeiten für Startups, so scheint es, sind vorbei und viele junge Internetunternehmen mussten wieder aufgeben. Die Gründe dafür hat die neue Website Autopsy.io in einer interessanten Liste zusammen getragen, die sich angesichts der sich oft gleichenden Begründungen der Firmen sehr amüsant liest.

So gab das Startup Bellstrike im Juni 2012 nach eigenen Angaben schlicht auf, weil man nicht genug Umsatz pro Kunde erzielen konnte. Da wird kein Betriebswirt widersprechen. Ganz ähnlich das Startup LayerVault: „Wir haben es versäumt, genug Umsatz zu machen“. Punkt.

Das Geld einfach „verprasst“

Viele Begründungen klingen nach Ausreden, andere schieben es auf finanziell potentere Großkonzerne, die plötzlich zu Konkurrenten wurden oder dem Startup mit vermeintlich restriktiver Veröffentlichungspolitik im jeweiligen App Store das Wasser abgruben. Manchmal waren die Mitgründer Schuld, manchmal die Investoren, meist lesen sich die Begründungen unspektakulär.

Amüsanter sind ehrliche Abschiedsmeldungen etwa des Startups MyFavorites: „Ich verprasste Geld – in einer atemberaubenden Geschwindigkeit“, heißt es von Gründer Nicholas Barone. Ähnlich amüsant lautet es von der Musikplattform Zillionears: „Die Leute mochten eigentlich kein Bisschen an unserem Produkt“ oder vom Auktions-Sammelportal Overto: „Eigentlich brachte keiner von uns die für ein Startup notwendigen Fähigkeiten mit“.

Und doch soll ein Nachtreten nicht die oberste Absicht von Autopsy.io sein. Die als Tabelle angelegte Website will informieren und Gründe für das Scheitern sammeln – damit andere Startups es besser machen können. Das gelingt der Sammlung – hoffentlich.

via t3n

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