Smart Home Steuergeräte

Sprache, Touchscreen oder Tasten: Wer steuert die smarte Zukunft am besten?

Das Smartphone ist längst nicht immer das beste Steuergerät, ein Sprachassistent wie Alexa aber oft genauso wenig. Durchsetzen wird sich in der smarten Zukunft, was am schnellsten geht. Das können auch simple Schalter oder Bewegungsmelder sein.

Gerade mal einen Tag hat es gedauert, bis mein neuer smarter Lautsprecher Amazon Echo fünf Funktionen meines geliebten Smartphones übernommen hatte:

  • Wecker
  • Timer
  • Nachrichtenüberblick
  • Radio
  • Spotify-Steuerung

Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies nicht die einzigen Funktionen bleiben werden. Denn für manches ist jetzt schon klar: Die Sprachsteuerung ist für die smarte Zukunft oft das bessere Eingabegerät als ein Touchscreen.

Womit am schnellsten ans Ziel? Es kommt auf die Anwendung an

Für einiges aber auch nicht. So halte ich es für Quatsch, Alexa zu befehlen, die Musik leiser zu machen, wenn ich direkt daneben sitze und die Leiser-Taste drücken kann. Warum sollte ich einen Sprachassistenten das Licht mit Philips Hue einschalten lassen, wenn ich direkt neben dem Schalter stehe? Und via Sprache durch eine Playlist skippen? Geht viel schneller am Laptop oder Smartphone.

Smart Home Steuergeräte

Es kommt auf den Anwendungsfall an, was das beste Steuergerät für die smarte Zukunft ist. Mal ist es ein smarter Lautsprecher, mal ein Smartphone, mal eine simple Fernbedienung.

Es kommt also auf den Mix an. Und hier stehen uns noch spannende Zeiten bevor! Denn die Architekten der smarten Zukunft werden sich schon bald auf Steuergeräte besinnen, die für uns am einfachsten sind. Und zum Teil sind das ganz bekannte Vertreter:

  1. Tasten wie Amazon Dash oder ein Lichtschalter: Einfach drücken und etwas passiert. Und es muss sich hier längst nicht nur um Einkäufe bei einem Versandhändler drehen.
  2. Mehr Knöpfe am Smartphone: Nicht immer erst das Ding entsperren und eine App starten. Manches lässt sich mit einem Tastendruck auch an unserem smarten Begleiter viel schneller starten. Ich schrieb hierzu bereits den Beitrag Mehr Mut zu physischen Tasten.
  3. Lichtschranken und Bewegungsmelder: Kollege Sven Wernicke schrieb hier neulich über seine Erfahrungen mit dem Philips Hue Motion Sensor. Warum erst reden oder etwas drücken, wenn auch mit einer bestimmten Bewegung etwas ausgelöst werden kann?
  4. Gestensteuerung: Zwar sind Controller wie Wii Mote, Kinect und auch The Leap wieder vom Markt verschwunden. Aber die Idee war gut und könnte eine Renaissance erleben.
  5. Noch mehr Sprachsteuerung: Für einige Hersteller gilt bereits das Credo Voice first, also alle Macht den Sprachassistenten. Und für vieles sind diese schlicht auch die praktischste Lösung. Alexa, Siri und Google Assistant werden deswegen in immer mehr Hardware-Systeme eingebaut.
  6. Intelligent platzierte Touchscreens: Einst wurde er sogar in Kühlschränke eingebaut, mittlerweile ist der Touchscreen fast ein bisschen aus der Mode gekommen. Dabei hat er seinen Zenit noch gar nicht erreicht. Eine Waschmaschine mit Feedback-System kann er etwa viel leichter steuern als mechanische Schalter.

Zehn Jahre lang haben wir uns eigentlich nur auf Smartphone-Apps verlassen und dabei völlig vergessen, dass es viel bessere Möglichkeiten gibt, Kommandos auszuführen. Ich bin mir sicher: Die smarte Zukunft wird aus viel mehr Möglichkeiten bestehen – und noch richtig bunt werden. Es wird sich jeweils die Methode durchsetzen, die am komfortabelsten, am schnellsten ist.

Und das Smartphone? Hat natürlich weiterhin seinen Platz in der smarten Zukunft. Aber dort, wofür es eigentlich von Anfang an vorgesehen war: unterwegs, nicht zuhause.

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2 Kommentare zu “Sprache, Touchscreen oder Tasten: Wer steuert die smarte Zukunft am besten?
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