Smartphone-Beratung: Diese 11 Telefone habe ich einem Freund empfohlen, gekauft hat er…

Ein Freund bat mich um Smartphone-Beratung. Es wurde eine überraschend kurze Suche nach dem perfekten Telefon. Dafür stand am Ende die Frage: Wenn die technische Ausstattung ähnlich ist, worauf legt man dann am meisten Wert?

Eins meiner Hobbys ist es, Freunde bei der Smartphone-Wahl zu beraten. Wobei sich am Ende meistens herausstellt, dass mein Rat nicht genau befolgt wird. Macht aber natürlich nichts. Denn die Suche gleicht einer gemeinsamen Reise, an dessen Ende ich weiß, dass ich jemandem zumindest helfen konnte, auf die wichtigsten Details zu achten. Die Entscheidung trifft derjenige dann selbst, nach persönlichen Präferenzen. Logisch.

Kamera nebensächlich, wichtiger: Speicher und Akku

Meist läuft eine Smartphone-Beratung bei mir in etwa so ab: Der Suchende verrät mir, was ihm an einem Telefon wichtig ist, was zur Not fehlen darf und was auf jeden Fall an Bord sein muss. Und ich beginne dann, das Web nach geeigneten Smartphones abzusuchen. In diesem Falle gab es klare Eckdaten, die wir gemeinsam aufstellten, und die die Suche erleichtert haben:

  • Gehäuse nicht größer als 5,2 Zoll. Auflösung egal (ich habe mal HD-Ready als Mindestmaß gesetzt)
  • Mindestens 32 GB Speicher, wenn aufrüstbar, dann kann das natürlich nicht schaden.
  • Genügend Arbeitsspeicher, also mindestens 2 GB RAM
  • Ein halbwegs anständiger Prozessor
  • Kamera: eher nebensächlich. Soll halt Fotos aufnehmen können
  • Akku: man sollte zumindest über den Tag kommen, mehr geht immer
  • NFC wäre nicht schlecht, aber kein unbedingtes Muss.
  • Zumindest Android 6.0 sollte es schon sein.
  • Nicht teurer als 250 Euro, maximal 300 Euro

Wenn ihr auf Basis dieser Kriterien einmal die Suche anschmeißt, werdet ihr feststellen, dass es da so erschreckend viel Auswahl gar nicht gibt. Denn Standard sind mittlerweile 5,5 Zoll große Displays. Bei günstigen Einstiegsgeräten findet man zwar erstaunlich oft 2 GB RAM, aber selten mehr als 16 GB internen Speicher. Und das ist in meinen Augen heute einfach zu wenig. Moderne Android-Versionen belegen davon heute meist schon 6-10 GB alleine fürs System, Apps werden immer größer. Das Auslagern von Apps auf eine Speicherkarte ist derweil noch keine wirklich gangbare Alternative.

Folgende Smartphones kamen schließlich in unsere Auswahl:

BQ Aquaris X5 Plus

Der spanische Hersteller BQ macht schon seit einiger Zeit mit „Premium-Mittelklasse-Smartphones“ auf sich aufmerksam. Das Aquaris X5 Plus gehört hier definitiv dazu. Mittlerweile hat BQ das ebenfalls sehr gut ausgestattete und preislich vergleichbare Aquaris X vorgestellt. Bei Euronics gibt es das kleine Schwestermodell Aquaris X5 (ohne Plus) zu kaufen.

ZTE Blade V8

ZTE hat hier in ein ordentlich ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone mit Octacore-Prozessor, 32 GB Speicher und 3 GB RAM sogar eine Dualkamera eingebaut.

BQ Aquaris U Plus. Bild: BQ

BQ Aquaris U Plus. Bild: BQ

BQ Aquaris U Plus

Und noch einmal BQ. Das Aquaris U Plus ist ein wenig schlechter ausgestattet als das X5 Plus, aber entspricht immer noch unseren Kriterien.

ZTE Axon 7 Mini

Und hier auch ZTE zum zweiten. Das Axon 7 Mini ist die technisch leicht abgespeckte Version im Vergleich zum großen Axon 7, verfügt aber über einen Octacore, 32 GB Speicher, 3 GB RAM und immerhin Android 6.

Asus Zenfone 3 Max

Asus setzt hier vor allem auf einen monströsen Akku von 4.100 mAh, mit dem man sogar andere Geräte aufladen kann. Auch der Rest der Ausstattung erfüllt unsere Mindestkriterien.

Und doch mussten wir hier schon die ersten Einschnitte machen. Denn bei fast allen der genannten Smartphones fehlte NFC. Dann kam der Mobile World Congress (MWC 2017). Unsere Liste wurde also noch etwas länger und warf zudem den Blick auf die jeweiligen Vorläufer neu vorgestellter Geräte:

Nubia Z11 Mini S

Nubia gilt als die „Premium“-Marke von ZTE und hat sich beim Z11 Mini S wahrlich nicht lumpen lassen. 5,2-Zoll-Display, 64 GB Speicher und 4 GB RAM, Snapdragon 625 (Octacore), 3.000 mAh-Akku, NFC. Es bleibt praktisch kein Wunsch offen.

Nubia Z11 Mini

Der Vorgänger vom obigen, mit 32 GB ROM, 3 GB RAM und inzwischen Android 6. Hier allerdings fehlt NFC. Bei Euronics gibt es noch den Vorgänger Nubia Z9 Mini zu kaufen.

Wiko WIM Lite

Auch Wiko hat sich hier nicht lumpen lassen: 5,0 Zoll-Display, 3.000 mAh-Akku, 32 GB Speicher, 3 GB RAM, Dual SIM. Das Gerät war zum Redaktionsschluss noch nicht erschienen. Andere Wiko-Geräte gibt es auch bei Euronics zu kaufen.

Lenovo Moto G5 Plus

Lenovo Moto G5 Plus

Lenovo Moto G5 Plus

Still und heimlich hat sich Lenovo/Motorola auf dem MWC 2017 mit dem G5 Plus von der Einstiegs- in die obere Mittelklasse gemogelt. 5,2 Zoll, Snapdragon 625, 32 GB, 3 GB RAM, eine sehr gute Kamera, Android 7, NFC, 3.000 mAh. Hier werden alle unsere Anforderungen erfüllt. Erhältlich war das Gerät zum Redaktionsschluss noch nicht, nur der ebenfalls durchaus gelungene Vorgänger Moto G4.

Sony Xperia XA1

Auch Sony mischt längst munter in der gehobenen Einstiegsklasse mit: Octacore-Prozessor, 32 GB ROM, 3 GB RAM, starke Kamera, NFC, Android 7. Gespart hat Sony hier eigentlich nur am Akku (leider): 2.300 mAh. Bei Euronics gibt es das abgespeckte Schwestermodell Xperia XA.

HTC One A9S

MediaTek Octacore-Prozessor, 32 GB Speicher, 3 GB RAM, NFC, ziemlich gute Kamera. Einziger Nachteil, ähnlich wie Sony: ein Akku mit nur 2.300 mAh.

So weit die Auswahl, die ich meinem Bekannten schickte. Technisch genügte hier alles unseren Anforderungen. Ich erwähnte, dass ich nicht alle der Geräte besonders hübsch fand, dass gutes Aussehen aber wichtig ist, wenn man ein Smartphone gern und lange benutzen mag. Aber natürlich hat er ja einen ganz anderen Geschmack als ich.

Das „Problem“ war allerdings ein ganz anderes: Die Geräte, die ich herausgesucht hatte, waren im Endeffekt nicht gerade die billigsten. Keins unter 200 Euro. Und mein Bekannter wollte schlicht nicht so viel Geld dafür ausgeben. Er begab sich auf die Suche und fand schließlich zwei Geräte von Xiaomi, die noch einmal deutlich günstiger waren. Gekauft hat er sich das Xiaomi Redmi 4 Pro.

Keine Chance gegen China-Handys?

Der chinesische Hersteller Xiaomi verkauft seine Geräte offiziell nicht in Deutschland. Es gibt allerdings natürlich Zwischenhändler, die einem den Import abnehmen. Hier muss man auf die Details achten, was Einfuhrsteuer und Gewährleistung angeht. Einzelne Shops bieten so etwas zwar an. Aber wenn doch mal etwas mit dem Gerät nicht in Ordnung sein sollte, fangen die Schwierigkeiten erst an. Ich sage nicht, dass da nicht alles gut gehen kann, mein Bekannter bekam bei seinem Shop auch 1 Jahr Gewährleistung. Aber mir persönlich wäre der Weg zu heikel.

Zumal sich mit einem China-Handy im Vergleich zur Mittelklasse der – ich sag mal – bekannteren Hersteller immer seltener ein Schnäppchen machen lässt. Viele chinesische Hersteller wie ZTE, Huawei oder OnePlus verkaufen ihre Geräte mittlerweile ganz regulär über die bekannten Vertriebswege in Deutschland. Und die geben einem Kunden mehr Sicherheit. Ein Weg, den ich immer vorziehen würde.

Der Preis macht die Musik

Recht hat mein Bekannter auf jeden Fall mit zwei Dingen: Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss am Ende stimmen. Wenn man eine genaue Vorstellung davon hat, wie viel man ausgeben möchte, dann sucht man einfach solange in der gewünschten Preisklasse, bis man was Passendes gefunden hat, statt noch einmal 100 Euro draufzulegen. Ist so. Und Punkt 2: Ja, Xiaomi könnte langsam mal den offiziellen Verkauf in Deutschland starten. Denn die Geräte des „chinesischen Apple“ sind wirklich attraktiv.

Wenn ihr einmal auf der Suche nach Smartphones seid und die Auswahl euch erschlägt, könnt ihr euch immer vertrauensvoll an euren Euronics-Fachhändler wenden, der euch fachmännisch und fair berät. Viele weitere Infos erhaltet ihr auch in der Euronics Beratungswelt.

Beitragsbild: Nubia

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2 Kommentare zu “Smartphone-Beratung: Diese 11 Telefone habe ich einem Freund empfohlen, gekauft hat er…
  1. …. Ich eine FRAGE . Ich besitze ein altes Handy . Möchte mir ein Smartphone zulegen .Ich habe eine Edeka-Sim Karte . Kann ich diese auch für das Smartphone nutzen da ich nur Telefonieren , Fotografieren möchte , also kein Internet usw. nutzen will . Danke

    • Hallo Joachim,

      Das hängt davon ab, ob deine SIM-Karte klein genug ist (bzw. klein genug gemacht werden kann), um ins Smartphone zu passen. Heutige Smartphones verwenden in der Regel die ganz kleinen Nano-SIMs, seltener auch noch die etwas größeren Micro-SIMs. Eventuell hast du noch eine größere Mini-SIM, wie man sie in vielen Handys verwendet.

      Heute bekommst du vom Provider meist eine SIM-Karten mit einem „Eins-für-alle-Prinzip“. Die Provider geben dir eine große SIM-Karte, aus der sich eine kleinere Micro- oder Nano-SIM „herausbrechen“ lässt. Schau doch einfach mal, ob das bei deiner Edeka-SIM-Karte der Fall ist. Wenn ja, und wenn sich da auch eine Nano-SIM herausbrechen lässt (die ist kaum größer als der Metallchip der SIM selbst), dann sollte sie auch in ein Smartphone passen.

      Wenn nicht, kannst du dich an den Service deines Providers (in deinem Fall Edeka) wenden und dir eine neue SIM-Karte zuschicken lassen. Kostet eventuell ein paar Euro, dafür kannst du dann deine Rufnummer behalten.

      Oder du lässt dir einen neuen Tarif mit Daten geben. Ist heutzutage ja nicht mehr so teuer, und unterwegs mit dem Smartphone zu surfen macht mächtig Spaß. Aber das musst du selbst entscheiden. 😉

      Wenn du das nicht willst, dann bitte in den Smartphone-Einstellungen auf jeden Fall die Einstellung „mobile Daten“ deaktivieren, sonst kann es mit deinem jetzigen Tarif ohne Datenvolumen sehr teuer werden, weil „aus Versehen verbrauchte Daten“ dann eventuell per Kilobyte abgerechnet werden.

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