Sony Xperia L1: Smartphone-Einstieg, der sich sehen lassen kann

Noch nie gab es so viel Smartphone für so wenig Geld. Die Einstiegsklasse um die 200 Euro wird immer attraktiver. Und auch Sony möchte mit dem Xperia L1 mitmischen.

Dieses Jahr scheinen die Grenzen zwischen Einstiegs- und Mittelklasse im Smartphone-Sektor weiter zu verschwimmen. Wer bereit ist, zwischen 200 Euro und 350 Euro zu investieren, erhält 2017 ein großes Angebot an leistungsfähigen Telefonen – teils sogar mit Komponenten wie Dual-Kamera und (mindestens) 3GB Arbeitsspeicher, die wir eigentlich aus der Oberklasse kennen. Viel hat das Xperia L1 von Sony im Vergleich zum beispielsweise Honor 6X nicht zu bieten, dafür soll das Einsteiger-Smartphone der Japaner keine 200 Euro kosten (UVP 199 Euro). Für diese schmale Summe erhaltet ihr aber einiges.

Sony Xperia L1 ist solide ausgestattet

Für besagtes Sümmchen verspricht Sony ein grundsolides Gerät für den Alltag. Der Quadcore-Prozessor von MediaTek (MT6737T) ist mit 1,45GHz getaktet und befeuert einen 5,5 Zoll großen Bildschirm mit einer HD-Auflösung (720p). 2GB RAM, LTE (Cat 4), zwei Kameras (13 Megapixel Rückseite mit F2.2, ISO 3200, Autofokus; 5 Megapixel Front mit F2.2 Weitwinkelobjektiv) und ein 2620 mAh starker Akku mit Schnellladetechnologie sind vorhanden.

Ansprechendes Design. Aber Plastik. (Foto: Sony)

Ansprechendes Design. Aber Plastik. (Foto: Sony)

Allein schon ein Blick auf die technischen Daten deutet es an: Mehr braucht es für den Alltag eigentlich nicht. Sicherlich könnten Kameras immer besser sein, auch hätte ich mir ein Display mit Full-HD-Auflösung gewünscht. Doch insgesamt ist das L1 ein exemplarisches Beispiel dafür, dass der Normalnutzer längst nicht mehr tief in die Tasche greifen muss. Die Mitbewerber von Samsung, Huawei oder Lenovo nehmen sich teils gar nichts oder unterscheiden sich nur geringfügig bei Prozessor, Bildschirm oder Preis. Am Schluss könnten Spontankäufer wieder verstärkt ein Auge auf das Design werfen. Und hier kann Sony mit einem typischen Xperia-Look punkten – wem der eckige Stil zusagt.

Durch die guten, teils sehr guten „Einsteiger“-Smartphones steigt wahrscheinlich eher der Druck auf die Highend-Klasse. Gerüchten zufolge soll das Samsung Galaxy S8 preislich bei 800 Euro beginnen. Hier muss der Hersteller aber schon genügend gute Argumente liefern, wieso man denn letztlich die vierfache Menge an Geld ausgeben sollte. Um am Schluss doch nur im Internet zu surfen, Mails zu beantworten, bei Facebook zu schauen, Fotos zu knipsen…

Ab Juni 2017 wird das Xperia L1 in Deutschland in den Handel kommen, Android 7 .0 (Nougat) ist vorinstalliert.

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3 Kommentare zu “Sony Xperia L1: Smartphone-Einstieg, der sich sehen lassen kann
  1. Das ist wirklich ganz gut ausgestattet, wobei ein 2.600-mAh-Akku bei einem 5,5 Zoll-Screen schon an seine Grenzen kommt. So gesehen gut, dass „nur“ eine HD-Auflösung verbaut ist.

    Was die Hersteller aber in meinen Augen vernachlässigen, ist der interne Speicher. In Zeiten, in denen ein Android-System 6-10 GB schon für sich beansprucht und Apps wie Facebook oder schon die einfache Google-App gerne 200 bis 300 MB belegen, komme ich mit 16 GB nicht weit. Heißt, ich muss mir sowieso irgendwann eine Speicherkarte kaufen, und ich sollte dabei nicht die allerbilligste nehmen. Denn welche Probleme dabei auftreten können, wenn ich Apps auf den externen Speicher auslagere, habe ich hier ja beschrieben: https://trendblog.euronics.de/telefon-navigation/microsd-speicherkarte-zu-langsam-fuer-smartphone-apps-worauf-ihr-achten-muesst-45947/

    Soll heißen: 32 GB interner Speicher sollten es heute eigentlich allermindestens sein. Wer auf 16 GB setzt, spart am falschen Ende.

    • Ich denke mal, dass 16GB bei Einsteigersmartphones den Preis weiter nach unten drücken. 32GB kosten in der Herstellung halt auch noch mal ein paar Euro mehr.

      Aber mal ehrlich: Wenn ich mir ein Einsteiger-Telefon mit 16GB kaufe, reicht das die ersten Wochen ohne weiteres. Und danach eine 32GB Speicherkarte für <15 Euro? Das sind keine Unsummen, über die wir da reden. Und eine flotte microSD-Speicherkarte (SDHC, 80MB/s) ist heutzutage wirklich nicht so teuer. Aber klar. Mir wären 32GB auch lieber, wobei mir die so gesehen auch nicht unbedingt reichen als Viel-Knipser. 🙂

    • Na ja, meine Speicherkarte kann angeblich 90 MB/s und es kam trotzdem die Meldung, dass sie zu langsam für die Nutzung von Apps sei. Das merkt man auch in der Praxis. Das heißt, du brauchst eine mit UHS-II und die SIND deutlich teurer als ein paar Euro. Da wäre es mir fast lieber, die Hersteller würden nochmal 50 Euro obendrauf schlagen und statt dessen interne 64 oder wenigstens 32 GB reinpacken.

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