Smartphones in Deutschland: Über 50 Millionen Menschen besitzen einen mobilen Alleskönner

Der Deutsche liebt sein Smartphone. Ein Blick auf die aktuellen Zahlen des Branchenverbandes Bitkom macht deutlich: 2015 wurden noch mehr Geräte verkauft, als in den Jahren zuvor.

Man könnte meinen, jeder Deutsche würde längst ein modernes Mobiltelefon besitzen. Doch das scheint die Menschen nicht davon abzuhalten, sich neue Smartphones zuzulegen. So wurden vergangenes Jahr 26,2 Millionen Handys abgesetzt – das sind sogar 7,4 Prozent mehr als 2014. Der Umsatz stieg um 22 Prozent und knackte damit die Marke von 10 Milliarden Euro. Ausschließlich hierzulande, wohlgemerkt.

Noch mehr für 2016

Für 2016 rechnet Bitkom mit 28,2 Millionen verkauften Telefonen. Das Plus von 7,5 Prozent würde damit sogar das von den Marktforschern von Gartner gesehene weltweite Wachstum von 2,6 Prozent deutlich toppen. Das heißt: Wenn alles klappt, wächst der deutsche Markt schneller als der globale Durchschnitt.

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Weitere Zahlen lesen sich schon erstaunlich: 51 Millionen Menschen nutzen in Deutschland ein Smartphone. Vor allem technische Verbesserungen seien für fast 50 Prozent der Nutzer ein Grund, sich ein neues Telefon zuzulegen. Dazu tragen sicher auch Vertragsverlängerungen und Neuabschlüsse, bei denen subventionierte Handys locken, bei. Zum Vergleich: 2012 setzten nur 36 Prozent auf ein Smartphone, 2015 sind wir schon bei 74 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren angelangt. Und die Konsumenten sind durchaus bereit, gutes Geld zu investieren: So lag der Durchschnittspreis 2015 bei 395 Euro, ein Jahr zuvor noch bei 348 Euro. Man ist also bereit, mehr auszugeben – und das, obwohl leistungsstarke Smartphones von Jahr zu Jahr im Gesamten billiger werden.

Was machen die Deutschen mit ihren Smartphones?

Durchschnittlich verwenden Smartphone-Besitzer ihr Telefon 82 Minuten pro Tag. Telefonieren (99 Prozent), Fotos und Videos (89 Prozent), Suchmaschinen (80 Prozent) sowie Kalender (72 Prozent) sind hierbei die populärsten Features, gefolgt von Musik (67 Prozent) und sozialen Netzwerken (67 Prozent). WhatsApp und Co. werden von 50 Prozent als wichtig empfunden. Aber: 63 Prozent der Befragten der Bitkom-Studie wünschen sich bessere Akkus. Und überzeugendere Kameras (36 Prozent) wären ebenfalls für ein Drittel der Konsumenten schön.

Wo das Smartphone an Beliebtheit steigt, steigt auch das Datenvolumen. Wurden 2011 noch 100 Millionen Gigabyte übertragen, waren es 2015 beachtliche 512 Millionen Gigabyte. Für dieses Jahr erwartet man sogar 674 Millionen Gigabyte. In Anbetracht der Tatsache, dass die Preise für Smartphone-Datentarife nicht im Ansatz so schnell günstiger werden, ist dies wohl besonders für Provider ein sehr ertragreiches Geschäft.

Wohin die Reise geht? Es ist deutlich: Mehr Telefone, eine noch größere Verbreitung bei den Deutschen. Schließlich ist noch Potential vorhanden, 25 Prozent der hierzulande lebenden Bevölkerung verfügt über noch kein Smartphone. Dabei ist der Einstieg in die facettenreiche Welt der mobilen Alleskönner so attraktiv wie noch wie. Das machen sicherlich auch die Angebote bei Euronics.de deutlich.

Dennoch: Gerade die Obsoleszenz – egal, ob vom Hersteller geplant oder gar durch Werbung suggeriert – dürfte auch zukünftig für beachtliche Umsätze bei den Telefonherstellern sorgen.

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