Selbstbewusstes Microsoft stellt Surface Pro 4, Lumia-Smartphones und erstmals einen eigenen Laptop vor

Der Start von Windows 10 und der Erfolg der Surface-Produktreihe haben Microsoft offenbar beflügelt. In New York führte der IT-Gigant eine komplette neue Hardware-Generation vor und präsentierte sich dabei in Aufbruchstimmung.

Surface Book: Microsofts erster eigener Laptop

Als besondere Überraschung gab es am Schluss der Präsentation Microsofts ersten eigenen Laptop zu sehen. Das Surface Book erinnert von der Bausweise und Leistungsfähigkeit her an eine Mischung aus Lenovos Yoga Pro 3 und dem Apple MacBook Pro. Zusätzlich allerdings lässt sich der Touchscreen entkoppeln und dann mit oder ohne Eingabestift als Tablet benutzen. Das Display hat eine Diagonale von 13,5 Zoll bei 267ppi. Das Gerät verwendet die 6. Generation Intel Prozessoren und einen Nvidia-GeForce-Grafikchip, der Akku soll 12 Stunden durchhalten. Laut Microsoft ist das Surface Book doppelt so schnell wie ein Apple MacBook Pro – man verriet allerdings nicht, welche Version des MacBook Pro.

Surface Book: Mehr Laptop als Tablet, Microsofts Gegenstück zum MacBook Pro

Surface Book: Mehr Laptop als Tablet, Microsofts Gegenstück zum MacBook Pro

Preise und Verfügbarkeit für den deutschen Markt hat Microsoft hier noch nicht genannt. In den USA ist der Laptop ab dem 26. Oktober ab 1.499 Dollar verfügbar.

Surface Pro 4: Weiter verbesserter Nachfolger des Erfolgsprodukts

Mehr Tablet als Laptop, bereits in der 4. Version. Microsoft Surface Pro 4

Mehr Tablet als Laptop, bereits in der 4. Version. Microsoft Surface Pro 4

Microsofts Tablet-Laptop-Hybride Surface Pro ist mittlerweile ein Verkaufsschlager – und wird von zahlreichen Herstellern adaptiert. Die neueste Version ist das Surface Pro 4. Es ist mit 8,4mm (statt 9,1) noch dünner als das Surface Pro 3, verfügt über ein noch höher auflösendes 12,3-Zoll-Display (267ppi) und wird – auf Wunsch – mit einem verbesserten TypeCover und einem noch filigraneren Stylus ausgestattet. Es soll ebenfalls ab dem 26. Oktober in den USA, ab 899 Dollar, erhältlich sein.

Lumia 950 und 950 XL: Microsofts erste Highend-Smartphones

Lumia 950

Lumia 950

Einige Einsteiger-Smartphones hatte Microsoft seit der Übernahme von Nokias Gerätesparte in den vergangenen Monaten bereits vorgestellt. Ein echtes Spitzenmodell war bisher nicht darunter. In dieser Lücke sollen nun das Lumia 950 (5,2-Zoll-OLED-Display) und der größere Bruder Lumia 950 XL (5,7 Zoll) springen. Beide sind bis auf Größe und einige Details in etwa baugleich. Sie verfügen über zwei adaptive Antennen, Flüssigkühlung, optische Bildstabilisierung für die 20-Megapixel-Kamera, einen Dreifachblitz, einen Kameraknopf, der auf Druck sofort ein Foto schießt, ohne zunächst das Display einzuschalten. Der neue USB Type-C-Stecker verfügt über eine Schnellladefunktion, die den Akku binnen 30 Minuten wieder zu 50 Prozent aufladen soll. Betriebssystem ist das neue Windows 10 Mobile. Beide Geräte sollen in Deutschland ab Anfang Dezember verfügbar sein, das Lumia 950 dann 599 Euro kosten, das Lumia 950 XL 699 Euro.

Display Dock macht das Smartphone zum PC

Microsoft Display Dock im Einsatz

Microsoft Display Dock im Einsatz

Eine neue Funktion in Windows 10 ist Continuum – die Möglichkeit, das Smartphone zum PC zu machen. Ein Lumia 950 wird dabei über den speziellen Adapter Display Dock an einen Bildschirm angeschlossen, behält dabei seine Smartphone-Funktionen, kann dem Nutzer aber gleichzeitig als vollwertige Windows-10-Desktop-Oberfläche dienen. Um das zu tun, verfügt der Display Dock über einen HDMI- und einen DisplayPort und 3 USB-Schnittstellen (1x Type-C).

Neues Microsoft Band 2, HoloLens kommt für Entwickler

Microsoft Band 2

Microsoft Band 2

Microsoft stellte in New York außerdem das neue Microsoft Band 2 vor, den verbesserten Nachfolger des Fitness-Armbands aus dem vergangenen Jahr. Das Band 2 verfügt über zahlreiche Sensoren wie GPS, Kalorienzähler, Pulsmesser und einen Barometer für die genauere Berechnung von zurückgelegten Höhenmetern. Es soll künftig 249 US-Dollar kosten. Während der Präsentation führte Microsoft auch erstmals Mixed Reality Gaming auf der Virtual-Reality-Brille HoloLens vor. Die Entwickler-Version soll ab dem 2. Quartal 2016 für stolze 3000 US-Dollar verfügbar sein. Im Herbst 2015 soll ein neuer Xbox-Controller erscheinen, der auch für PCs funktioniert; Spiele der Xbox 360 sollen künftig auch auf der Xbox One spielbar sein. Microsoft gab weiterhin bekannt, dass das neue Windows 10 bereits auf 110 Millionen Geräten laufe.

Fazit: Aus der Deckung heraus

Microsoft hat einige schwierige Jahre hinter sich. Auf dem Smartphone-Markt musste man Apples und Googles Siegeszug miterleben ohne selbst signifikante Marktanteile aufzubauen, Windows 8 muss im Nachhinein als Flop bezeichnet werden, Google ärgerte Redmond mit einer eigenen Laptop-Linie (Chromebooks) und der Office-Alternative Google Docs. Heute aber schlug Microsoft mit überzeugender Hardware umso energischer zurück. Ein Meilenstein (110 Millionen Geräte) bei der Verbreitung von Windows 10, der gerne kopierte Verkaufsschlager Surface Pro ebenso wie die viel beachtete HoloLens und der Erfolg der Xbox-Linie haben Microsoft neues Selbstbewusstsein eingehaucht. Irgendwie schön zu sehen.

Alle Bilder: Microsoft

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Ein Kommentar zu “Selbstbewusstes Microsoft stellt Surface Pro 4, Lumia-Smartphones und erstmals einen eigenen Laptop vor
  1. Also ich finde die Ankündigungen schon super-spannend. Wenn’s weiter so geht, wird Microsoft noch so hip wie Apple, vielleicht sogar noch eine Ecke sympathischer. Zumindest mir gefallen die Neuankündigungen echt verdammt gut. Das Surface Pro 4 hätte gerne etwas früher kommen können, jetzt hab ich ja mein Pro 3 schon ein paar Monate. 🙂 Aber sonst…endlich technisch sehr gute Smartphones, sogar das Microsoft Band 2 find ich nicht uninteressant, da zig Sensoren drin stecken.

    Hmm. Jetzt überlege ich ja echt, ob das Lumia 950 ein Kaufkandidat wäre. Dabei standen Xperia Z5 oder iPhone 6(s) in der näheren Auswahl. Na toll. 🙂

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