SmartEyeglass: Sonys Augmented Reality-Brille als Google Glass-Konkurrent

Während sich Google vom bisherigen Konzept der eigenen Augmented Reality-Brille Google Glass verabschiedet, hält Sony an der bereits Anfang des Jahres vorgestellten, eigenen AR-Peripherie fest. SmartEyeglass kann sogar schon für einen stolzen Preis vorbestellt werden. Die Frage ist dennoch: Ist es das, was sich Konsumenten wünschen?

Sonys AR-Vorstoß

Erst vor ein paar Tagen hieß es, dass Google eine komplett neue Richtung für Google Glass einschlagen möchte und das bisherige Modell zu Grabe tragen wird. Umso überraschender ist es, dass Sonys Konkurrenzprodukt SmartEyeglass doch sehr an die ursprünglichen Ideen Googles erinnert, man allerdings auch einige eigene Ideen vorgesehen hat.

Die Augmented Reality-Brille besitzt beispielsweise eine kleine, kabelgebundene Peripherie, die SmartEyeglass nicht nur mit Energie versorgt, sondern zugleich als Eingabegerät fungiert. Hier hangelt man sich durch Menüs und wählt Optionen aus. Auch GPS ist mit dabei, schließlich soll eine Routenplanung funktionieren. Die Brille projiziert in das normale Bild zusätzliche Anzeigen, beispielsweise die Straßennamen oder die zu laufende Richtung. So zumindest die Theorie. In dieser koppelt man sein Smartphone über NFC direkt mit der winzigen Box, die auch als Lautsprecher und Mikrofon dient. Welche Aufgaben konkret das Mobiltelefon und welche die Brille übernimmt? Das ist derzeit nicht bekannt.

Das Grinsen sieht nach Schmerzen aus. (Foto: Sony)

Das Grinsen sieht nach Schmerzen aus. (Foto: Sony)

Ferner verbaut Sony eine 3-Megapixel-Kamera sowie diverse Sensoren (Beschleunigungssensor, Gyroskop, elektronischer Kompass, Helligkeitssensor). Die Gläser sind nur drei Millimeter dünn und wurden wohl mit dem transparenten Display versehen, der die holografischen Darstellungen überhaupt erst ermöglicht. Wie das funktioniert, deutet die offizielle Webseite an. Was einem auch bewusst sein muss: Es können nur monochrome Bilder bei maximal 15fps dargestellt werden.Das klingt etwas ernüchternd.

Für Entwickler

Bisher ist Sonys SmartEyeglass in erster Linie für Entwickler gedacht, die sich ein Exemplar für aktuell 670 Euro zzgl. Mehrwersteuer vorbestellen dürfen. Bereits am 10. März 2015 sollen die Geräte ausgeliefert werden. Aber: Wir reden hier über sehr frühe Modelle, was man aber auch hoffen kann. Denn SmartEyeglass ist vor allem eines: nicht attraktiv. Schon in dem offiziellen Werbevideo hat man mit dem Model etwas Mitleid, schließlich muss die dieses Teil tragen. Immerhin soll es nur 77 Gramm wiegen, was die fehlende Wertigkeit eigentlich nur verstärken dürfte.

Aber: Da dürfte sich noch einiges ändern, zumal Sonys auf der CES 2015 Anfang des Jahres optisch ansprechendere Prototypen präsentierte. Da geht also noch einiges.

Bis zur Veröffentlichung eines finalen Produktes werden sicherlich noch viele Monate ins Land ziehen. Sichtlich möchte man also auch den AR-Markt erobern. Im Bereich Virtual Reality hat man ebenfalls ein Produkt in der Pipeline – Project Morpheus für die PlayStation 4.

Weitere Einzelheiten gibt es auf der offiziellen Webseite.

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