Smartphone-Akku: Wieviel ist genug? Und was tun gegen Akkuschwäche?

Moderne Smartphones können mit jeder Generation immer mehr, nur eines können sie nicht: länger durchhalten. Während man die Dumphones vor iPhone und Co. vielleicht einmal die Woche aufladen musste, verlangen Smartphones häufig schon im Laufe des Tages nach einer Stromquelle. Was kann man gegen Akkuschwäche unternehmen?

Die Klagen der Nutzer verhallen nicht gänzlich ungehört, doch wenn Hersteller die Wahl haben, ein möglichst flaches Smartphone auf den Markt zu bringen oder ein etwas dickeres, was dafür länger durchhält, entscheiden sie sich immer noch für das flache. Dafür versucht man, Stromsparmechanismen in die Software einzubauen, um mangelnde Akkuleistung auszugleichen.

Woran erkennt man die Akkuleistung?

Die Leistung eines Akkus wird in Milliamperstunden (mAh) gemessen. Zur Veranschaulichung: Das neue Samsung Galaxy S7 hat einen Akku mit 3.000 mAh und hält damit knapp neun Stunden beim Telefonieren und 9,25 Stunden beim Surfen durch – ein sehr guter Wert für ein Smartphone. 3.000 mAh Stunden heißt, der Akku kann zum Beispiel 3 Stunden lang 1.000 mA Leistung abgeben oder 10 Stunden lang 300 mA.

Jetzt wissen wir auch, dass das Samsung Galaxy S7 beim Telefonieren in der Stunde rund 333 mAh verbraucht. Und wir wissen, wie wir die Kapazität von Reserveakkus einschätzen können. Aber dazu etwas weiter unten.

Was sind die Stromfresser?

Natürlich verbraucht das große, helle Display moderner Smartphones mehr Strom als das kleine, monochrome Fensterchen früherer Handys. wenn man die Helligkeit nicht immer voll aufgedreht hat, kann man schon einiges sparen. Oder man nutzt die automatische Angleichung an die Umgebungshelligkeit, die sich in den Systemeinstellungen auswählen lässt. Dann dimmt das Betriebssystem automatisch das Display, wenn man sich nicht im hellen Sonnenlicht im Freien befindet.

Stromsparen

Andere Stromfresser können Ortungsdienste, WLAN, Bluetooth oder Hintergrundaktualisierung sein, die auch im Ruhezustand Strom verbrauchen. Auch die Facebook-App fällt immer wieder durch hohen Stromverbrauch auf. Wenn man die Seite im mobilen Browser öffnet statt in einer eigenen App, kann man schon einiges sparen.

Welche Apps die meiste Energie verbrauchen, kann man in den Systemeinstellungen seines Smartphones herausfinden. Bei iOS wählt man dazu den Menüpunkt Batterie. Hier lässt sich auch der Stromsparmodus einstellen. Das Batteriesymbol in der oberen Menüleiste färbt sich dabei gelb, und Stromverbraucher wie Hintergrundaktualisierung, automatische Downloads und einige visuelle Effekte werden deaktiviert.

Wie Akku sparen?

Man sollte generell nicht alle Dienste für alle Apps freigeben, sondern sich überlegen, bei welchen es sinnvoll ist. Das ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Warum will die Foto-App auf meinen Standort zugreifen? Um ihn in den Metadaten vermerken zu können. Braucht man dieses Merkmal nicht, muss man es auch nicht freigeben. Bewegt man sich viel außerhalb seines kabellosen Netzwerks, kann man WLAN abschalten, damit das Smartphone nicht den ganzen Tag über nach dem Netz sucht und damit Akku verbraucht. Apples mobiles Betriebssystem iOS verfügt seit einiger Zeit über einen Stromsparmodus

Was gibt es noch?

Bei iPhones ließ sich der Akku noch nie einfach mal so wechseln, und bei vielen anderen Herstellern ist es heute ebenso. Aber auch bei Smartphones mit Wechselakkus ist der Austausch umständlicher, als einfach eine universell verwendbare Powerbank anszuließen und den Smartphone-Akku wieder aufzuladen.

Welcher Reservakku ist der Richtige?

Das hängt immer davon ab, was man erwartet. Will man einen Akku, der möglichst lange hält, muss man dafür etwas mehr Gewicht und Grüße in Kauuf nehmen. Kleine und flache Akkus dagegen lassen sich gut transportieren, bieten aber meist nicht die gleiche Leistung wie größere.

Auch sollte man darauf achten, dass der Akku nicht nur einen Ladestrom von 1A liefert. Das reicht zwar in Regel aus, das Laden gerade von Tablets dauert aber viel länger als bei einem Ladestrom von 2,4A, der sich bei vielen Powerbanks als Tandard etabliert hat.

Außerdem sollte man bedenken, dass beim Laden von Powerbank zu Smartphone-Akku immer etwas Energie verlorengeht. Die interne Nennspannung von Akkus beträgt meist zwischen 3,5 und 3,8 V, zum Laden werden aber 5 V Spannung verwendet, Beim Umwandeln der Spannung geht ein Teil der Energie als Wärme verloren, deshalb erhitzt sich der Akku auch.

Die (mal angenommenen) 9.000 mAh einer Powerbank kann man darum nicht eins zu eins umrechnen, ein Samsung Galaxy S7 lässt sich damit nicht genau dreimal voll aufladen, es werden wohl eher zweieinhalbmal sein. Also lieber einen Akku mit einer etwas größeren Kapazität wählen, als man eigentlich benötigt.

Im Euronics Shop findet man eine große Auswahl an Powerbanks und Reserveakkus in unterschiedlichen Ausführungen. Zum Aufladen mehrerer Geräte gleichzeitig, in pink oder gold, mit integriertem Kabel, besonders klein oder besonders leistungsstark. Schauen Sie doch mal rein. Wenn alles andere versagt hat und der Smartphone fern jeder Steckdose schächelt, ist eine Powerbank in der Tasche immer noch der einfachste und günstigste Weg, seinen Smartphone-Akku mit zusätzlicher Energie zu versorgen.

Beitragsbild von Pixabay

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*